Posted by herr.filmtanz on Jun 23, 2017

DIE BESTE ALLER WELTEN | Adrian Goiginger | Kino-Tipp

In dem Langfilmdebüt und Coming-of-Age Werk DIE BESTE ALLER WELTEN, vom österreichischen Regisseur Adrian Goiginger, wächst der siebenjährige Adrian bei seiner Mutter und ihrem Freund auf, beide heroinabhängig. Das heftige und so liebevolle Werk DIE BESTE ALLER WELTEN lief auf der 67. Berlinale in der Kategorie Perspektive Deutsches Kino und startet am 28.09.2017 in den Kinos.

Kino-Zeit Kinofinder – Die beste aller Welten

Begleitend zum Kinostart von DIE BESTER ALLER WELTEN, möchte ich auch das Interview mit dem Regisseur Adrian Goiginger und den beiden Darstellern Verana Altenberger und Jeremy Miliker zu Herzen legen.

Regiestatement von Adrian Goiginger: Wie kann eine drogensüchtige Mutter die beste Mutter der Welt sein?

Der Tod meiner Mutter, die im Juli 2012 im Alter von 39 Jahren starb, war der Anlass für mich, einen Film über ihren Kampf gegen die Heroinsucht und über ihre Liebe zu mir zu machen. Sie schaffte es, trotz ihrer Abhängigkeit und auf sich allein gestellt, mir eine abenteuerliche, liebevolle Kindheit zu ermöglichen. Ein unglaublicher Kraftakt!
Salzburg, meine Heimatstadt, ist international bekannt für ihre Festspiele, Mozart und die schöne Altstadt. Dass es seit Jahrzehnten eine große (und nicht kleiner werdende) Drogenszene am Stadtrand gibt, wird von den Einwohnern und der Politik ignoriert oder vertuscht.
Die authentische Darstellung der Drogenszene der 90er Jahre war eine große Herzensangelegenheit für mich. Diesen Junkies, Dealern, Kleinkriminellen und Arbeitslosen möchte ich mit meinem Film eine Stimme geben und sie nicht als abstoßend, sondern als normale Menschen zeigen, die ihre Trauer und Depression durch Drogen betäuben. Ein Kind muss keinen Reichtum haben, keine Spielsachen, kein gesundes Essen, sondern nur eines: Liebe.
Demnach ist „Die beste aller Welten“ eine Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte zwischen einem Buben und seiner Mutter, die ihren Sohn über alles liebt und doch so gefangen ist in ihrer Sucht. Doch durch die einzigartige Liebe zueinander wird ihr Leben nicht nur erträglich, vielmehr erschaffen sie sich ihre eigene Welt – die beste aller Welten. (Adrian Goiginger)

Der siebenjährige Adrian wächst in Salzburg auf. Seine junge Mutter Helga und ihr Freund sind heroinabhängig, der leibliche Vater starb bereits vor seiner Geburt. Helga liebt ihren Sohn über alles. Sie ist zerrissen zwischen ihrem Vorsatz, die bestmögliche Mutter für ihren Sohn zu sein, und dem Zwang, ihrer inneren Leere mit Drogenkonsum zu begegnen. In dieser Welt ist Existenznot der Normalzustand. Das wenige zur Verfügung stehende Geld wird für Heroin ausgeben, und obwohl Adrians Mutter immer wieder versucht, von den Drogen loszukommen, verliert sie den Kampf regelmäßig. Für den kleinen Adrian ist auch das alles Alltag. Seine Welt ist voller Abenteuer und Erlebnisse, er genießt eine glückliche Kindheit. Dass dieses Glück kein harmloses Idyll ist, versteht sich von selbst. Als Helga sich der Sucht stellt und eine Entziehungskur macht, bedeutet das auch, dass sie das Sorgerecht für ihren Sohn, zumindest vorläufig, an das Jugendamt abtritt. Eine große Liebe vor einer noch viel größeren Prüfung. (Berlinale)

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Regie: Adrian Goiginger
Drehbuch: Adrian Goiginger
Kamera: Yoshi Heimrath, Paul Sprinz
Schnitt: Ingrid Koller
Musik: Dominik Wallner
Hauptdarsteller: Michael Pink, Lukas Miko, Verena Altenberger, Jeremy Miliker
Genre: Drama, Coming-of-Age
Produktionsland: Österreich, Deutschland
Kinostart: 28.09.2017

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