Posted by herr.filmtanz on Feb 22, 2014

Crazy Heart [Kritik]

[21.02.2014 #1213] Crazy Heart (Drama, USA, 2009)

crazy_heart

“Das ist, als würde man mit einer Klapperschlange leben”

Diesen Satz sagt die Journalistin Jean (Maggie Gyllenhaal) zu dem Country-Sänger Bad Blake (Jeff Bridges). Jean fühlt in Bad diesen ganz besonderen Menschen, diesen Bad zum verlieben, einen Menschen, mit einem ganz ganz grossen Herzen. Es ist die gegenseitige Anziehungskraft der beiden, wie ich sie ab der ersten Sekunde, als sie sich begegnen, unglaublich intensiv fühlen konnte, wie kaum in einem anderen Film. Bad Blake ist schwerster Alkoholiker und Kettenraucher. Jean hat aber auch einen Sohn.

“Die Klapperschlange mit dem Namen Alkohol, welche die beiden Herzen trennt.”

Der Film hat mich gestern sehr sehr schwer mitgenommen und bewegt. Gesehen auf die letzten Monate Film, hat mich der Regisseur Felix Van Groeningen (Belgien) mit “Die Beschissenheit der Dinge” und “The Broken Circle” schon komplett aus der Bahn geworfen. Ich meine damit das Fühlen eines Filmes und die Emotionen und Gedanken die er in mir ausgelöst hat. Der Film Crazy Heart, ihn zu fühlen, war noch mal eine ganze Runde härter. Was Jeff Bridges hier in der Rolle des Bad Blake leistet, intensiver und authentischer kann man es nicht transportieren. Ich konnte Bad Blake fühlen, jede Sekunde in dem Film :-)

Vielen Dank Maggie Gyllenhaal und Jeff Bridges von ganzem Herzen  für diese Meisterleistung.

In ‘Crazy Heart’ spielt der viermal für den Oscar(c) nominierte Jeff Bridges Bad Blake, den komischen und tragischen Anti-Helden der Geschichte. Im Spielfilmerstling des Regisseurs und Drehbuchautors Scott Cooper gibt er einen ausgebrannten Country-Sänger, der schon einige Ehen hinter sich hat, viel zu lange über die Lande getingelt ist und dabei viel zu viel Hochprozentiges zu sich genommen hat. Dennoch stehen die Chancen auf Erlösung nicht schlecht, als er eines Tages auf die Journalistin Jean (die zweifach Golden-Globe-nominierte Maggie Gyllenhaal) trifft, die den Mann hinter dem ausgebrannten Musiker entdeckt. Nun muss Bad erkennen, wie schwierig der Weg zurück ins ‘normale’ Leben ist und was echter Herzschmerz bedeutet. 57 Jahre ist Bad alt, dennoch tourt er immer noch mit seinen alten Nummer-Eins-Hits durch drittklassige Bierkaschemmen und heruntergekommene Bowling-Schuppen. Sein grölendes Publikum ist so alt wie er – und ebenso desillusioniert und trinkfreudig. Bald wird er völlig in Vergessenheit geraten sein, lediglich wenn er für seinen Protegé Tommy Sweet – der hat es zu Ruhm und Reichtum gebracht – ein Konzert eröffnen darf, fühlt er sich an alte, bessere Tage erinnert. Bad kämpft sich von einem alkoholumnebelten Gig zum anderen, bis er eines Tages in Santa Fe auf Jean Craddock trifft. Die Journalistin ist eine Frau ganz nach seinem Geschmack, mehr noch, er verliebt sich Hals über Kopf in sie. Aber Bad kennt sich selbst nur zu gut und macht der Frau und sich keine Hoffnungen. Und Jean, alleinerziehende Mutter mit viel Lebenserfahrung und noch mehr Enttäuschungen, setzt keinen Cent auf den abgetakelten Musiker. Dennoch, Liebe folgt ihren eigenen Gesetzen, und so können die beiden nicht von einander lassen. Aber kann das gut gehen? Bad kann schließlich kaum auf sich selbst aufpassen. Wie soll er sich also um jemand anderen kümmern? Trotzdem. Er gibt sich Mühe, kämpft und ist entschlossen, seine letzte Chance aufs Glück zu nutzen.
Regie: Scott Coope, Schauspieler: Jeff Bridges, Colin Farrell, Robert Duvall, Maggie Gyllenhaal, Beth Grant

crazy_heart_4

crazy_heart_3

crazy_heart_2

crazy_heart_1

Print Friendly
Post Rating
Post a Comment

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *