Ostwind – zusammen sind wir frei [Kritik] | ARTHOUSE CINEMA
Posted by herr.filmtanz on Nov 11, 2013

Ostwind – zusammen sind wir frei [Kritik]

Ausgerechnet ich alter Esel schaut sich einen Film über die Liebe zu einem Pferd an :-) Ich hatte den Trailer zu dem Film vor Monaten gesehen und sofort gespürt, den muss ich mir anschauen. Meine Liebe zu Tieren ist im tiefsten Herzen sehr ausgeprägt und gespannt war ich auf diesen Film :-)

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Mika (Hanna Binke) hat sich eine Ehrenrunde in Bezug auf ihre Versetzung in die achte Klasse eingehandelt. Vor Wut fackelt sie, beim rauswerfen des angezündeten Zeugnis aus dem Fenster, dann noch das Auto von ihrem Lehrer ab. Die Eltern von Mika finden das wenig Lustig und chanceln das Ferienlager. Sie hatte sich so gefreut mit ihrer Freundin den Sommer über eine Runde outzuchillen. Aber Pustekuchen ! Die Eltern schicken Mika, das Stadtkind (aus Frankfurt), zu ihrer Großmutter Frau Kaltenbach ( Cornelia Froboess) auf das Land. Die strenge Großmutter hat hier ein Pferdegestüt unter ihrem Zepter. Hier soll Mika den Sommer über sich in ihre Bücher vertiefen und den Leistungs-Erwartungen der Eltern wieder neuen Boden unter die Füße geben. Ruhe und Disziplin ist angesagt.

“Willkommen in der Pampa” so versucht sie am Anfang das Bild von der Kuh an ihre Freundin zu senden, kein Handy-Empfang. In ihrer ersten Nacht auf dem Pferdegestüt wird Mika geweckt von dem lauten Pferdegewieher des wilden Hengstes Ostwind. Sie begibt sich zu der Box um nach Ostwind zu schauen. Ein wirklich magischer Moment wenn Mika das erste mal Ostwind begegnet :-) Ich musste weinen (nicht das letze mal) bei der Szene, das ist einfach so super klasse :-) Und das nach 16 Minuten Film.

“Zwei Seelen die sich Wortlos im Herzen verstehen”

Der ältere Pferdetrainer Herr Kaan entdeckt wenige Zeit später die unglaubliche Eigenschaft von Mika, sie kann mit Pferden reden. Eine Fähigkeit die nur sehr sehr wenige Menschen können. Herr Kaan sieht wenige Zeit später das in Mika und erzählt über die Mongolen und diese Fähigkeit :-) Es hat schon einen Grund das das Herr Kaan weit ab von der strengen Großmutter in einem Wohnwagen lebt. Die Großmutter mit ihren Ansichten zum Pferdetraining, die er so nicht mehr befürworten konnte.

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Mika und der Hengst Ostwind sind beides Seelen die in dieser Welt nicht den Leistungs-Erwartungen entsprechen. Frau Kaltenbach, die Großmutter, hat Ostwind den Krückstock beschert, das sehen wir ganz am Anfang in dem Film. Und nun ist der Hengst Ostwind dazu bestimmt auf einem Brot als Salami zu Enden. Das Zusammenspiel von Mika und Herrn Kaan, als ihren Trainer, ist einfach super fantastisch und hat mein Herz berührt wie kein Film sonst dieses Jahr :-)

Dieser unglaublich tolle Hengst wird also eine Salami ? Die Bilder die wir mit Mika und Ostwind sehen sind wirklich fantastisch :-) Mehr Gefühl, welches so unglaublich tief ins Herz eindringt hab ich so noch nie gefühlt. Mika mit diesem Pferd in diesen galaktischen Bildern zu sehen, da hüpft das Herz und tanzt Tango :-) Mika rockt echt den Film und ich bin mir sehr sehr sicher, sie werden wir auf der Leinwand wieder sehen. Ganz großes Kino das so unglaublich tief ins Herz eindringt und einen nicht mehr loslassen möchte :-)

Meine Liebe zu Tieren war schon immer sehr intensiv :-) Ich bin der festen Überzeugung das man mit Tieren reden kann :-)  Hanna Binke (Mika), besser kann man die Rolle nicht spielen. Ganz grosses Kino. Vielen Dank an die Pferdetrainerinnen die uns das ermöglicht haben :-) Ihr seit super Klasse :-) Diese Bilder haben so eine unglaubliche Liebe :-)

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Tipp: Unbedingt auch die Extras zu dem Film auf der Bluray anschauen :-)

SPOILER HINWEIS: Das zweite Video enthält Spoiler.


Mika (Hanna Höppner) ist außer sich vor Wut. Weil sie die Versetzung in die nächste Klasse nicht geschafft hat und obendrein mit ihrer Freundin aus Versehen das Auto ihres Lehrers abgefackelt hat, verkünden ihre Eltern (Nina Kronjäger und Jürgen Vogel) eine Planänderung: Statt Feriencamp heißt es nun, den Sommer lang zu büffeln – und das ausgerechnet auf dem Pferdegestüt ihrer strengen Großmutter (Cornelia Froboess). Obwohl Mika keine Ahnung von Pferden hat, hat sie dort ganz andere Dinge im Kopf, als sich hinter Büchern zu verstecken und sich vom Stallburschen Sam (Marvin Linke) bewachen zu lassen. In der dunkelsten Box des Pferdestalls findet sie den wilden und scheuen Hengst ‘Ostwind’. Weder Michelle (Marla Menn), die beste Springreiterin am Hof, noch Mikas Großmutter können das gefährliche Pferd bändigen. Magisch angezogen von dem nervösen Tier, schleicht sich Mika trotz aller Warnungen heimlich in den Stall. Das ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, denn Mika entdeckt dabei ihre wahre Leidenschaft und ganz besondere Gabe: Sie versteht die Sprache der Pferde! Wird sie es schaffen, entgegen aller Widerstände, ‘Ostwind’ zu zähmen?

Genre: Abenteuer, Familie
Regie: Katja von Garnier
Schauspieler: Jürgen Vogel, Tilo Prückner, Cornelia Froboess, Detlev Buck, Nina Kronjäger, Hanna Höppner, Marvin Linke
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2013
Laufzeit: 135 Minuten
FSK: 0

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2 Responses to “Ostwind – zusammen sind wir frei [Kritik]”

  1. Lina Luna says:

    Hui, das klingt nach einem tollen Film … und krasse Worte, was das Ruhrgebiet angeht! Bin gespannt, wie das weitergeht… 😉

  2. Lina Luna says:

    Hab den Film gerade mit meiner Nichte gesehen. Schöne Aussage, toll gespielt von der Hauptdarstellerin… und heulen muss ich momentan sowieso bei allen Filmen (aus Gründen)…

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  1. Klara [Rating] | FILMTANZ - [...] ein sympatischer, unkitschiger und sehenswerter skandinavischer Kinderfilm. An den tollen Film Ostwind (2013, Deutschland) reicht Klara bei weitem aber nicht…

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