Posted by herr.filmtanz on Aug 30, 2015

The Gunman | Sean Penn | BlitzKritik

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Großes Sean Penn Desaster

Ich will mich hier nicht ganz großkotzig als Orakel hinstellen und sagen, Sean Penn mit seinen Mitte fünfzig – abartig durchtrainiert – als Killer-Maschine mit einer Waffe in der Hand, dass will und kann ich mir nicht vorstellen.
Es sollte ein Desaster werden, auch wenn es mir in der Seele weh tut, dieses zu sagen.

Natürlich hat hier die Neugier gesiegt, wie bei vielen anderen auch, welche Sean Penn sehr achten. Sean Penn ist als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur ein Mensch, für welchen ich uneingeschränkte Hochachtung aussprechen muss. Er hat als Regisseur in vier Filmen Regie geführt und wurde mit zwei Oscars für seine brillante Leistung als bester Hauptdarsteller in ‘Mystic River’ und ‘Milk’ geehrt. Hinzu kommt noch, dass seine atemberaubende Leistung in ‘Cheyenne – This Must Be the Place’ in Worten kaum auszudrücken ist und Sean Penn, als Regisseur, mir mit ‘Into the Wild’ eines der größten Geschenke gemacht hat. Dafür bin ich ihm sehr dankbar 😀

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Drei Leute haben an dem Drehbuch zu ‘The Gunman’ rumgeschrieben, darunter auch Sean Penn. Ich behaupte jetzt mal, dass man die wenigen Stellen, welche Sean hinzugefügt hat, sehr deutlich spüren kann. Der Söldner Jim Terrier (Sean Penn) verliebt sich im Kongo in die Entwicklungshelferin Annie (Jasmin Trinca). Zum einen kann ich bei der Problematik und Thematik spüren, warum Sean diese Rolle interessiert hat. Nur mal angenommen, Sean hätte das komplette Drehbuch geschrieben. Es währe sicherlich ein sehr spannender Politthriller geworden, welche die Handlung komplett und durchgehend im Kongo verortet.

Lieber Sean Penn, jeder hat mal schlechte Tage auf der Leinwand, macht auch mal Experimente. Bitte, keine Action Rollen dieser Art mehr! Du bist Arthouse-Liebenden Menschen wie mir, welche deine bereichernden Leistungen aus tiefstem Herzen lieben, viel zu wichtig, um sich in so einer Rolle zu verschwenden!


Meine geliebte Süddeutsche-Zeitung findet hier umfangreichere Worte, welche ich aus tiefstem Herzen sofort unterschreibe. Es tut so weh!

Sean, die Galapagos-Schildkröte – Artikel in der Süddeutschen

“Und dann diktierte er seine Bedingungen: Ich muss ein Söldner-Killer-Philosoph sein. Es muss etwas mit Entwicklungshilfe im Drehbuch vorkommen, und ein Flüchtlingscamp, in dem ich wenigstens zeitweise arbeite. Ich möchte Jim Terrier heißen. Außerdem sollte die kriminelle Rolle internationaler Bergbaukonzerne im Kongo beleuchtet werden, das schreibe ich notfalls selbst ins Drehbuch rein. Ansonsten würde ich gern mit freien Oberarmen spielen und mindestens einmal surfen.”

Die Beschreibung des Verleihs zu ‘The Gunman’.
Jahre nach seinem letzten Einsatz holt die Vergangenheit den Ex-Söldner Jim Terrier (Sean Penn) ein. Er gerät ins Fadenkreuz seines ehemaligen Auftraggebers und ein gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel von Afrika über London bis nach Barcelona beginnt. Terrier muss nicht nur um sein eigenes Leben kämpfen, sondern auch um die Frau, die er liebt. In einem nervenaufreibenden Showdown spitzen sich die Ereignisse im Kampf gegen eine übermächtige Organisation zu…

Der zweifache Oscar-Preisträger Sean Penn stand im adrenalingeladenen Spionagethriller für den Regisseur von ‘Ghettogangz’ (2004), ‘Taken – 96 Hours’ (2006) und ‘From Paris with Love’ (2010), Pierre Morel, u.a. in Madrid und London vor der Kamera. Daneben spielt ein außergewöhnlicher, unkonventioneller großartiger Cast, zu dem Javier Bardem, Idris Elba und Ray Winstone gehören.

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Regie: Pierre Morel
Drehbuch: Pete Travis, Don Macpherson, Sean Penn
Hauptdarsteller: Javier Bardem, Sean Penn, Mark Rylance, Idris Elba, Jasmine Trinca, Ray Winstone, Peter Brooke, Sarah Moyle, Deborah Rosan
Produktionsjahr: 2015
Produktionsland: Frankreich, USA, Spanien
Genre: Drama, Action

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