Posted by herr.filmtanz on Jun 18, 2013

Death of a Superhero

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Der Arthouse Film ‘Death of a Superhero – Am Ende eines viel zu kurzen Tages’ hat mich gestern im positiven Sinne sehr überrascht. Der 15-jährige Donald ist unheilbar an Leukämie erkrankt und zeichnet seine innere Welt  in Form von Comicfiguren, bei denen er die Rolle eines Superhelden einnimmt. Es sind düstere Bilder die ihren Weg aus seinem Kopf auf das Papier finden. Bilder die das Thema “Die Angst den Tod im Nacken zu haben” ohne Worte ganz klar und unmissverständlich zur Aussage bringen. Die Integration der Comics in die realen Szenen finde ich sehr gelungen. Ich habe die letzen Monate sehr viele Arthouse Filme gesehen, die sich mit dem Thema Tod und Krankheit beschäftigen. Leicht hätte man hier wiederholt, das Thema Leukämie überbelichten und emotional ausschlachten können, dieses ist hier aber zum Glück nicht so. Sehr gelungen ist die Begegnung zwischen dem anfänglich verschlossenen Donalds und dem Psychologen Dr. Adrian King. Hier findet für beide einen Entwicklung in Sachen das Leben lieben statt, bei der Psychologe und Patient die Stühle tauschen. Eine Veränderung die Adrian neue Kraft und Lebensmut gibt und ihn beflügelt , eine alte Leidenschaft für eine Sache wiederzufinden :-)

Donalds (Thomas Brodie-Sangster) Leben ist chaotisch. Noch komplizierter als das von anderen Jungs in seinem Alter. Klar, mit fünfzehn träumt man von der Traumfrau, von Sex und Abenteuern. Bei Donald ist das nicht anders. Aber er ist krank und seine Uhr tickt. Mit seinem außgergewöhnlichen Zeichentalent schafft er sich mit Filzstift und Marker seine eigene Welt, in der sein muskulöses Alter Ego, ein Superheld, gegen seinen Todfeind, den grausamen ‘Glove’ und dessen sexy Gehilfin ‘Nursey Worsey’ kämpfen muss. Sein Superheld ist zwar unbesiegbar, aber auch außerstande zu lieben. Donalds Eltern schicken ihn zu dem Psychologen Dr. Adrian King (Andy Serkis), ‘Dr. Tod’, wie er ihn nennt. Nach anfänglichem Widerstand öffnet sich Donald langsam Adrian, der ihm mit entwaffnender Offenheit und Ehrlichkeit begegnet und ihn endlich wie einen Erwachsenen behandelt. Und es kommt noch besser: Donald lernt Shelly (Aisling Loftus) kennen, neu an der Schule und so hübsch wie rebellisch. Doch wie viel Zeit lässt ihm seine Krankheit, um die Schmetterlinge im Bauch zu genießen, und wie funktioniert das mit der Liebe überhaupt? Donald beweist , dass es nicht wichtig ist, wie man das Leben verlässt, sondern wie man es lebt. So erobert er das Herz des tollsten Mädchens, schenkt seinem Psychologen etwas von seinem unbändigen Lebensmut, erhält von Tanya (Jessisca Schwarz) eine wichtige Lektion fürs Leben und kommt am Ende eines viel zu kurzen Tages auch mit seinen Eltern (Sharon Horgan und Michael McElhatton) ins Reine. Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art und eine Liebeserklärung an das Leben selbst.

Genre: Drama
Regie: Ian FitzGibbon
Schauspieler: Thomas Brodie-Sangster, Jessica Schwarz, Andy Serkis
Produktionsland: Irland, Deutschland
Kinostart: 2012
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: 12

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