Posted by herr.filmtanz on Sep 13, 2013

The Road

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Apocalypse – Tod oder Menschenfresser ? Den Sohn erschiessen und fressen oder andere fressen ? Was denkt ihr ?

Plötzlich ist die Apocalypse intensiv fühlbar doch da. Der Mensch hat es endlich geschafft Natur und Tiere komplett auszulöschen. Nur wenige Menschen leben noch.

Ein Vater mit seinem ca. 9-jährigen Sohn befindet sich in diesem Endzeitszenario. Der Vater zeigt seinem Sohn, als er sich den Revolver mit zwei Schuss in den Mund steckt, wie man sich tötet. Farblose Bilder durchdringen intensiv die Leinwand, Bilder die nie wieder aus dem Gehirn gehen werden. Wir (die Guten) sehen weitere Überlebende (das Böse, sagt der Sohn), sie sind auf der Jagd wie alle, nach Nahrung. Der Vater drückt seinem Sohn den Revolver an die Stirn und sagt, ich muss wie ein Mörder aussehen. Vater und Sohn durchstreifen weiter die farblose Welt, auf dem Weg nach Süden, an das Meer.

Was soll ich den Bitte machen als Vater, erst meinen eigenen Sohn erschiessen und dann mich selbst ? Irgendwann sind die vorhandenen Lebensmittelvorräte aufgebraucht und es gibt nur noch die wenigen Menschen. Der Grund das wir Menschen uns nicht selbst gegenseitig auffressen und töten, ist doch das Regelwerk, welches das Tier in uns unterbindet. Ich bin der festen Überzeugung, jeder Mensch ist ein Tier und wir würden sofort Menschen töten und fressen. Überleben ist wie Geld, da werden die Menschen zum Tier.

“Als ich den Jungen gesehen habe, ich dachte es währe ein Engel … Nein … nie im Leben hätte ich gedacht das ich noch mal ein Kind zu Gesicht bekommen würde … ich wusste das es passieren würde …”. Der 90-jährige sagt im weiteren, es gab genug Warnungen. Es gibt aber in dem Film am Anfang eine Szene, bei der der Sohn ein anderes Kind sieht. Diese Szene ist sehr wichtig und … (Ups, Spoiler)

Natürlich sind wir Menschen mit unserem technischem und wissenschaftlichem Verstand, so hoch entwickelt, dass wir die Natur perfekt im Griff haben. Wir machen mit der Natur und den Genen einfach was wir wollen. Und kommt es dann in unserer Zeit z.B. wie bei ‘More than Honey’ doch zu Landstrichen, in denen die Bienen für das bestäuben der Bäume ausgestorben sind, bestäuben wir die Bäume halt von Menschenhand. Ganz nach dem Motto, bestimmt lassen sich vor einer Apokalypse keine Vorboten erkennen. Wir machen die Augen zu und regeln das.

Mein Gehirn kann diesen Film nicht loslassen, das tut einfach zu weh und erschüttert. Es öffnet die Augen und das Gehirn.

Glaubt echt jemand wir sind so schlau, dass es keine schleichende Apocalypse geben kann. Wir leben mitten drin. Macht mal die Augen auf.

Ich bin dem Regisseur John Hillcoat sehr dankbar für diesen Film. Aus dem Kopf gehen wird mir der bestimmt nie. Ganz grosses Lob an Viggo Mortensen und Kodi Smit-McPhee. Intensiver kann man eine Vater-Sohn Rolle nicht spielen.

Genre: Sci-Fi , Drama
Regie: John Hillcoat
Schauspieler: Charlize Theron, Viggo Mortensen, Robert Duvall, Guy Pearce, Garret Dillahunt
Produktionsland: USA
Kinostart: 119 Minuten
Laufzeit: 119 Minuten
FSK: 16

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