Posted by herr.filmtanz on Jan 3, 2014

Heimweg (Zhang Yimou) – The Road Home [Kritik]

Asiatisches Arthouse-Kino – Mein Herz atmet intensiv die Liebe des Lichts :-)
Berlinale 2000 Silberner Bär :-)

Meine ersten Gedanken nachdem ich diesen Film angeschaut habe war: “Ein Meisterwerk des asiatischen Arthouse-Kino. Ein Liebesfilm den man so intensiv im Herzen spüren kann wie keinen anderen bisher und er doch ohne jede Berührungen auskommt :-)

Eigentlich ist damit alles gesagt :-) Ich wollte erst ganz klassisch von dem Film berichten, das mache ich aber nicht. Ich möchte von Herzen schreiben und das versuche ich nun :-)

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Der Sohn Luo Yusheng (Sun Honglei) reist am Anfang des Films (die Szene ist in Schwarz-Weiss gehalten) zu seiner Mutter Zhao Di (im hohen Alter) die ihren Mann Luo Changyu (er war 40 Jahre Lehrer im Dorf) verloren hat. Bereits bei der Szene am Anfang als Zhao Di im hohen alter in der Kälte vor der Schule um ihren verstorbenen Ehemann trauert, hat es sofort mein Herz ergriffen. Sie beharrt auf der alten Tradition, welche vorsieht den toten Körper zu Fuß in das Dorf zu tragen, um ihm auf seiner letzen Reise und dem Abschied Bilder seines Lebens mit auf den Weg zu geben. Der Sohn versteht das zunächst nicht, reflektiert dann die Liebesgeschichte seiner Eltern.

Yusheng beginnt die Liebesgeschichte seiner Eltern zu erzählen, der Film wechselt in Farbe.

Es brauchte nur die Szene als der Lehrer Changyu mit dem Pferdekarren in das Dorf kommt, als Zhao Di sich auf den ersten Blick in ihn verliebt. Ab diesem Zeitpunkt scheint man scheinbar mit Zhao Di im Herzen um jedes Beachten und jede Aufmerksamkeit von Changyu im Herzen zu kämpfen. Ein Blick und ein einfaches gegenseitiges Lächeln der beiden wird da zur Freude im Herzen. Es ist aber auch ein Film bei dem ich den Schmerz und das wortlose Warten nur durch ihre Mimik ausgedrückt sehr intensiv spüren konnte wie nie zuvor in einem Liebesfilm :-) Man steht mit ihr in der Kälte und wartet das der Geliebte wiederkommt, man fühlt die Szene im Herzen :-) Genauso ehrlich sind auch die Tränen die ich bei diesen Szenen liebevoll vergossen habe :-)

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Der Film wechselt dann wieder in Schwarz-Weiss. Der Sohn Luo Yusheng (Sun Honglei) wird seinem Vater die letze Reise …, die er von Herzen verdient hat. Ein Moment die Liebe der Mutter zu seinem Vater verstanden zu haben und es im tiefsten Herzen so unglaublich guttut :-)

Eine Stunde trägt die wunderbare Schauspielerin Ziyi Zhang (sie spielt die Zhao Di) durch den Film. Jede Sekunde möchte man ihr dafür danken und sie umarmen :-) Und auch möchte ich dem Regisseur Zhang Yimou für diesen Film danken von Herzen :-)

Tränen der Dankbarkeit im Herzen :-)

Inhalt:
Aufgrund des plötzlichen Todes seines Vaters kehrt der Geschäftsmann Luo Yusheng (Sun Honglei) in sein Heimatdorf zurück. Luo’s Mutter (Zhao Yuelin) beharrt darauf das der tote Körper des Vaters nach einem alten Ritual zu Fuß aus der nächst gelegenen Stadt in das Dorf getragen wird, um dort beigesetzt zu werden. Alle Überredungskünste von Luo seine Mutter davon zu überzeugen, den verstorbenen Vater auch mit dem Auto oder Traktor in das Dorf zu holen, scheitern. Die Mutter beharrt Aufgrund ihrer Liebe zu ihrem verstorbenen Ehemann auf die Durchführung des Rituals.
In diesem Zuge beginnt sich Luo an die Geschichte zu erinnern, wie die damals 18-jährige Zhao Di (Zhang Ziyi) seinen Vater Luo Changyu (Zheng Hao) kennengelernt hat. In diesem kleinen Dorf, wo die Ehen abgesprochen waren, verliebt sich Zhao Di auf den ersten Blick in Luo Changyu (Zheng Hao). Luo Changyu ist der neue Lehrer von Ausserhalb, der eines Tages in dem kleinen Dorf auftaucht, um in der neuen Schule Unterricht zu geben. Aus politischen Gründen wird Luo Changyu jedoch zurück in die Stadt beordert. Es werden viele Jahre vergehen, bis sie sich wiedersehen werden. Viele Jahre des Wartens, die die Liebe von Zhao Di zu Luo Changyu nur noch verstärken wird.

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Originaltitel: Wo de fu qin mu qin
Genre: Drama
Regie: Zhang Yimou
Schauspieler: Ziyi Zhang, Yuelin Zhao, Honglei Sun, Hao Zheng
Produktionsland: China
Kinostart: 1999
Laufzeit: 100 Minuten
FSK: 0

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