Posted by herr.filmtanz on Jan 11, 2015

Mindscape – Anna | Mark Strong | Taissa Farmiga | Kritik

Anna – Mindscape (Jorge Dorado, Thriller, Frankreich, Spanien, USA, 2013)

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Wenn Traumata Flügel bekommen

John Washington (Mark Strong) arbeitete bei der Firma Mindscape, welche von Gerichten beauftragt wird, durch die Infiltration der Gedanken von Personen, Sachverhalte zu verifizieren oder zu widerlegen. Mitten in einer Erinnerungsreise, er ist als unsichtbarer Beobachter mitten drin, überlagern Erinnerungen vom Tod seiner Frau, und er erleidet einen Schlaganfall. Sein Chef gibt ihm die Möglichkeit der Rehabilitation, er soll sich der 16-jährigen Anna Green (Taissa Farmiga) annehmen, welche einem sehr reichen Elternhaus entstammt.

Angekommen auf dem Anwesen beginnt die erste Sitzung von John Washington mit der 16-jährigen Anna. Sie befindet sich seit einer Woche im Hungerstreik und wird Aufgrund einer Selbstverletzung in einem gesicherten Raum mit 24-Stunden Videoüberwachung gehalten. Anna ist klug, künstlerisch sehr begabt, und schon am Anfang wird sofort klar, sie ist kein normaler Teenager. John Washington soll im folgenden herausfinden ob sie Opfer eines Traumata ist oder wirklich eine verrückte Soziopathin. In den folgenden Sitzungen mit Anna werden sich für John Washington immer mehr Ungereimtheiten ergeben, die ihn selbst an sein Limit bringen. Ist Anna nun wirklich dieses bösartige Teenager-Monster, wie es in den Erinnerungsreisen sichtbar wird ?

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Komponiert wird der Thriller zu Anfang und im Folgenden, mit einer unglaublichen Bildgewalt und Sogwirkung in den Thriller hinein. Es ist ein Transport der Bilder ins eigene Gehirn, dessen Klang man wie einen Schauer bis ins eigene Rückenmark spüren kann. “Mindscape” kann dieses Thriller-Kribbeln, welches ich so liebe, über eine sehr lange Zeit im eigenen Körper aufrecht erhalten, man dürstet nach der Auflösung, wie ein tollwütiger Hund. Zu Verdanken ist dieses auch der fühlbaren Chemie des Zusammenspiels von Mark Strong und der jungen Schauspielerin Taissa Farmiga, in ihr fühle ich Potenzial 😀

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Dem spanischen Regisseur Jorge Dorado ist hier ein starker und spannender Thriller gelungen dessen die Leinwand umspannende Thriller-Aura den Zuschauer durchflutet, und der Klang der Photographie des Films einen richtig großen Spass macht.

Ich hadere noch mit mir über den Geschmack der Auflösung des Films. Schmecken Federkissen nun doch zu süß oder sind sie Freiheit ? Sich etwas Besseres wünschen, kann man machen, den Thriller anschauen auch 😀
Der Thriller unterhält fesselnd fühlbar, darauf kommt es an 😀

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Kriminalpsychologe John Washington (Mark Strong) hat die einzigartige Fähigkeit, in das Gedächtnis anderer Menschen eintauchen zu können. Sein neuster Fall stellt ihn allerdings auf eine harte Probe. Bei der äußerst intelligenten und gleichzeitig gestörten 16-jährigen Anna Green (Taissa Farmiga) soll er herausfinden, ob sie lediglich das Opfer eines schlimmen Traumas oder doch eine Soziopathin ist.
Regie: Jorge Dorado, Schauspieler: Brian Cox, Noah Taylor, Mark Strong, Jessica Barden, Indira Varma, Richard Dillane, Taissa Farmiga, Saskia Reeves

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