Posted by herr.filmtanz on Nov 2, 2017

Die Misandristinnen | The Misandrists | Bruce LaBruce | Trailer (OmdU)

DIE MISANDRISTINNEN (abgeleitet vom griechischen Wort Misandrie – Männerhass): Großartig, was eine Freude, was könnte es Wunderschöneres geben, als ein neues Werk vom geliebten Kultregisseur Bruce LaBruce. Fast würgt es mich nach seinem großartigen Werk ‘Otto; or Up with Dead People’ immer noch dankbar im Hals, erinnert man sich dann im nächsten Moment an sein zärtliches Meisterwerk ‘Gerontophilia’ – die beiden Darsteller Walter Borden und Pier-Gabriel Lajoie sind eine Wucht.
Sei es drum, irgendwo in Ger(wo)many formiert sich die Terroristinnen-Zelle FLA (‘Female Liberation Army’), welche nach außen wirkt wie ein Internat katholischer ‘Internatsschülerinnen’. Trotz der rauen Fassade, beherbergt Bruce LaBruce einen intelligenten und kritischen (gesellschaftlichen) Unterton, welchen ich so sehr liebe.
Welch ein liebreizender und wundervoller Seheindruck aus dem neuen Werk DIE MISANDRISTINNEN von Bruce LaBruce.
DIE MISANDRISTINNEN formieren sich ab dem 02.11.2017 in unseren Kinos.

“Egal, ob sich LaBruce schwulen Zombies, Liebesformen jenseits der Norm oder lesbisch-queeren Terroristinnen widmet – stets gelingt es ihm, Verrücktheit und schrille Provokation mit wahrhaftiger Courage zu verbinden.”, führt Andreas Köhnemann in seiner Kritik für Kino-Zeit aus.

Irgendwo in Ger(wo)many. Die Terroristinnen-Zelle „Female Liberation Army“ (FLA) bereitet den Umsturz des Patriarchats und die Installation einer neuen weiblichen Weltordnung vor. Dazu hat ihre Anführerin Big Mother eine Gruppe von acht schwer erziehbaren Mädchen um sich gesammelt, die sie gemeinsam mit ihren Kameradinnen auf einem abgelegenen Landgut ausbildet. Nach außen hin ist das Anwesen als katholische Internatsschule getarnt. Um die Revolution zu nanzieren und die eigene Ideologie zu verbreiten, möchten die Frauen feministische Pornographie drehen und vertreiben. Doch als eine der „Internatsschülerinnen“ einen verletzten linksradikalen Soldaten im Wald entdeckt und heimlich in den Keller des Anwesens bringt, um ihn gesund zu pflegen, droht die strikte Hausordnung aus den Fugen zu geraten. Um die Revolution zu retten, muss Big Mother zu drastischen Mitteln greifen …

Der neue Film des kanadischen Kultregisseurs Bruce LaBruce („No Skin Off My Ass“, 1991; „Otto; or, Up with Dead People“, 2008; „Gerontophilia“, 2013) funktioniert als Fortsetzung seiner berüchtigten Propaganda-Porno-Satire „The Raspberry Reich“ (2005). Nicht ohne Grund mögen manche bei der Geschichte an den jüngsten Film von Sofia Coppola denken: Wie Coppolas „Die Verführten“ (2017) ist DIE MISANDRISTINNEN ein Remake von Don Siegels Bürgerkriegsmelodram „The Beguiled“ (1971). Das ungleich geringere Budget von DIE MISANDRISTINNEN kompensiert LaBruce mit der Besetzung von queeren Underground-Stars (Susanne Sachße, Kembra Pfahler) und radikalen Regieeinfällen, die die Grenzen des guten Geschmacks bis aufs Äußerste ausreizen …

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Regie: Bruce LaBruce
Drehbuch: Bruce LaBruce
Kamera: James Carman
Schnitt: Judy Landkammer
Hauptdarsteller: Susanne Sachsse, Viva Ruiz, Kembra Pfahler, Caprice Crawford
Genre: Drama
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2017
Kinostart: 02.11.2017

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