Gepostet von herr.filmtanz am Nov 20, 2014

Maidentrip | Laura Dekker | Kritik

Maidentrip (Regie Jillian Schlesinger, Segelabenteuer, USA, 2013)

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Das Geschenk der Freiheit, die Wolkensegel der Freiheit

Die niederländisch-deutsch-neuseeländische Seglerin Laura Dekker (* 20. September 1995) ist die jüngste Einhandweltumseglerin, sie beendete ihre Weltumseglung erfolgreich am 21.01.2012, nach 518 Tagen.

Wie für bestimmt andere auch, ist die Erfahrung des Lebens in einer Isolation und ganz alleine mit diesem Wunderwerk Natur zu sein, eine unglaubliche Sehnsucht. Ich begegne Menschen, wie z.B. dem Dokumentarfilmer Andreas Kieling mit höchstem Respekt, man könnte auch sagen ich verschlinge seine Reiseberichte. Aber auch dank Werner Herzog habe ich mit z.B. dem Film „Happy People – Ein Jahr in der Taiga“ und seinen Büchern, unglaubliche Momente erlebt, Momente die mich sehr bereichert haben.

Die 14-jährige Laura Dekker soll ganz alleine, ohne Support-Team, auf eine Weltumseglung mit ihrer Guppy starten. Ein Pressesturm ging damals durch die Medien, ein Rechtsstreit, viele Stimmen der absoluten Entrüstung, wie kann man als Eltern nur so verantwortungslos sein. Hat man sich nur eine Sekunde mit dem Leben von Laura Dekker und das ihrer Eltern befasst, wird sofort klar, sie muss diese Lebensreise antreten, weil sie reif genug ist für das Abenteuer Leben und die Natur. Ich habe unglaublich gejubelt, als sie am 21. August 2010 mit ihrer Guppy in See gestochen ist.

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Schon ab dem ersten Moment, als ich von diesem Abenteuer von Laura Dekker erfahren habe, ging es mir in keiner Sekunde um das Segeln. Es war vielmehr die Faszination, einer jungen Frau diese unglaubliche Freiheit zu schenken, welche mich so unglaublich bewegt und fasziniert hat.
Lange war dann erst mal Ruhe, und während ich sie nie aus dem Gedanken verloren habe, war dann die Rede von einem Film über ihre Reise. Es sollte noch sehr lange dauern, bis ich ihr Licht der Freiheit von der Leinwand veratmen durfte.

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Laura Dekker hat hier das schönste Geschenk in ihren jungen Jahren von ihrem Vater geschenkt bekommen „Die Atmung der Freiheit im Herzen“. Ich empfinde absolute Hochachtung für Laura Dekker und ihre unglaubliche Leistung, und bin sehr dankbar, dass sie uns so dicht, quasi als „Blinder Passagier“, mit auf diese Reise genommen hat.

Der bewegendste Moment mit Laura Dekker auf ihrer Weltumseglung ist die Szene „Das Weinen der Delphine“. Ich werde diesen Moment niemals vergessen in meinem Herzen, eine Symphonie der Symbiose mit der Natur und dem Wunderwerk Leben.

Danke Laura Dekker für diese wunderbaren Momente aus deinem Leben 😀 Du hast uns allen in dieser Welt sehr viel geschenkt, für das Herz und auch für das eigene Leben, wunderbar :-) Ein Geschenk, für welches ich dir in absoluter Hochachtung sehr dankbar bin.

Es war für mich emotional überwältigend, diese Freiheit mit dir zu erleben, die Symbiose mit der Natur :-)

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Zunächst schien ihre Weltumsegelung unter keinem guten Stern zu stehen. Denn als Laura Dekker am 21. August 2010 mit ihrer Ketsch Guppy aus dem Hafen von Gibraltar auslief, hatte sie schon einiges hinter sich. Anscheinend wusste ganz Holland besser als sie selbst, was ein 14jähriges Mädchen kann, darf – und vor allem tun sollte. Nach einem einjährigen Rechtsstreit zwischen Lauras Vater und dem Jugendamt gaben die Behörden schließlich grünes Licht für das Abenteuer. Und während die Fernsehteams in Portimão vergeblich auf Laura warteten, stach sie klammheimlich von Gibraltar aus in See, um 518 Tage später als jüngste Solo- Weltumseglerin zurückzukehren. Gefilmt hat sie die Reise selbst: Maidentrip ist ihre Geschichte. (Quelle: OceanFilmTour)

14-year-old Laura Dekker sets out – camera in hand – on a two-year voyage in pursuit of her dream to be the youngest person ever to sail around the world alone. In the wake of a year-long battle with Dutch authorities that sparked a global storm of media scrutiny, Laura now finds herself far from land, family and unwanted attention, exploring the world in search of freedom, adventure, and distant dreams of her early youth at sea. Jillian Schlesinger’s debut feature amplifies Laura’s brave, defiant voice through a mix of Laura’s own video and voice recordings at sea and intimate vérité footage from locations including the Galapagos Islands, French Polynesia, Australia, and South Africa.

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[16.11.2014 #1488]

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