CAMINO A LA PAZ | Francisco Varone | Kino-Tipp | ARTHOUSE CINEMA
Posted by herr.filmtanz on Jun 6, 2018

CAMINO A LA PAZ | Francisco Varone | Kino-Tipp

CAMINO A LA PAZ ist ein Roadmovie mit Rodrigo de la Serna und Ernesto Suárez in den Hauptrollen. Der Film nimmt uns mit auf eine 3000 Kilometer lange Reise von Buenos Aires, Argentinien nach La Paz, Bolivien. Ein Film über spätes Erwachsenwerden, eine anrührende Begegnung zwischen einander fremden Kulturen, und eine Odyssee zur Erkenntnis. – Kinostart 07.06.2018

Kino-Zeit Kinofinder – CAMINO A LA PAZ

Sebastián (35) hat nur zwei große Leidenschaften: Seine Lieblings-Rockband Vox Dei und sein in die Jahre gekommener Peugeot 505. Frisch verheiratet mit Jazmín und knapp bei Kasse, gerät er durch Zufall an einen Job als Mietchauffeur. Zu seinen Fahrgästen gehört Jalil, ein älterer Moslem, der eines Morgens einen ausgefallenen Vorschlag macht: Für einen stattlichen Betrag soll Sebastián ihn von Buenos Aires ins bolivianische La Paz fahren.
Widerwillig und voller Zweifel lässt sich Sebastián auf die Reise ein, die der alte Mann in allen Einzelheiten geplant hat. Der Trip ist komplizierter als gedacht, und Sebastián ist schnell genervt von Jalil, denn der alte Mann hat einige Marotten. Nicht nur, dass er ständig im Auto isst, andauernd auf die Toilette muss, betet, arabische Musik hört und ungefragt fremde Menschen oder auch Hunde zum Mitreisen einlädt – auch das riesige, lautstarke Dialysegerät, das Sebastián auf das Dach seines geliebten Autos schnallen muss und von dem Jalils Leben abhängt, ist mehr als irritierend. Erst nach und nach nähern sich die beiden Männer an und
Sebastián beginnt zu ahnen, dass diese Fahrt mit jeder Beule, die sein Auto bekommt, für ihn immer mehr zu einem Trip zu sich selbst wird… CAMINO A LA PAZ ist ein Film über spätes Erwachsenwerden, eine anrührende Begegnung zwischen einander fremden Kulturen, und eine Odyssee zur Erkenntnis.

Kann eine Reise das Leben eines Menschen verändern? Ich glaube schon. Für die Dreharbeiten mussten wir mit allen Darstellern und Crew-Mitgliedern auf dem Landweg von Buenos Aires nach La Paz reisen. Als wir aufbrachen, hatten wir keine Ahnung, wie das Wetter wird, oder ob wir die für den Film nötigen Schauplätze überhaupt finden würden. Viele hielten das Ganze für völlig irre, aber gerade das wollte ich, dass der Film vom Geist einer wirklich erlebten Reise erfüllt ist. Im Rückblick glaube ich, dass es kein Fehler
war: In den Schlussszenen des Films sieht man, wie sehr die Gesichter der Figuren von der Reise gezeichnet sind. Auch wenn der Film dem Drehbuch folgt, zeigt sich in den Darstellern doch das Erlebnis der echten Reise, und das ist der Kern der Geschichte. Wenn ich mir heute CAMINO A LA PAZ ansehe, kann ich aus vollem Herzen sagen, dass der Film meiner Sicht auf die Welt gerecht wird. (Regisseur Francisco Varone)

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Regie: Francisco Varone
Drehbuch: Francisco Varone
Kamera: Christian Cottet
Schnitt: Federico Peretti Alberto Ponce
Darsteller: Rodrigo de la Serna, Ernesto Suarez, Elisa Carricajo, María Canale
Genre: Drama, Roadmovie
Produktionsland: Argentinien
Produktionsjahr: 2015
Kinostart: 07.06.2018

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