Posted by herr.filmtanz on Sep 1, 2013

Mama

mama

Als der Horror es lustig mit der CGI-Keule bekam.

Es kann sein, dass ich in meinem Leben, seit ich 14 war, schon einfach zu viele Old-School Horror Filme gesehen habe. Meinen ersten FSK 18 Zombie Film habe ich ungelogen im Religionsunterricht gesehen. Im folgenden waren es Filme die ganz ohne CGI-Effekte ausgekommen sind und eine unglaubliche Angst transportiert haben. Man hat danach echt Angst ins Bad zu gehen und schaut besser noch mal unter dem Bett nach vor dem Schlafen.

Der Film hier arbeitet natürlich auch mit diesen Old-School Horror Effekten, die mich Stellenweise auch recht gut erschrocken haben, wenn auch die Zeiten vorbei sind als ich dem Nachbar vor lauter Schreck das Bier über die Hose gekippt habe, dafür war ich bekannt :-) Dazu die Kinderdarsteller, denen hier mein einziges Lob gilt.

Leider ist es so, dass der Kopf sich aus dem Horror-Matsch-Gedanken-Brei den Film selbst zusammenbasteln kann. Irgendwie hat man das alles schon 1000x gesehen. Ich habe nichts grundsätzlich gegen den Einsatz von CGI-Effekten in Horror Filmen. Gerade in Szenen wo ein undefinierbares schwarzes Etwas wie aus dem Nichts den Zuschauer anspringt oder wie ein Blitz durch das Bild huscht, hier macht das dann richtig Spass. Das Werkzeug CGI, mit dem der Regisseur punktgenau in einem Moment der Ruhe einen Schreck platzieren kann.

Und nun die Keule. ‘Die CGI-Mama’ ist einfach so derart lächerlich, dass ich gerade am Ende einfach nur noch schallend Lachen musste. Wenn ‘Die Mama’ mit ihrem lächerlichen Geknurre auftaucht, wird es schwer Lustig. Der Film ist ein perfektes Beispiel wie eine Überdosis an CGI einen Film komplett degradieren kann.

Was bleibt ist genau eine Szene, die im Grossbild im stockdunklem Wohnzimmer unglaublich wirkt. Es geht um die Szene als die Taschenlampe versagt und er zum Ausleuchten des Raumes seinen Fotoblitz verwendet. Klar was dann passiert :-) Aber auch klar, hierzu braucht es kein CGI. Eine Old-School Szene, die aber unglaublich Geil wirkt :-)

Vor fünf Jahren verschwanden die Schwestern Victoria und Lilly spurlos aus dem beschaulichen Vorortheim ihrer Familie. Seitdem haben deren Onkel Lucas (Nikolaj Coster-Waldau) und seine Lebensgefährtin Annabel (Jessica Chastain) unablässig nach ihnen gesucht. Um so überraschter sind die Erwachsenen, als sie die kleinen Mädchen schließlich in einer einsamen Hütte im Wald finden. Aber wie einsam waren die Mädchen dort wirklich? Und sind Victoria und Lilly wirklich die einzigen neuen Gäste, die das Paar in ihr Zuhause geholt hat?

Genre: Horror
Regie: Andres Muschietti
Schauspieler: Jessica Chastain, Nikolaj Coster-Waldau, Megan Charpentier, Isabelle Nélisse, Daniel Kash
Produktionsland: Spanien, Kanada
Kinostart: 2013
Laufzeit: 100 Minuten
FSK: 16

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