Posted by herr.filmtanz on Feb 27, 2017

Zatoichi – Der blinde Samurai |  北野 武 Takeshi Kitano | TV-Tipp am Mo.

Ich hoffe, euer Katana liegt griffbereit? Der meisterhafte Takeshi Kitano lädt ein zu einem Kampf. Es wird viel Blut spritzen, aber auch die Lachmuskeln bekommen eine gehörige Massage. Wer dann noch lebt, darf am Ende auch tanzen. Und das macht wirklich einen riesigen Spass :-) Takeshi Kitano als Regisseur und Schauspieler, ich verehre ihn zutiefst für seine Genialität.

Mo. 27.02.2017, um 22:25 Uhr auf TELE5.
Von Takeshi Kitano, mit Takeshi Kitano und und Tadanobu Asano.
(Drama, Eastern, Japan, 2003)
Werbe-Filmspielzeit-Ratio 145/116 Min.

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Zatoichi – Der blinde Samurai – Wikipedia

Hintergründe zum Film
Chieko Saito, eine gute Freundin des verstorbenen Original-Zatōichi-Darstellers Shintarō Katsu und Besitzerin der Filmrechte, wandte sich an Takeshi Kitano mit der Bitte, die in den 1960er-Jahren begonnene Zatōichi-Filmreihe fortzuführen, deren bis dahin letzter Teil 1989 gedreht worden war.

Kitano behielt einige Grundzüge der Kultfigur bei, fügte aber auch moderne Elemente hinzu: So erhielt Zatōichi platinblonde Haare und ein rot angemaltes Schwert, um seinen Außenseiterstatus noch zu unterstreichen. Außerdem wurden einige Gewaltszenen mit Computeranimation absichtlich übertrieben oder verfremdet dargestellt. Trotz der Anwesenheit eines Choreographen zog Kitano es vor, die Kämpfe selbst zu inszenieren. Da er dabei seine Augen geschlossen halten musste, kam es bereits während der Proben beinahe zu einer schweren Augenverletzung.

Die Tochter Akira Kurosawas, Kazuko Kurosawa, war für die Kostüme zuständig.

Die Steptanztruppe “The Stripes”, die im Finale einen zehnminütigen Auftritt absolviert, ist Kitanos persönliche Lieblingsgruppe. In ihrer westlich-afrikanischen Art des Tanzes erinnert die Sequenz allerdings mehr an „Stomp“ oder an Hiphop als an Kabuki.

Interessant ist der rhythmische Einsatz von den Geräuschen der Bauern, die mit ihren Harken das Feld pflügen, oder von Handwerkern, die mit ihren Werkzeugen die Holzbalken für ein neues Haus bearbeiten. Diese Rhythmen stehen meistens im Gegensatz zur eigentlichen Filmmusik und erzeugen dadurch einen spannenden Kontrast.

Laut einem Interview sieht Kitano in der Homosexualität in der japanischen Geschichte und Kultur ein unterschwelliges Thema. Der Film enthält daher recht deutliche Bezüge.

„Der Film kann […] als Versuch einer künstlerischen Selbstverortung zwischen Tradition und Gegenwart sowie zwischen Ost und West gelesen werden.“

– Claus Löser: Zatoichi – Der blinde Samurai in film-dienst

Japan im 19. Jahrhundert. Zatoichi (Takeshi Kitano) ist ein blinder Wanderer, der sich seinen Lebensunterhalt mit Glücksspiel und Massagen verdient. Doch hinter der bescheidenen Fassade versteckt sich ein meisterhafter Schwertkämpfer, der blitzschnell und mit unfassbarer Präzision zuschlägt. Zatoichi lässt sich in einem kleinen Bergdorf nieder, in dem die Ginzo-Gang mit unerbittlicher Härte regiert. Kompromisslos beseitigen die Ginzo-Männer jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Bald schon eskaliert die Lage und Zatoichi sieht sich gezwungen einzuschreiten. Und wo er die Klinge seines, in einem Gehstock verborgenen, Samuraischwerts aufblitzen lässt, werden keine Gefangenen gemacht. Schlechte Zeiten brechen an für die Ginzo-Gang.

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