Posted by herr.filmtanz on Jan 27, 2017

POSSESSION (1981) | Isabelle Adjani | Andrzej Żuławski

Eine Liebeserklärung an die Leinwand

“Andrzej Żuławskis filmische Tour-de-force lässt sich kaum in Worte fassen: Isabelle Adjani, die ekstatisch und wie besessen bis zur völligen körperlichen Erschöpfung spielt…”, schreibt BILDSTÖRUNG. POSSESSION (1981) ist ein radikaler, penetrierender Rausch, über Jahrzehnte gedacht eines der Diamanten von Arthouse-Werken; ein göttlicher Hammerschlag von Film aus der Leinwand. Sobald dieses Werk in die eigene Seele eindringt, sich der eigene Körper im Tanz der Tränen und Überwältigung verformt, bleibt einem fast der Atem stehen. Kino, mitten in Berlin vor dem Mauerfall, wie es intensiver nicht sein könnte. Was Isabelle Adjani hier überwältigendes leistet, es ist wirklich nicht in Worte zu fassen. Dringliche Sehemfehlung!


Andrzej Żuławskis filmische Tour-de-force lässt sich kaum in Worte fassen: Isabelle Adjani, die ekstatisch und wie besessen bis zur völligen körperlichen Erschöpfung spielt; ein junger Sam Neill (DAS PIANO, JURASSIC PARK), der mit einer der besten Leistungen seiner Karriere überzeugt; Bruno Nuytten, dessen entfesselte, rastlose Kamera die fiebrige Geschichte hautnah einfängt; Special Creature Effects von Oscargewinner Carlo Rambaldi (ALIEN, E.T., DUNE); das geteilte Berlin als perfektes Setting für Annas und Marks emotionalen Ausnahmezustand – all das ergibt einen Film, der sämtliche Kategorien sprengt: Filmkunst, Ehedrama, Paranoiathriller, Horrorfilm, Monstermovie – von allem etwas, und doch viel mehr. Man kann ihn nicht beschreiben. Man muss ihn erleben! (Bildstörung)

Als Mark von einer langen Geschäftsreise nach Berlin zurückkehrt ist seine Ehe ein Scherbenhaufen. Bereits bei seiner Ankunft ist Anna zurückweisend, seinen Fragen nach dem Grund für ihr Verhalten weicht sie aus. Gekränkt und rasend vor Eifersucht drängt er darauf, von ihr zu erfahren, warum sie sich so verändert hat. Anna gibt schließlich nach und erzählt ihm von einer Affäre ‚mit einem anderen Mann’, wie sie es nennt. Als er einen Liebesbrief von einem Mann namens Heinrich findet, glaubt Mark, den vermeintlichen Rivalen ausfindig gemacht zu haben. Allerdings lässt dieser ihn wissen, dass sich Anna mittlerweile auch ihm gegenüber sehr seltsam verhält. Offensichtlich gibt es da noch einen dritten Mann in ihrem Leben. Um der Sache nachzugehen, beauftragt Mark einen Detektiv, der ihr in ein heruntergekommenes Wohnhaus folgt. Was er dort vorfindet, ist monströs… und es lebt! (Bildstörung)

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