Posted by herr.filmtanz on Jan 9, 2016

Escobar: Paradise Lost | Josh Hutcherson | Benicio del Toro | BlitzKritik

escobar-1

Der Lob: Pablo Escobar, er gilt als einer der mächtigsten und brutalsten Drogenbarone, welcher je existiert hat. Benicio del Toro verkörpert diese Person mit solch einer überwältigenden Schwingung und Überzeugungskraft, dass einem das Blut in den Adern gefriert. Hier gibt es keinen Zweifel, Benicio del Toro spielt Pablo Escobar nicht, er ist es Leibhaftig. Großartig. Beängstigend.

Der Gedanke: Eine Lovestory um Pablo Escobar herum zu installieren, sich vorzustellen, man wäre in die Nichte des El Patrón verliebt, klingt tödlich spannend. Die lange Hand der Grausamkeiten von Pablo Escobar nicht exzessiv auf der Leinwand zu exerzieren, sie aber bedrohlich und fühlbar in wenigen Bildern bebildern, welche nur den Abschluss zeigen, dafür muss man Andrea Di Stefano einen Lob aussprechen. Trotz der Grausamkeiten von Pablo Escobar entwickelt man eine Sympathie für diese Person, lernt das Gute in ihm kennen, kann es fühlen, ein erschreckendes Erlebnis.

Der Tadel: Benicio del Toro überstrahlt die Leinwand mit solch einer mächtigen Schwingung und Aura, und das obwohl er nur in wenigen Szenen zu sehen ist, dass alle anderen Protagonisten wie im Nebel wirken. Josh Hutcherson (“Die Tribute von Panem”) schafft es konsequent in nahezu keinem Moment, auch nur den Hauch einer fühlbaren Schwingung zu transportieren. In entscheidenden Momenten der Angst müsste Josh Hutcherson eigentlich die Seele des Zuschauers entzünden, leider bleibt dieses komplett aus.


Der junge Surfer Nick Brady (Josh Hutcherson) will sich gemeinsam mit seinem Bruder Dylan (Brady Corbet) an der kolumbianischen Küste den Traum einer eigenen Surfschule erfüllen. Dort verliebt sich Nick in Maria (Claudia Traisac), die Nichte des berüchtigten kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar (Benicio del Toro). Das anfänglich unbeschwerte Liebesglück – wohlwollend geduldet vom mächtigen ‘Patrón’ – ist jedoch nicht von langer Dauer. Marias skrupelloser Onkel führt einen blutigen Kampf gegen die kolumbianische Regierung. Mehr und mehr lässt sich der unbedarfte Nick in die schmutzigen Machenschaften des Medellín-Kartells verstricken, bis Escobar schließlich seinen neugewonnenen Sohn vor eine folgenschwere, tödliche Entscheidung stellt…

Andrea Di Stefanos ‘Escobar – Paradise Lost’ ist ein packender Thriller, der gepaart mit einer romantischen Liebesgeschichte, episch und mitreißend aus dem Leben des berüchtigten Drogenbarons erzählt. Perfekt besetzt mit Benicio del Toro (‘Traffic – Macht de Kartells’, ‘Fear and Loathing in Las Vegas’, ‘Che’) als Pablo Escobar sowie Josh Hutcherson (‘Die Tribute von Panem’, ‘Mitternachtszirkus’) und Brady Corbet (‘Thirteen’, ‘Funny Games’).

escobar-2

escobar-3

Regie: Andrea Di Stefano
Hauptdarsteller: Benicio Del Toro, Josh Hutcherson, Brady Corbet, Carlos Bardem, Ana Girardot, Claudia Traisac, Laura Londoño
Gerne: Thriller
Produktionsland: Frankreich, Spanien, Belgien
Produktionsjahr: 2014

Print Friendly
Post Rating
Post a Comment

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *