Zurich – Die getäuschte Frau | Wende Snijders | Sacha Polak | Kritik

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Ein Gepard sitzt auf einer gewöhnlichen Landstraße, im Focus eine in schwarz gekleidete Frau, welche mit ihrem roten Kleinwagen in einem Flusslauf gelandet ist. Mit dieser intensiven Szene eröffnet die niederländische Regisseurin ihr atemberaubendes Meisterwerk ‘Zurich’ (‘Die getäuschte Frau’). (more…)

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LOTTE | Karin Hanczewski | Julius Schultheiß | BlitzKritik

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Der großartige, liebevolle und auch kantige Debütfilm LOTTE, vom Regisseur Julius Schultheiß, welcher privat und per Crowdfunding finanziert wurde zeigt, mit welcher filterlosen und großartigen Nähe man das Leben direkt in das Herz des Zuschauers projizieren kann.

Als die Tränen gekullert sind am Ende, hatten sich Karin Hanczewski und Zita Aretz längst im eigenen Herzen installiert. Wie ein Roadmovie in der eigenen Seele, umarmt man dieses Werk. Die letzte Szene ist von solch einer großartigen Stärke und Kraft. Wenn die NEUE DEUTSCHE KINO FAMILIE einen Film raushaut, ist da immer sehr viel Liebe drin. Vielen Dank an DARLING BERLIN 😀 (more…)

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POSSESSION (1981) | Isabelle Adjani | Andrzej Żuławski

Eine Liebeserklärung an die Leinwand

“Andrzej Żuławskis filmische Tour-de-force lässt sich kaum in Worte fassen: Isabelle Adjani, die ekstatisch und wie besessen bis zur völligen körperlichen Erschöpfung spielt…”, schreibt BILDSTÖRUNG. POSSESSION (1981) ist ein radikaler, penetrierender Rausch, über Jahrzehnte gedacht eines der Diamanten von Arthouse-Werken; ein göttlicher Hammerschlag von Film aus der Leinwand. Sobald dieses Werk in die eigene Seele eindringt, sich der eigene Körper im Tanz der Tränen und Überwältigung verformt, bleibt einem fast der Atem stehen. Kino, mitten in Berlin vor dem Mauerfall, wie es intensiver nicht sein könnte. Was Isabelle Adjani hier überwältigendes leistet, es ist wirklich nicht in Worte zu fassen. Dringliche Sehemfehlung! (more…)

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DER NACHTMAHR | Carolyn Genzkow | AKIZ | BlitzKritik

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Wie ein pulsierendes Möbiusband

AKIZ sehr persönliches Kunstwerk DER NACHTMAHR habe ich wie einen wertvollen Schatz seiner seelenlosen Verpackung befreit, ihn aufgeregt in den Arm genommen. Mit welcher Liebe und Ausdauer AKIZ seinen Nachtmahr in den letzen 16 Jahren zum Leben erweckt hat, verdient höchsten Respekt und meine Hochachtung aus tiefstem Herzen. (more…)

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AGNES | Odine Johne | Johannes Schmid | BlitzKritik

Brennender Schnee

Der deutsche Regisseur Johannes Schmid hat mich gestern mit seinem Meisterwerk AGNES komplett überwältigt. Es ist unbeschreiblich, großartig mit welcher Aura Odine Johne ihre Rolle als Agnes verkörpert. Gestern blickte ich danach lange in den Sternenhimmel, als wollte ich das Schwarz zwischen den leuchtenden Sternen erforschen und verstehen. Der Gedankenraum, welcher sich im eigenen Geist aufspannt nach diesem Werk, den eigenen Körper umgibt, ist von einer unbeschreiblichen und anhaltenden Intensität – wie brennender Schnee. Was ist Realität? Was ist Fiktion? (more…)

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KILL BILLY | Bjørn Sundquist | Gunnar Vikene | Kritik

Scheiß Ikea

Großes Lob verdient der norwegische Regisseur Gunnar Vikene dafür, wie er das Leben von Harold (Bjørn Sundquist) und seiner Frau Marny (Grethe Selius) inszeniert. Wir lernen die beiden ab ihrer Kindheit kennen, bis dieses scheiß Ikea ihr gesamtes Leben zerstört. (more…)

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WIENER DOG | Greta Gerwig | Danny DeVito | Todd Solondz | BlitzKritik

Was ein (Hunde)Leben

Wie ein bissiger, fliegender Teppich auf Beinen mit Inkontinenz fühlt sich dieses erfrischende Independent-Werk WIENER DOG über das Leben an. Darf man dabei lachen? Ja. Eine Komödie? Jein – mit berührendem Schmerz und Tränen. Todd Solondz komponiert als Underdog ein großartiges Werk für Underdogs. (more…)

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Madame Marguerite oder Die Kunst der schiefen Töne | Catherine Frot | Michel Fau | Kritik

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„Die Leute können vielleicht behaupten, dass ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte.“ * Florence Foster Jenkins *

Das Leben der legendären Florence Foster Jenkins hat den Regisseur Xavier Giannoli zu diesem Werk inspiriert. Oft wurde sie verhöhnt, daß sie bei ihren Gesangsauftritten bei jedem Ton konsequent daneben liegt und wirklich kein Gespür für Rhythmus hat. Wir reden hier von Operngesang von Wolfgang Amadeus Mozart, Giuseppe Verdi und Richard Strauss. Ich selbst liebe klassische Musik und bin bestimmt im Stande, bei einem bekannten Werk auch nur eine leicht deplazierte Disharmonie zu hören und zu fühlen. Musik ist eine sehr komplexe Sprache, hier sollte es eine wunderbare (Lebens)Reise werden. (more…)

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SCHAU MICH NICHT SO AN | Uisenma Borchu | BlitzKritik

Energetisch. Virtuos. Radikal. Körperlich. Visionär. Meisterhaft.

Die Geschlechterrollen werden in Uisenma Borchus fulminantem Erstlingsfilm provokant in Frage gestellt. Fast möchte man nicht glauben, dass ihr großartiges Kunstwerk SCHAU MICH NICHT SO AN (nur) ein Abschlussfilm der Münchener Filmhochschule ist. Dieses Werk der mongolisch-deutschen Regisseurin Uisenma Borchus ist ein Rohdiamant. Ihre Energie und ihr selbstbewusstes Filmschaffen zeigt erneut, welches Potential in der Leinwand des NEUEN DEUTSCHEN KINO steckt.

Nach dem sehr starken Werk SCHAU MICH NICHT SO AN, dem Interview von Patrick Wellinski mit der mongolisch-deutschen Regisseurin Uisenma Borchu für DEUTSCHLANDRADIO KULTUR, fordere ich die sofortige Revolution der deutschen Kinoleinwand – am besten gestern! (more…)

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JUNGES LICHT | Adolf Winkelmann | BlitzKritik

Mit JUNGES LICHT hat Adolf Winkelmann eine durchaus beachtliche und sehenswerte Innenansicht des Ruhrpotts der 60er erschaffen. Konsequent aus der Perspektive des 12-Jährigen Julian Collien (Oscar Brose – großartig besetzt) erzählt, zeigt er sexuelle Verwerfungen in von Kohle geschwängerter Luft, welche Winkelmann gerade so eben abfangen kann zum Ende – damit ist auch genug der Kritik. Winkelmann nimmt den kleinen rußschwarzen Untertagelöhner, diese Komposition des Lebens des einfachen Mannes und seiner Familie ernst. Dafür verdient er ein Lob. (more…)

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SOUND OF NOISE | Ola Simonsson und Johannes Stjärne Nilsson | BlitzKritik

Endlich Ruhe

In SOUND OF NOISE lassen die schwedischen Regisseure Ola Simonsson und Johannes Stjärne Nilsson ihre Guerilla-Percussionisten auf Hochspannungsleitungen(!) die Komposition Electric Love spielen. Unweigerlich wird man bei den Klängen des nächsten Bankbesuches oder einer Großbaustelle mit schwerem Gerät an dieses Meisterwerk denken müssen – mit einem strahlenden Lächeln 😀  (more…)

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KAPTN OSKAR | Amelie Kiefer | Tom Lass | BlitzKritik

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KAPTN OSKAR ist frisches Kino, direkt aus dem Herzen Berlins. Längst ist der deutsche Independent-Film kein kleines Pflänzchen mehr. Die neue Generation von Regisseuren und Schauspielern zeigen, wie großartig die deutsche Leinwand sein könnte und für Filmseelen wie mich längst ist – am liebsten auch für ein breites Kinopublikum zugänglich sein sollte. (more…)

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SKY – DER HIMMEL IN MIR | Diane Kruger | Fabienne Berthaud | BlitzKritik

SKY, komponiert von der großartigen Fabienne Berthaud, der Regisseurin von BARFUSS AUF NACKTSCHNECKEN, hat meine Filmseele komplett ergriffen im Herzen. Ich habe das so intensiv nicht erwartet. Es fühlt sich an, als würde man nackten Fusses auf den Spuren und der Inspiration der wunderbaren Filmmenschen von Wim Wenders und Antoinette Beumer (JACKIE) wandern. (more…)

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NUDE AREA | Sammy Boonstra | Iman Hammam | Urszula Antoniak | KRITIK

„Wer liebt, spricht für sich, als Liebender, im Angesicht des Liebesobjekts, das seinerseits schweigt.“ (Roland Barthe)

Dieses Zitat aus Roland Barthes’ „Fragmente einer Sprache der Liebe“ hat Urszula Antoniak ihrem Film vorangestellt. Aber eigentlich geht es ihr weder um Liebe noch um Sprache, sondern vielmehr um Verführung und das Schauen – die Beobachtung, die Aufforderung, das Verlangen. Antoniak experimentiert in ihrer kühnen Versuchsanordnung mit Traum und Wirklichkeit, Glauben und Wissen, Macht und Ohnmacht – und inszeniert damit einen eigenwilligen, intimen Kampf der Kulturen. (more…)

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SING STREET | Ferdia Walsh-Peelo | Lucy Boynton | John Carney | BlitzKritik

Verdammte Scheiße, was ein sehr geniales Werk.

Jedes Jahr durchschreiten Wunder meine Filmseele. SING STREET ist so ein Werk von Film. Ich dachte ja eigentlich, der wunderbare 80er-Teil meiner Jugend, meiner Seele, sei verstorben. Der irische Musiker und Regisseur John Carney (Once) erweckt sie ganz frech und großartig zum Leben. Lucy Boynton ist in diesem Werk eine Offenbarung, Ferdia Walsh-Peelo ein Coming-of-Age Geschenk. Immer ehrlich zu sich selbst sein, dem Herzen folgen. (more…)

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