Posted by herr.filmtanz on Dec 26, 2015

Kon-Tiki | Thor Heyerdahl | Monument | Kritik

Kon-Tiki (Joachim Rønning und Espen Sandberg, Drama, Abenteuer, Biopic, DK, GB, NO, 2012)

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Thor Heyerdahl war überzeugt davon, dass die polynesische Kultur ihren Ursprung in Peru hat. Am 28. April 1947 trat Thor mit fünf weiteren Männern den Beweis startend aus Callao/Peru an, dass es möglich ist, mit einem einfachen Floß aus Balsaholz in 101 Tagen eine Strecke von 3.770 sm (6.980 km) zurückzulegen. Thor Heyerdahl hat damit gezeigt, dass es auch schon vor 1500 Jahren mit einem einfachen Floß möglich gewesen ist, dass Polynesien von Südamerika besiedelt werden konnte.

Ich bin in die Kon-Tiki mit höchsten Erwartungen eingestiegen, habe ich doch in meiner Kindheit in Skandinavien unzählige Urlaube dort verbracht. Durch meine Mutter, sie war ein Skandinavien-Fan, war das auch immer ein Bildungsurlaub, bei dem ich mir heute wünschen würde, wäre ich doch etwas älter gewesen bzw. hätte ich doch viel mehr von ihrer Begeisterung für Thor Heyerdahl mitnehmen können. Erinnern kann ich mich aber noch an die Faszination als wir das Kon-Tiki-Museum in Oslo besucht haben. Voller Ehrfurcht und Hochachtung habe ich vor der Kon-Tiki gestanden, und konnte es kaum glauben. Ein paar Holzstämme und ein kleines Häuschen, damit auf offener See, mit fünf Norwegern und einem Schweden, 101 Tage lang im Einklang mit der Natur und dieser ausgeliefert sein, einfach atemberaubend.

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Schaut man sich das Extra zu diesem Film auf der DVD an, hört die Regisseure Joachim Rønning und Espen Sandberg, den Thor Heyerdahl Schauspieler Pål Sverre Valheim Hagen und die vielen, vielen sehr interessanten Menschen zu und über die Entstehung dieses Films sprechen, wird einem ganz schwindelig. Die Mühe und die Hochachtung gegenüber dieser unglaublich interessanten Person Thor Heyerdahl ist hier in jeder Sekunde fühlbar.

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“Kon-Tiki” setzt Thor Heyerdahl und den fünf Männern mit ihrer Reise auf der Kon-Tiki ein sehenswertes und würdiges Denkmal. Auch wenn das Durchlebt sein der Person nach der Reise und dieses sehr dicht an der mit einem Oscar ausgezeichneten Dokumentation bleiben musste und auch bleibt, konzentriert sich der Film auf das Abenteuer und leider zu wenig auf die Menschen selbst. Sechs Männer, 101 Tage Haut an Haut, sie kannten sich vor der Reise nicht mal.

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Das im Herzen gefühlte Lebensziel, fühlen kann ich es selbst jeden Tag. Es auch umzusetzen bedeutet die Lebensenergie von Thor Heyerdahl zu verinnerlichen. Nach dem Film “Kon-Tiki” bekommt man eine rauschende Lust, sich endlich wieder mit Tiefgang mit diesem sehr besonderen und auch einzigartigen Menschen zu befassen. Seine Lebensgedanken sind zu magisch, das kann kein Film leisten. Kon-Tiki verdient aus tiefstem Herzen eine Bewunderung in Hochachtung, Skandinavien Rocks 😀

Thor Heyerdahl ist und bleibt auch nach dem Film ein Held. Die Komplexität dieser Person vermag “Kon-Tiki-Der-Film” nicht bis ins Herz zu durchleuchten und zu transportieren. Vielleicht ist die Botschaft auch einfach “Folge dem Strom des Herzens, und du wirst bereichert”.

Die stärkste Kraft in der Natur ist der Wille, zu überleben: Auf einem gefährlichen Seefahrts-Abenteuer werden sechs Männer bis an die Grenzen ihres Durchhaltevermögens getestet. ‘Kon-Tiki’ erzählt die die waghalsige und wahre Geschichte des norwegischen Naturkundlers Thor Heyerdahl, der 1947 mit fünf Gefährten eines der großen Geheimnisse der Völkerwanderung lösen will: Wie haben Menschen einst die abgelegenen Archipele Polynesiens besiedelt? Ein Ingenieur, zwei Funker, ein Kunstmaler und ein Ethnologe begleiten Heyerdahl auf einem nach uralter, südamerikanischer Tradition gebautem Holzfloß auf seiner gefahrenvollen Reise ins Ungewisse. Zwischen Peru, dem Ausgangspunkt der Expedition und ihrem Ziel erstreckt sich eine 7000 Kilometer weite gefahrenvolle Wasserwelt – und keiner der Männer an Bord ist ein ausgebildeter Seefahrer. Thor setzt für diese Reise alles aufs Spiel, sogar seine Ehe. Er muss sein Ziel erreichen.
Regie: Joachim Rønning und Espen Sandberg, Schauspieler: Gustaf Skarsgård, Anders Baasmo Christiansen, Pål Sverre Valheim Hagen, Odd Magnus Williamson, Tobias Santelmann


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