Posted by herr.filmtanz on Jan 7, 2018

21 GRAMM Filmseele | TOP21+ | LeinwandJahr 2017

FROM WHAT IS BEFORE-1

Das Gemälde von Carl Spitzweg mit dem Schmetterlingsfänger ist eines seiner genialsten Werke. Dieses geliebte Gemälde beschreibt die Liebe meiner Filmseele, auf der Suche nach etwas Besonderen, sehr genau. Vierhundertvierzehn Leinwandbesuche liegen nach dem Filmjahr 2017 hinter mir. Immer war ich auf der Suche nach der Aura des Menschen, dieser großartigen Schwingung jener Werke, welche mein Herz mit ehrlichen Tränen und Freude der Dankbarkeit an diese wunderbaren Filmmenschen streichelt und bereichert. Es sind diese reichhaltigen Blicke in die Augen und in die Seelen jener Protagonist*innen, ihres Lebens, ihres Leides, ihres Seelenschmerzes, ihrer Freude, welche die 21 GRAMM an Werken definieren, von denen ich keinen einzigen, der insgesamt siebenundvierzig geliebten und auserwählten Werke, streichen konnte!

Meiner Filmseele ist es wichtig, dass nach dem Kinobesuch etwas zurückbleibt, etwas, was niemals aufhört weiter zu schwingen im Herzen. Besonders INNEN LEBEN wird mich ein Leben lang schmerzlich begleiten. Ich schließe die Augen, und angefangen mit den 21 GRAMM der geliebten Werke, beginnt das Gehirn sofort Bilder der Empathie zu projizieren.

Jedes Jahr vergebe ich meinen Filmdiamanten. In diesem Jahr geht er an Lav Diaz mit seinem Werk FROM WHAT IS BEFORE. Was ich hier in meinem Inneren erlebt habe, ist in Dankbarkeit und Hochachtung nicht in Worte zu fassen. Nach seinem fast sechsstündigen Werk FROM WHAT IS BEFORE habe ich die Welt, jedes weitere Werk, mit anderen Augen gesehen. Ein großer Dank dafür, eine Umarmung an Love Diaz, welcher mir die virtuosen Augen der Leinwand geöffnet hat.

“Der philippinische Regisseur Lav Diaz hinterlässt, nach seinem fast sechsstündigen Werk FROM WHAT IS BEFORE auf der Leinwand, mehr als einen Schmerz der Dankbarkeit und Empathie in der eigenen Seele. Nach etwa 4 Stunden verkrampft sich der eigene Körper in Tränen – ich meine das genau so!” (Arthouse-Cinema)


21 GRAMM der Aura und Schwingung der Leinwand

* FROM WHAT IS BEFORE (Lav Diaz, 2014)
* MARKETA LAZAROVÁ (František Vláčil, 1967)
* ICH, DANIEL BLAKE (Ken Loach, 2016)
* 24 Wochen (Anne Zohra Berrached, 2016)
* PATERSON (Jim Jarmusch, 2016)
* Die Hände meiner Mutter (Florian Eichinger, 2016)
* OKJA (Bong Joon-Ho, 2017)
* THE PARTY (Sally Potter, 2017)
* Moonlight (Barry Jenkins, 2016)
* Mein Leben als Zucchini (Mein Leben als Zucchini, 2016)
* THE EYES OF MY MOTHER (Nicolas Pesce, 2016)
* KATER (Händl Klaus, 2016)
* Die andere Seite der Hoffnung (Aki Kaurismäki, 2017)
* Una and Ray (Benedict Andrews, 2016)
* Loving (Jeff Nichols, 2016)
* RAW (Julia Ducournau, 2016)
* Die Geträumten (Ruth Beckermann, 2016)
* Rosemari (Sara Johnsen, 2016)
* Innen Leben (Philippe Van Leeuw, 2017)
* KEDI (Ceyda Torun, 2016)
* Helle Nächte (Thomas Arslan, 2017)


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Weitere Werke, bei welcher ich mit geschlossenen Augen, eine Träne der Dankbarkeit weine. Keines dieser Werke ist wegzudenken, haben sie doch hoffnungsvolle Erinnerungen an das wunderbare Kino im Jahr 2017 hinterlassen.

* Die Taschendiebin (Park Chan-wook, 2016)
* Norte (Lav Diaz, 2013)
* Laurin (Robert Sigl, 1989)
* FADO (Jonas Rothlaender, 2016)
* Playground (Bartosz M. Kowalski, 2016)
* DIE WEIBCHEN (Zbynek Brynych, 1970)
* Mean Dreams (Nathan Morlando, 2016)
* Meine glückliche Familie (Simon Groß, Nana Ekvtimishvili, 2017)
* Contratiempo (Oriol Paulo)
* Luca tanzt leise (Philipp Eichholtz, 2016)
* Die Tänzerin (Stéphanie Di Giusto, 2016)
* Die Verführten (Sofia Coppola, 2017)
* Personal Shopper (Olivier Assayas, 2016)
* The Edge of Seventeen (Kelly Fremon Craig, 2016)
* Blind & Hässlich (Tom Lass, 2017)
* Herzstein (Guðmundur Arnar Guðmundsson, 2016)
* In Zeiten des abnehmendes Lichts (Matti Geschonneck, 2017)
* Chrieg (Simon Jaquemet, 2014)
* Tiger Girl (Jakob Lass, 2017)
* Das Ende ist erst der Anfang (Bouli Lanners, 2016)
* BERLIN SYNDROM (Cate Shortland, 2016)
* Die rote Schildkröte (Michael Dudok de Wit, 2016)
* EINFACH DAS ENDE DER WELT (Xavier Dolan, 2016)
* Logan – The Wolverine (James Mangold, 2017)
* Looping (Leonie Krippendorff, 2016)
* Lotte (Julius Schultheiß, 2016)

Carl-Spitzweg-Butterfy

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