Posted by herr.filmtanz on Jul 20, 2014

Rote Tränen – Der neue Kurzfilm von Nicola Scholz

Ich möchte zu Anfang erwähnen, dass der neue Kurzfilm Rote Tränen, von Nicola, noch auf verschiedenen Wettbewerben laufen wird und deshalb hier nicht veröffentlicht werden darf. Nicola hat bereits ihren ersten Preis für ihren Kurzfilm Rote Tränen gewonnen, und ich war einer von zwei Gewinnern, welcher einen exklusiven Blick werfen durfte. Dafür bedanke ich mich sehr bei Nicola Scholz.

Die junge Regisseurin Nicola aus Berlin, welche gerade ihr Abitur gestemmt hat, kenne ich von Facebook. Sie ist ein Mensch, welcher wie auch ich, Filme im Herzen veratmet und ich sicher sein kann, wenn ihr Herz einen Film mit fünf Sternen bewertet, muss der Film angeschaut werden (Ondine). Das besondere ist aber, sie atmet auch ihr Herz und ihre Gedanken aus, und damit kommen wir zu ihrem ersten Kurzfilm Das Lächeln der Sonne (Der Kurzfilm unten)

Bei Das Lächeln der Sonne war es so, dass sich Nicola mit ihrer Bildsprache und ihren Worten sofort an mein Herz angekoppelt hat. Ich spreche hier immer gerne von der vierten Dimension die Aussagekraft eines Films wirklich fühlen zu können. Wenn Nicola einleitet “Es gibt Tage an denen die Sonne durch die Wolkendecke bricht, und ihr Licht sich auf der Erde ausbreitet … das Erste mal gesehen …” – Ein Gedanke und Blick mit Lichtgeschwindigkeit, welcher sehr tief ins Herz eintaucht – Wenn Nicola diese Worte sagt, hat es die selbe Wirkung wie in Bezug auf den Blick in dem Film La vie d’Adèle. Es geht mir um die Magie und den Transport von Gedanken dabei. In das Lächeln der Sonne funktioniert dieser Transport sofort und mit Tränen.

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Ihr neuer Kurzfilm Rote Tränen basiert auf ihrer Kurzgeschichte, welche ihr hier einatmen könnt 😀 Nicola.nini’s Blog

Er sah die rot besprenkelte Wand an. Mit seiner Fingerspitze malte er rote Kreise auf die weiße gekachelte Wand. Er stand ganz still. Nichts außerdem Finger rührte sich. Er versuchte sein Inneres zur Ruhe zu bringen. Er versuchte sich selbst zu beherrschen…

Der Kurzfilm beginnt aus einer Distanz oder besser gesagt wie in einem Traum, die Menschen in der Berliner U-Bahn beobachtend und mit einer wunderbaren musikalischen Begleitung von Bartosz Bludau. Das besondere an diesem Kurzfilm ist aber die wortlose herausragende Bildsprache und psychologische Tiefenwirkung. Ein kurzes Innehalten der Hauptdarstellerin, welche beim heraustreten aus dem Bahnhof, kurz zurückschaut. Unglaublich intensiv danach eine Szene, in der an einer blutverschmierten Wand mit dem Finger und dem Blut ein Herz gezeichnet wird. Blut ist rot, die Farbe der Liebe, hier sehen wir das Zeichnen von Erinnerungen, eine Reflektion. Kurze Zeit später wird aus dem Blut an der Wand eine Frau gezeichnet, eine wirklich herrausragende Szene. Eine psychopathische Schockwirkung erfüllt nach seinem Schrei den Raum mit einem intensiven Thriller knistern. Ich musste auf einmal an Falco und das Lied Jeanny denken, was ein Gedankentransport, großartig.

Ich möchte die Regisseurin Nicola an dieser Stelle ausgesprochen loben, und freue mich auf weitere Meisterwerke von ihr. So klar wie ein Sonnenstrahl ist auch, hier werden noch weitere Preise folgen. Sehr loben möchte ich auch die Darsteller, ganz ganz toll :-) Nicola Scholz, vielen Dank, und von ganzem Herzen wünsche ich dir einen Langfilm 😀

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