Posted by herr.filmtanz on Apr 9, 2014

Belle & Sebastian [Kritik]

[08.04.2014 #1273] Belle & Sebastian (Belle et Sébastien, 2013, Frankreich)

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Unglaublich beeindruckt war ich im Besonderen von diesen wirklich unglaublichen Bildern der französischen Alpen. In einer Grossbildprojektion einfach unvergessen atemberaubend, Messer scharf die Bilder, eine sehr tolle Kameraarbeit. Als Mensch der Tiere liebt, verliebt man sich sofort in diesen fantastisch schönen Hund Belle. Der Hund Belle, sanftmütig und grossartig, man möchte ihn am liebsten sofort neben sich liegen haben und knuddeln, sehr toll :-) Was die Story und den Jungen Sebastian angeht, hatte ich ein grosses Problem. Die Ankopplung der Tragkraft der Gefühle setzte zwar immer wieder intensiv ein, wurde dann aber kurz später wieder auf Pause gesetzt. Es holpert im Gehirn die Story. Damit meine ich, ohne den zweiten Weltkrieg zu personalisieren, hätte der Film viel mehr leisten können. Das währe dann eine intensive Reduktion geworden, die einfach nur Belle und Sebastian fühlbar macht. Weniger ist einfach mehr, gerade wenn man diesen galaktischen Naturbildern einen Kontrast bieten möchte. Es geht um die Simplifizierung der Aussagekraft, genau hier holpert der Film.

Gefahren gibt es genug im Leben, auch ohne den Zweiten Weltkrieg immer und immer wieder zu verarbeiten in Filmen. Ich möchte den Film nicht schlechtreden, aber, wenn ich den “Belle Song” mitten im Film höre, muss ich an Heinje denken. Damit habe ich ein ungutes galaktisches Problem, welches mein Herz blockiert.

Es bleibt aber ein sehenswerter Kinderfilm übrig im Gehirn, Bilder der Extraklasse, und über den man Nachdenken muss. Schaut mal rein, es lohnt sich :-)

Inhalt
Der Waisenjunge Sebastian (Félix Bossuet) wächst bei dem alten Jäger César (Tchéky Karyo) in den französischen Alpen auf. Zur gleichen Zeit, als César den Waisenjunge bei sich aufnimmt, kommt auf der anderen Seite der Berge eine Hündin zur Welt, die im Lauf der nächsten Jahre von einem grausamen Herrchen zum nächsten gereicht wird und die schlussendlich ausbüchst. Die Polizei hält den weißen Hirtenhund für eine gefährliche Bestie und gibt ihn zum Abschuss frei. Die Wege von Sebastian und dem Hund, den er Belle nennt, kreuzen sich und sie werden unzertrennlich.

Regie: Nicolas Vanier, Darsteller: Tchéky Karyo, Dimitri Storoge, Félix Bossuet, Margaux Chatelier, Mehdi, Andreas Pietschmann

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