Posted by herr.filmtanz on Oct 31, 2014

Joe – Die Rache ist sein | KurzKritik

Joe – Die Rache ist sein (Drama, Thriller, USA, 2013)

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Leben beenden, wo neues Leben entstehen soll.

“Joe” ist ein dreckiges Indie-Südstaaten-Drama, ein glaubhaftes Eintauchen in eine Welt voller Hoffnungslosigkeit. Ein Indie-Drama für welches man sich Zeit und Geduld nehmen muss. Leben beenden, wo neues Leben entstehen soll. Der Ex-Häftling Joe Ranson (Nicolas Cage) und der 15-jährige Gary (Tye Sheridan), welcher in seinen jungen Jahren aufgehen möchte wie ein frisch gepflanzter Baum.

Kraftvoll leise und ruhig ist dieser Indie-Film. Mit einem Nicolas Cage, welcher hier sein tolles Potenzial zwar zeigen darf, man aber durch den etwas trägen Plot den durchfühlenden Transport seiner Person vor die Leinwand vermisst. Loben möchte ich vor allem auch Tye Sheridan, welcher hier den 15-jährigen Gary spielt. Das Potenzial von Tye Sheridan und Nicolas Cage fühlt sich in diesem Indie-Film richtig gut an. Der Film verpasst den beiden aber nicht den verdienten Plot, welcher die immer fühlbare Distanz zu durchbrechen vermag.

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Ein Drama darf unaufgeregt ruhig sein, aber dann sitze ich im Geiste und im Gefühl mit auf der Treppe, als eines der Personen. Sehenswert, der gedankliche Nachhall verflüchtigt sich zusehends ohne bleibende nachhaltige Tiefenwirkung zu schnell.

Ex-Häftling Joe Ranson (Nicolas Cage) führt mit regelmäßigem Alkoholkonsum, kaputter Ehe und zurückgelassenen Kindern selbst nicht gerade ein tugendhaftes Leben. Trotzdem gibt er dem erst 15-jährigen Gary (Tye Sheridan) einen Job in seinem Forstbetrieb, und damit auch eine Chance auf ein neues Leben. Denn Garys Eltern sind schwer alkohol- und drogensüchtige Herumtreiber auf dem Weg in den kriminellen Abgrund, Joe möglicherweise Garys letzter Ausweg aus einer zunehmend gefährlichen Welt.

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[24.10.2014 #1468]

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