Posted by herr.filmtanz on May 21, 2013

Cheyenne – This Must Be The Place

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Cheyenne (Sean Penn) war ein gefeierter Rockstar. Er ist 50 Jahre alt und sieht immer noch so aus wie damals, ein Goth mit schwarzen, toupierten Haaren, weiß geschminktem Gesicht und rotem Lippenstift. Seit Jahren lebt er zurückgezogen mit seiner Frau Jane (Frances McDormand) in einer Villa in Dublin, immer sachte schwankend zwischen gepflegter Langeweile und nagender Depression. Der Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren nicht gesprochen hat, führt ihn zurück nach New York. Dort erfährt er von der Besessenheit seines Vaters: Rache zu nehmen für eine schwerwiegende Demütigung, die er erfahren musste. Cheyenne beschließt, die Suche seines Vaters fortzuführen und begibt sich auf eine Reise, die ihn ins Herz der USA und zu sich selbst führt.

Sean Penn in der Rolle des Ex-Rockstars Cheyenne spielen zu sehen, ist ein echter Hochgenuss. Mit einer leisen, leicht bebenden Stimme und einem schlurfenden Gang berichtet er, dass er leicht depressiv sei. Leicht? Teilweise war ich mir nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. In einem Moment kann man sich über seinen speziellen Humor einfach nur wegschmeißen vor Lachen und im nächsten Moment ist man dann zu Tränen gerührt. Es ist ein Film voller Gegensätze, der mit einer fantastischen Kameraarbeit wunderbare Bilder zaubert. Eine Szene fast am Ende des Films, als seine Suche beendet ist, hat eine unglaubliche Bildkraft.
Genre:  Drama
Regie: Paolo Sorrentino
Schauspieler: Sean Penn, Frances MCDormand, Judd Hirsch, Kerry Condon, Harry Dean Stanton
Produktionsland: Frankreich, Irland, Italien
Kinostart: 2011
Laufzeit: 118 Minuten
FSK: 12

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