Posted by herr.filmtanz on Jan 18, 2016

Infinitely Polar Bear | Mark Ruffalo | Maya Forbes | Kritik

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Cameron Stuart (Mark Ruffalo) leidet unter einer bipolaren Störung, auch manisch-depressives Krankheitsgeschehen genannt. Für Menschen wie Cameron gleicht das Leben einer Achterbahn, gefangen im extremen Gefühlsspektrum zwischen grenzenloser Euphorie und absolutem Tief.

Um nach einem Vorfall seine Frau Maggie (Zoe Saldana) zurückzugewinnen, bietet er an, auf die beiden Töchter aufzupassen, während sie den Master of Business Administration in New York absolviert, um ihren Kindern eine bessere Schulbildung bieten zu können. Für Maggie bedeutet dieses auch, dass sie ihre Kinder für 18 Monate nur noch am Wochenende sehen wird. Cameron, als Alleinerziehender Vater in den 70er-Jahren, bekommt hiermit eine große Verantwortung in die Hand gelegt. Die Töchter Amelia (Imogene Wolodarsky) und Faith (Ashley Aufderheide) sind zunächst wenig begeistert von dieser Idee. Je mehr die drei zusammen das Leben bestreiten, je mehr sie die Stimmungsschwankungen von Cameron erleben, Momente voller kreativen Glück und auch Momente der Depression, werden sie immer stärker zueinander finden. Am Ende dieser sehr bewegenden Monate wird es eine Entscheidung geben, in welcher Form die Familie weiter existieren wird.

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Die Regisseurin Maya Forbes verarbeitet in diesem semi-autobiografischen Werk ihre eigene Kindheit. Über 20 Jahre hat sie an der Idee für die Verarbeitung ihrer Kindheit in Form eines Filmes gearbeitet. “Infinitely Polar Bear” ist ein sehr ehrlicher und persönlicher Film von Maya Forbes. Man spürt in jeder Einstellung, dass es ihr eine große Herzensangelegenheit war, diese Monate als sie noch 10 Jahre alt war, neu zu durchdenken und aufzuarbeiten. Ohne den Zuschauer zu überlasten, erlebt man ganz ehrlich was es bedeutet, wenn Herzen die Schwingung der Tränen und des Schmerzes fühlen.

“Infinitely Polar Bear” ist ein antidepressives Werk, direkt aus dem Herzen der Regisseurin Maya Forbes. Großartig, persönlich, sehr ehrlich und herzzerreißend. Man kann ihr dafür nur ein ganz großes Lob aussprechen.

Mark Ruffalo verkörpert in “Infinitely Polar Bear” den Vater der Regisseurin Maya Forbes, in ihren jungen Jahren. Mit welcher Aura und großem Herzen er die Facetten des unter einer bipolaren Störung leidenden Menschen spielt, es ist eine überwältigende und herausragende Leistung. “Infinitely Polar Bear” ist von Herzen positiv in seiner Schwingung, auch wenn es mit dem Leben nicht immer einfach ist. Ein Werk zum umarmen :-)

“I realized that the way into a semi-autobiographical tale is letting it live.” * Maya Forbes *


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Regie: Maya Forbes
Hauptdarsteller: Mark Ruffalo, Keir Dullea, Zoe Saldana, Imogene Wolodarsky, Ashley Aufderheide, Wallace Wolodarsky
Genre: Drama, Komödie
Produktionsland: Australien
Produktionsjahr: 2014

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