Posted by herr.filmtanz on Aug 18, 2016

JACKIE | Holly Hunter | FilmTipp | Kritik

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In den 70er Jahren haben sich das homosexuelle Männerpaar ihren Kinderwunsch mit Hilfe einer Hippie-Mutter in den USA erfüllt. Die Niederländischen Zwillingsschwestern Sofie (Carice van Houten) und Daan (Jelka van Houten) haben in ihrem Leben nie eine weibliche Bezugsperson gehabt. Eines Tages klingelt das Telefon, es ist ein Anruf aus den USA. Ihre Leihmutter Jackie (Holly Hunter) hat sich das Bein gebrochen und benötigt familiäre Hilfe. Sofie, man könnte sie als vom Ehrgeiz zerfressen bezeichnen, hat auf diese Tour, dieses Lebensroadmovie nur sehr wenig Lust. Daan dagegen hat sich ihre Mutter in ihren Fantasien ein Leben lang ausgemalt. Sie ist unglaublich gespannt darauf, ihrer Leihmutter zu begegnen. Zusammen macht sich das Schwesternpaar aus den Niederlanden auf nach USA. Zwischen den Schwestern herrscht eine intensive Distanz zu Beginn des Road-Movie.

Eigentlich sollte es eine einfache Aufgabe sein Jackie in das 500 Meilen entlegene Reha-Zentrum zu bringen, denkt man. Da Jackie aber nicht fliegen darf, machen sich die Drei in dem Wohnmobil von Jackie auf den Weg. Jackie muss die letzen Jahrzehnte, ihr ganzes Leben, in diesem Wohnmobil gelebt haben. Jackie wirkt unnahbar, wild, verzweifelt, dass ihr dieser Beinbruch sie ihrer Freiheit beraubt hat. Am Anfang haben wir drei Menschen, welche sich ferner nicht sein könnten. Zum Stillstand kommt das Wohnmobil mit den Dreien mitten in der Wüste, das Benzin ist leer, und Sofie saugt mit ihrem Laptop der Batterie auch noch das letze bisschen Energie aus. Plötzlich müssen sich Sofie und Daan ihrer Realität stellen und ihr bisheriges Leben revidieren. Ein Roadmovie hat auch immer ein Ziel, hier ist es ein Ziel, bei welchem sich für Sofie und Daan sehr viel verändern wird. Man muss wirklich manchmal durch einen Schlangenbiss dem Tode nah sein oder einem wilden Stier in der Wüste begegnen, bis einem endlich ein Licht aufgeht. Alle Drei werden sich in diesem intensiven Roadmovie unglaublich viel schenken. Es wird kein einfacher Weg sein. Um ihre Töchter zu beschützen greift Jackie dann auch schon mal zur Shotgun. Jackie ist wirklich eine Art Indiana Jones, da hält sie auch das Gipsbein nicht von ab.

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Warum hat sich Jackie das Bein gebrochen ? Sehr intelligent sind zu dieser Frage, nur für eine Sekunde im Laufe des Films gezeigt, Dinge in dem Wohnmobil zu sehen, bis einem am Ziel angekommen, bei dem unerwarteten Ende, die Ohren schlackern.
“Jackie”, man darf über den Film nicht mehr verraten, es würde sonst keinen Spass machen. Klar ist aber auch, ich kann mit dem Thema, seine Mutter nicht zu kennen, sehr viel im Herzen anfangen, möchte darüber (Nothing Personal Regel) nicht weiter ausführen.

“Jackie” war für mich eines der emotional großartigsten Filme der letzen Monate. Es ist überwältigend mit welcher Energie die Darsteller, von anfänglicher Distanz, sich annähernd so tief in das eigene Herz spielen können. Der Film hat mit seinen sehr genialen Überraschungen so eine unglaubliche Aura und Strahlkraft, ich war unglaublich überwältigt. Ein erhebliches Taumeln der Tränen im Herzen, einfach unglaublich 😀

Als die niederländische Regisseurin Antoinette Beumer zusammen mit den Schwestern Carice van Houten und Jelka van Houten, sie spielen hier überragend die Zwillingsschwestern, nach Amerika auszogen, um zusammen mit Holly Hunter der Filmwelt dort mal so richtig die Leviten in Sachen “So macht man einen Roadmovie richtig” zu lesen. Meine Tränen und mein Herz verbeugen sich ebenfalls vor der atemberaubenden und wunderbaren Holly Hunter (Das Piano), welche hier die Mutter Jackie spielt. Freut euch auf die Dialoge, sie sind großartig, einfach klasse :-)

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In Belgien und den Niederlanden muss es einen geheimen Zaubertrank für Regisseure und Schauspieler geben, so viel ist sicher. “Jackie” hat so ein offenes und großartiges Herz, verdammte Scheiße!!! es ist zum verneigen :-) “Jackie”, selten haben sich meine Tränen der Freude und der Trauer so ehrlich verbeugt, was ein Werk, was ein Einschlag auch in das eigene Leben. Das Leben was Jackie führt, ich würde sofort mit ihr tauschen wollen. Ihr wurde in diesem Film das größte Geschenk zu teil, Danke :-)

Ein Anruf stellt Sofies (Carice van Houten) und Daans (Jelka van Houten) Welt auf den Kopf. Ihre Mutter Jackie (Holly Hunter) liegt mit Knochenbruch in einem US-Krankenhaus und braucht Hilfe. Die holländischen Zwillingsschwestern haben Jackie nie gesehen. Für Sofie ist sie die Eizellen-Lieferantin, mit der sich ihre schwulen Väter ihren Kinderwunsch erfüllt haben. Für Daan aber, ist das die Chance, auf die sie schon ihr ganzes Leben gewartet hat. Die Schwestern fliegen zu ihrer Mutter in die USA und erleben eine Überraschung die ihr Leben verändern wird.
Regie: Antoinette Beumer, Schauspieler: Carice van Houten, Holly Hunter, Jelka van Houten, Lynda Fazio, Howe Gelb
(Drama, Komödie, Nierlande, 2012)

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