Posted by herr.filmtanz on Mar 7, 2014

Huhn mit Pflaumen [Rating]

[05.03.2014 #1235] Huhn mit Pflaumen (2011, Frankreich, Deutschland)

HmP

Auf der einen Seite hat mit der Film schon fasziniert, Zugang zu ihm konnte ich aber gestern irgendwie nicht finden. Vielleicht nehme ich ihn noch mal ins Review. Es gibt ja auch Tage, da erwischt man einen ungeeigneten Film, dem man sich nicht öffnen kann.

Teheran, 1958. Nasser-Ali Khan (Mathieu Amalric) ist der größte Geiger seiner Zeit. Als in einem Ehestreit seine geliebte Violine zu Bruch geht, bricht auch das Herz des berühmten Musikers. Nasser-Ali ahnt, dass er nun nie mehr spielen kann wie zuvor. Sein musikalischer Lehrer (Didier Flamand) hatte ihm das wertvolle Instrument Jahrzehnte zuvor geschenkt, nachdem die große, bedingungslose Liebe zu der schönen Irâne (Golshifteh Farahani) Nasser-Alis Spiel um die entscheidende, seelenvolle Note bereichert hatte. Seine Liebe zu Irâne hat sich nie erfüllt, doch in der Kunst des großen Musikers lebte die ungestillte Sehnsucht nach der Schönen immer weiter. Nasser-Ali Khan macht sich auf die Suche nach einer neuen Geige und reist dafür nach Rasht, wo ein alter Freund seines Bruders Abdi (Eric Caravaca), der mysteriöse Händler Houshang (Jamel Debbouze), ihm eine Stradivari anbietet, die angeblich von Wolfgang Amadeus Mozart stammt. Nasser-Ali kauft sie und setzt voller Hoffnung zu spielen an, doch auch diese Violine kann den Zauber nicht erneuern. In seiner Verzweiflung sinkt Nasser-Ali aufs Bett und hält Rückschau auf sein bewegtes Leben: auf die letzten Tage seiner geliebten Mutter Parvine (Isabella Rossellini), einer passionierten Raucherin, auf seine zerrüttete Ehe mit der Lehrerin Faringuisse (Maria de Medeiros), die er nur auf Drängen der Mutter geheiratet hat, und auf seine Ausbildungszeit in Shiraz, wo er Irâne zum ersten Mal begegnete. Da Irâne seine Liebe erwiderte, hatte er damals um ihre Hand angehalten, doch der Vater, ein reicher Geschäftsmann (Serge Avédikian), bestand darauf, sie mit einem Offizier zu verheiraten. Damals hat er geschworen, Irâne niemals zu vergessen. Die unglückliche Liebe zu ihr hat ihn durch sein ganzes Leben begleitet und ihn zu seinen schönsten Werken inspiriert. Während Nasser-Ali Khan, hingestreckt auf sein Bett, die schönsten und die tragischsten Momente seiner Vergangenheit erneut durchlebt, erscheint ihm der Tod als attraktive Alternative zu einem Dasein ohne seine Musik. Doch als dieser sich in Gestalt des Todesengels Azraël (Edouard Baer) schließlich ankündigt, gestaltet sich die Situation ganz anders als erwartet.

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