Posted by herr.filmtanz on Mar 5, 2018

KRIEGERIN | Alina Levshin | David Wnendt | TV-Tipp am Mo.

kriegerin-1Mo. auf Di. 05.03.2018, um 00:15 Uhr auf ZDF.

Eine junge Frau aus Mecklenburg schlägt und tritt sich als Neo-Nazi durch ihr tristes Dasein, bis ein Mädchen aus “besseren” Kreisen in ihre Kameradschaft drängt und ein jugendlicher Flüchtling aus Afghanistan ihre Wege kreuzt. Der spannend und intensiv erzählte, gut recherchierte Debütfilm zeichnet abseits von Klischees ein authentisches Bild des braunen Milieus in Ostdeutschland und lässt sich mutig auf die Binnensicht seiner Figuren ein. Im letzten Drittel psychologisiert er allzu sehr seine Protagonistin, die sich zur mutig-sensiblen Humanistin wandelt. Dies strapaziert nicht nur die Glaubwürdigkeit der Erzählung, sondern untergräbt auch die realistische Darstellung der rechten Szene. (Filmdienst)


Jung, weiblich, rechtsradikal. Marisa (Alina Levshin) ist zwanzig und Teil einer Jugendclique der rechtsextremen Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt. Auf ihrer Schulter hat sie ‘Skingirl’ tätowiert, vorne ein Hakenkreuz. Marisa schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie hasst Ausländer, Schwarze, Politiker, Juden und die Polizei. In Marisas Augen sind sie alle schuld. Sie sind schuld daran, dass ihr Freund im Knast sitzt und alles um sie herum den Bach runter geht: ihr Leben, ihre Stadt, das Land und die ganze Welt. In diesem Sommer wird sich alles ändern. Svenja (Jella Haase), ein junges Mädchen, stößt zur Clique und geht Marisa gehörig auf die Nerven. Marisa und ihre Clique geraten mit Jamil (Najebullah Ahmadi) und Rasul (Sayed Ahmad) aneinander, zwei jungen Asylbewerbern, die hier in der Provinz gestrandet sind. Der Streit eskaliert, Marisa ist nicht zu bremsen. Ohne es zu ahnen löst sie eine Kette von Ereignissen aus, die alles komplett auf den Kopf stellen. Während Svenja immer tiefer in die rechte Szene rutscht, gerät Marisas Weltbild ins Wanken. Sie beginnt sich zu ändern, doch der Weg raus wird härter als sie ahnt…

‘Kriegerin’ wurde sechsmal für den Förderpreis Deutscher Film nominiert, in den Kategorien Regie (David Wnendt), Drehbuch (David Wnendt), Schauspiel weiblich (Jella Haase und Alina Levshin) und Schauspiel männlich (Sayed Ahmad Wasil Mrowat und Gerdy Zint). ‘Kriegerin’ ist eine ‘Mafilm Produktion’ in Ko-Produktion mit dem ZDF ‘Das kleine Fernsehspiel’ und der Hochschule für Film und Fernsehen ‘Konrad Wolf’, mit Jella Haase (‘Männerherzen und die ganz große Liebe’) und Alina Levshin (‘Im Angesicht des Verbrechens’) in den Hauptrollen. Für ihre Rolle in Dominik Grafs ‘Im Angesicht des Verbrechens’ wurde die 26-jährige Alina Levshin 2010 mit dem Ensemblepreis in der Kategorie ‘Besondere Leistung Fiktion’ und 2011 für den Günter-Strack-Fernsehpreis nominiert. Sie gehört zu den großen Nachwuchshoffnungen des Deutschen Films. Levshin wurde außerdem beim 35. Sao Paulo International Filmfestival ‘Mostra’ als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet sowie für die ‘Beste darstellerische Leistung – weibliche Hauptrolle’ beim Deutschen Filmpreis 2012.

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Kriegerin

Von David Wnendt, mit Alina Levshin,
Jella Haase und Gerdy Zint.
(FSK12, Drama, Deutschland, 2011)

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