Posted by herr.filmtanz on Aug 30, 2014

Jappeloup – Eine Legende | Kritik

[29.08.2014 #1414] Jappeloup – Eine Legende (Drama, Frankreich, 2013)

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“Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“ So sehen es zumindest viele pferdebegeisterte Menschen in Deutschland. Doch für Pferde bedeutet es kein Glück, mit scharfen Mundstücken, Sporen und Gerten über Stock und Stein gescheucht zu werden.” via Peta

Nein ich lese nicht die Wendy. Mich faszinieren Pferde besonders, wenn es um die Symbiose von Mensch und Tier geht. Nach dem Film (Olympic Gold 1988 für Jappeloup, Live-Video unten), wurde mir auf einmal ganz mulmig ums Herz und echt übel. Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken über das Springreiten gemacht. Direkt nach dem Film dann der Gedanke “Ist es nicht Tierquälerei das Pferde über so ein Hindernis springen ?” Direkt bei Google der erste Treffer, peta.de. Hier ist dann die Rede, es gibt Pferde welche speziell dafür gezüchtet werden das Springen zu mögen, das soll dann keine Tierquälerei sein, sagt man. Die Methoden mit welchem man Pferden in jungen Jahren beibringt, die Beine oben zu halten, die Stange beim Sprung nicht zu werfen, ist unglaublich grausam.

Es gibt bestimmt Menschen die bei einem Blick in die großen Augen eines Pferdes, der Berührung, eine Symbiose fühlen. Nur wenigen Menschen ist es vergönnt, hier nicht egoistisch und ohne Gefühl zu handeln. Das eigene Ego und den Erfolgsdruck sollte man nach einer Berührung und dem Blick in die Augen verstehen. Hier handelt es sich um Tierquälerei, schaut man sich das Video an.

Kein Pferd auf der Welt springt freiwillig über ein so grosses Hindernis. Jeder der sagt, die Pferde mögen das, ist ein Tierquäler. Pferde machen so etwas nur im Zustand der Panik und unter Angst. Sicherlich gehören die Pferde zu den wunderbarsten Lebewesen auf diesem Planeten, im Herzen mit ihnen fühlen können nur wenige Menschen. Sehr rein im Herzen muss man sein, um die Seele eines Pferdes selbst in sich sehen zu können. Egoistisch wie Menschen sind, Hauptsache mir geht es gut, zeigt der Film sehr schmerzlich, wie weit man gehen kann, das Leid eines Tieres in Kauf nehmend, um selbst jubelnd mit Gold sich am Ziel zu fühlen.

Ja Ja, ich bin unbequem, meine Gedanken rumpeln, werden auch mal laut in Bezug auf Tiere, und hier bin ich einfach ein Blogger. Gedanken befreien macht so unglaublich Luft im Gehirn und im Herzen !

Pierre Durand (Guillaume Canet) gibt seine Anwaltskarriere auf, um sich ganz seiner Leidenschaft, dem Springreiten, zu widmen. Unterstützt von seinem Vater feiert er immer größere Erfolge mit ‘Jappeloup’, einem Pferd, das als zu klein und unberechenbar gilt, jedoch über ein herausragendes Springtalent verfügt. Als die Erfolgsserie des Springduos einen abrupten Dämpfer erleidet, wird Pierre sich seiner Schwächen bewusst. Mithilfe seiner Frau und Jappeloups Pflegerin gewinnt er letztlich das Vertrauen seines Pferdes und die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Seoul rückt in greifbare Nähe.
Regie: Christian Duguay, Drehbuch: Christian Duguay, Schauspieler: Donald Sutherland, Guillaume Canet, Daniel Auteuil, Marina Hands, Tchéky Karyo, Lou de Laâge, Jacques Higelin

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