Posted by herr.filmtanz on Aug 28, 2013

Monsters

monsters Wie man mit einem Budget von 15.000 Dollar (so erzählt man sich) einen sehr tiefgreifenden Film macht und dabei der Hirnlosigkeit und Besessenheit der sich selbst ernannten Weltmacht USA auch mal so eben einen richtig eleganten fetten Schuss vor den Bug geben kann, dass zeigt der Regisseur Gareth Edwards hier. Alles was fremd ist, wird ausgelöscht, auch wenn ich dabei über die Leichen von hilflosen Menschen klettern muss und tausende auslösche. Das wird dann unter Kollateralschaden gebucht, Giftgas kennt halt keine genau Grenze. Das tut uns sehr Leid das so viele unbeteiligte Sterben mussten, aber die Sicherheit geht hier vor. Nicht denken sondern mit brutalster Gewalt dem unbekannten begegnen. Alles was sich gegen uns stellt ist Terrorismus.

Mitten drin in dieser Situation ist der Kriegsfotograf Andrew und Samantha, die er aus dieser Krisenregion sicher herausbringen soll. Zwei Menschen die sich im Zuge der Geschichte für einander interessieren werden, wie Nahe sie sich kommen werden und ob bei einem der beiden ein Bildungsprozess stattfindet, dass müsst ihr selbst erforschen. Es gibt aber einen sehr bewegenden Moment, beim dem das erwartete eben gerade nicht stattfindet, unvergessen. Das Ende des Films liefert hier aber eine sehr klare Aussage.

In Bezug auf die Monster, als Aliens gesehen auch als ausländische Besucher (Eng.) zu sehen, liefert dieser Film einen sehr tiefgreifenden Einblick. Einen ausländischen Besucher sollte man erst mal verstehen bevor man ihn mit Giftgas bekämpft. Man sollte die Schönheit erkennen und auch verstehen auf was sie so brutal reagieren. Eine Szene mit einem VW-Bus zeigt das z.B. sehr genau. Aber auch zum Ende, eine Szene der Liebe und Vollendung, bei der man einfach den Satz in Geiste sagt:

“Wer sind den diese hirnlosen und grausamen Monster ? Ich sehe sie jeden Tag im realen Leben.”

Schaut man den Trailer nach dem Film, wirkt das schelmisch cool vom Regisseur :-)

Dem Regisseur Gareth Edwards ist hier eine wunderbare Metapher gelungen, auf der uns die Leinwand unsere eigene Zerstörungskraft mit unglaublichen Aufnahmen durchströmt und uns diese wie einen Spiegel vor Augen hält.

Die Welt ist verändert, seitdem die NASA vor sechs Jahren Spuren außerirdischen Lebens bergen konnte und diese Proben durch einen Absturz über Zentralamerika verteilt wurden. Kurz darauf kommt es in Mexiko zu ersten Konfrontationen mit einer neuartigen Lebensform. Die US-Regierung versucht den Schaden zu begrenzen, indem die ‘Infizierte Zone’ mit einer gigantischen Mauer vom restlichen Kontinent abgespalten wird. Mitten in diesem Chaos lernen sich der Fotograf Andrew (Scoot McNairy) und die junge Samantha (Whitney Able) kennen. Andrew arbeitet für Samanthas reichen Vater und bekommt unfreiwillig den Auftrag, das Töchterchen aus gutem Haus sicher gen Heimat zu eskortieren. Es bleibt wenig Zeit: In drei Tagen soll die Grenze zwischen Mexiko und den USA endgültig versiegelt werden.

Genre: Sci-Fi, Romanze, Darma
Regie: Gareth Edwards
Schauspieler: Whitney Able, Scoot McNairy
Produktionsland: Großbritannien
Kinostart: 201ß
Laufzeit: 95 Minuten
FSK: 12

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