Posted by herr.filmtanz on Jul 6, 2014

Evil Dead 2013 [Kritik] – Κέρβερος

[05.07.2014 #1364] Evil Dead (Horror, USA, 2013)

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Gestern war es nach 30 Jahren mal wieder so weit, damals war ich 14 Jahre alt, das in Menschenhaut gebundene und mit Menschenblut geschriebene Buch des Teufels zu öffnen.

Ich habe mir zunächst das Original angeschaut, bestimmt war es vor 30 Jahren anders, aber hier war ich mehr belustigt und von fühlbarem Horror war hier wirklich keine Spur. Direkt danach das Remake Evil Dead. Es dauerte nur Minuten, bis mich die in Großbildprojektion verabreichten Bilder, komplett aufgesaugt, umhergeworfen, aufgefressen, ausgekotzt und niedergetrampelt haben. Was ich hier gestern mit dem ganzen Körper während des Films erlebt habe, ist gerade so, als hätte man selbst dieses Buch des Teufels aufgeschlagen und als würden einen die Dämonen innerlich komplett auf Links krempeln.

Ich kann nur sagen alter Schwede, was ein Erlebnis, ich hatte auf einmal Panik und Angst vor mir selbst. Der Film ist so dämonisch Tief in mich eingedrungen, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte, wo ich auf der anderen Seite diese dämonische Seite in mir zu gut kenne. Wenn ich meine dämonische Laune bekomme, sollte man besser ein Sicherheitsabstand von min. 100m einhalten, das meine ich sehr Ernst. Diese Sätze sind quasi eine erschreckende psychologische Selbstanalyse, welche mir wichtig war geschrieben zu werden. Mir geht es nach dem Schreiben dann einfach sehr viel besser und ich fühle mich befreit. Ich könnte jetzt noch Stunden über die körperlichen Erlebnisse in Bezug auf die Serie “Supernatural” schreiben, aber das lassen wir besser mal. Und, keine Angst, ich bin im Herzen ein ganz lieber Mensch, sehr feinfühlig und verletzbar. Man sollte aber besser den Κέρβερος (Kerberos, Dämon der Grube) an der Kette lassen, besser und gesünder ist das nicht nur für mich selbst.

Der Film Evil Dead hat ein Problem, nämlich dass er keines hat. Es ist Horror mit einer dämonischen teuflischen Durchschlagskraft. Regie hat hier nicht etwa Fede Alvarez geführt, sondern der Teufel leibhaftig selbst, sehr erschreckend. Meine Remake-Keule darf ich wieder in den Keller bringen, soviel ist mal klar 😀 Dämonisches Kino der Extraklasse.

Wer sich über den Hund unter dem Bild aus dem Film wundert, niemals aufwecken, niemals ! Es ist ein Κέρβερος (Höllenhund, Kerberos, griechische Mythologie), der Wächter der Unterwelt, damit kein Toter herauskommt und auch kein Lebender eindringt.

Mia (Jane Levy) und ihr Bruder David (Shiloh Fernandez) freuen sich auf ein paar freie Tage, die sie mit ihren Freunden Olivia (Jessica Lucas), Eric (Lou Taylor Pucci) und Natalie (Elizabeth Blackmore) in einer entlegenen Waldhütte verbringen wollen. Doch dann entdecken die Fünf ‘Das Buch des Todes’ und wecken damit düstere Dämonen. Nur einer von ihnen bleibt von den Untoten verschont und muss fortan einen erbitterten Kampf um sein Leben führen…

Mit dem Original ‘The Evil Dead – Tanz der Teufel’ etablierte sich Sam Raimi (‘Spider-Man’, ‘Der Fluch’) 1981 als Regisseur und Horrorfachmann. Der Film avancierte zum Kultklassiker seines Genres. Zusammen mit dem damaligen Hauptdarsteller Bruce Campbell (‘Tanz der Teufel 2’, ‘Armee der Finsternis’), produziert Raimi das ‘Evil Dead’ Remake, in dem Fede Alvarez Regie führte, der zuvor mehrere Genre-Kurzfilme schrieb, drehte und produzierte.
Regie: Fede Alvarez, Schauspieler: Jessica Lucas, Shiloh Fernandez, Lou Taylor Pucci, Jane Levy, Elizabeth Blackmore

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