Posted by herr.filmtanz on Aug 5, 2014

Aus tiefster Seele – Canvas | Rating

[02.08.2014 #1386] Aus tiefster Seele (Canvas, Drama, USA, 2006)

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Mary Marino leidet unter Schizophrenie, gemeinsam mit ihrem Ehemann John haben sie den Sohn Chris. Zwar beleuchtet und zeigt der Film den Ausbruch der Schizophrenie von Mary in Mitten der Familie glaubhaft und fühlbar, es geht dem Film aber nicht um das ausschlachten der Krankheit. Die Szene bei der Mary mitten in der Nacht im Nachtgewand die Nachbarschaft in Aufruhr versetzt und dann von der Polizei sichergestellt wird reicht zum Verständnis. Der Film konzentriert sich danach im Schwerpunkt auf den Sohn Chris und den Ehemann John. Während John in der Hofeinfahrt beginnt ein Boot zu bauen und richtig Probleme mit seinem Chef wegen der Arbeit bekommt, beginnt der Sohn an der Nähmaschine der Mutter T-Shirts mit Flicken zu benähen und durch den Verkauf dieser an der Schule seine Familie, welche ja jetzt nur noch aus seinem Vater besteht, zu unterstützen.

Aus tiefster Seele ist ein ruhiger Film, welcher von dem tollen Zusammenspiel von Vater und Sohn lebt. Besonders der Sohn Chris, gespielt von Devon Gearhart, hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist wirklich kein komplexer Film, es ist aber ein Film mit ganz viel Herz. Irgendwie sagt der Film auch aus, scheiss auf die Nachbarn was die von uns denken, wir bauen ein Boot weil es mir für die Verarbeitung der liebevollen Erlebnisse mit Mary wichtig ist, und der Sohn näht Flicken auf und unterstützt seinen Vater dann wirklich sehr bewegend, als er schon aufgeben wollte.

Es ist kein Film mit unglaublich viel Tiefgang bis zum Abgrund, aber gelegentlich brauche ich auch mal Filme die mich im Herzen anfassen aber nicht direkt zu Boden werfen, viel Liebe und ein Ziel, welches hier auf eine richtig tolle Szene am Ende hinausläuft, und die Klischeefalle und Kitschfalle umschifft.

Mary Marino (Marcia Gay Harden), Ehefrau und Mutter, leidet an einer ausgeprägten Form der Schizophrenie. Sie kommt gerade von einer weiteren Therapie nach Hause zurück und frönt ihrem Hobby, dem Malen. Für den Moment scheint alles in Ordnung zu sein, doch man kann schon erahnen, dass dieser illusorische Frieden nicht ewig anhalten würde. Und schon bald bringt sie tatsächlich ihre eigenen Familienmitglieder in ernste Gefahr, verletzt ihren jungen Sohn während einer Wutattacke. Eines Tages stehen ihr Mann John (Joe Pantoliano) und ihr Sohn Chris (Devon Gearhart) entgeistert vor dem Haus nachdem einmal mehr die gesamte Nachbarschaft geweckt wurde. Sie sehen hilflos zu, als die Polizei eintrifft und die kranke Frau in Gewahrsam nimmt. Vater und Sohn müssen nun lernen, mit der Schizophrenie der Ehefrau und Mutter umzugehen und herausfinden, was es bedeutet, eine Familie zu haben.
Regie: Joseph Greco, Schauspieler: Joe Pantoliano, Marcia Gay Harden, Devon Gearhart

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