Der Albaner | Johannes Naber | Nik Xhelilaj | KurzKritik

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Schmerzhafter Lebensschrei ohne Echo

Der Film „Der Albaner“ lässt mich wortlos in die Ferne schauen, besonders und auch in das eigene Land. Ich versuche einen Fixpunkt am Horizont zu finden, es scheint nicht zu gelingen. Zu tief sitzen die Gedanken nach dem Film im eigen Körper fest, und es schmerzt. In der überragend gespielten Rolle von Arben (Nik Xhelilaj), er ist der Albaner, fühlt man sich in seiner Person gedanklich gefangen, sehr alleine. Geld für das Überleben, Geld für die Liebe, Geld um für das eigene Kind da sein zu dürfen. Das ist kein Lebensraum zum Leben, Überleben und die Liebe fühlen zu dürfen. (mehr …)

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Vielen Dank für Nichts | KurzKritik

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Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage

„Vielen Dank für Nichts“ ist ein frisches und barrierefreies Lebens-RoadMovie auf Augenhöhe, mit wohltuendem Verzicht auf Mitleids-Daumenschrauben. Mal wild und skurril, mal verliebt, immer mit Fantasie und viel Herz komponiert, begibt man sich mit Valentin (Joel Basman) dahin, nach seinem Snowboardunfall, die Welt aus seiner neuen Perspektive zu sehen und zu fühlen. Valentin, Lukas (Nikki Rappl) und Titus (Bastian Wurbs) – seine neuen Freunde, die drei Wilden auf Rollen, ein echt sehr cooles Team. (mehr …)

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Une Rencontre – Ein Augenblick Liebe | Sophie Marceau | KurzKritik

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François Cluzet (Turning Tide, Ziemlich beste Freunde) und Sophie Marceau, man kann ihnen nicht absprechen, sie sind geniale Schauspieler. Besonders bei Sophie Marceau ist man neugierig auf jede Verkostung. Sicherlich war ich in meinen jungen Jahren schwer verliebt in Sophie Marceau, wie viele andere auch.

Nach der Verkostung von „Une Rencontre“ überkam mich ein Gefühl der inneren Ehrlichkeit. Ich habe mich nach dem Film gefühlt, als hätte ich einen sehr überladenen und viel zu süssen Erdbeergelee-Toast inhaliert. Ich habe dann zu mir gesagt, mir würgt es nach all dem „je t’aime“ Gedusel extrem im Hals. Das ist nicht meine Welt, ich kann sie in keiner Sekunde fühlen. Ich mag Menschen mit extremen Ecken und Kanten sehr viel lieber im Herzen. (mehr …)

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Les beaux gosses – Jungs bleiben Jungs | Kritik

Jungs bleiben Jungs (Riad Sattouf, Komödie, Frankreich, 2009)

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Zungenkuss und Flummi

Bei den Worten französische Teenager-Komödie kommt einem unweigerlich „La Boum – Die Fete (1980) zuerst in den Sinn. Besonders wenn man bei der Erstsichtung gerade selbst 14-Jahre alt war, hat die bezaubernde Sophie Marceau einen sehr verliebt aus dem Film entlassen. Teenager-Komödien und besonders Coming-of-Age Dramen schaue ich mir immer gerne an, sie versetzen einen in die Zeit als man selbst noch Teenager war, unbeholfen das andere Geschlecht erforscht hat, und man plötzlich Geschichten im Kopf hat, welche zum einen zu peinlich sind um erwähnt zu werden, aber einen unglaublichen Spass machen in der Erinnerung. (mehr …)

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Dracula Untold – Der Beginn einer Legende | Luke Evans | Kritik

Dracula Untold  (Gary Shore, Fantasy, USA, 2014)

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Überraschender Formationsflug der Vampirfledermäuse

Natürlich liebe ich Filme über Dracula, und der Fantasy-Hunger braucht von Zeit zu Zeit auch mal eine Frischverkostung, und hier war es ein Experiment. Absolut erwartungsfrei habe ich der Leinwand gelauscht, sie hat mir einer Geschichte über den Werdegang von Dracula ausgeatmet, eine spannende Idee. Luke Evans macht als Fürst Vlad, er sucht einen der Urvampire im Gebirge auf und bittet ihn um Hilfe, mit seien neu erlangten Fähigkeiten, eine Richtig gute Figur. Luke Evans trägt einen überraschend fesselnd durch den Film, regiert die Leinwand mit dem Flügelschlag einer Fledermaus, das macht er richtig gut :-) (mehr …)

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L’étrange couleur des larmes de ton corps | KurzKritik

Der Tod weint rote Tränen (Hélène Cattet, Bruno Forzani, Horror, Triller, Belgien, Frankreich, Luxemburg, 2013)

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Blut betörendes Kaleidoskop

„Der Tod weint rote Tränen“ ist eine hypnotische Bild- und Klang-Installation und sollte meiner Meinung nach vielmehr als Kunstform der Leinwand-Ausatmung betrachtet werden. Man fühlt sich nach dieser Kunstinstallation, als hätte man mit einem ganzem Schwung an Pilzen und LSD eingeworfen, durch ein Kaleidoskop geschaut, und würde nun versuchen die Puzzleteile zusammenzusetzen und zu erinnern, ein geiler großartiger Rausch 😀 (mehr …)

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Gone Girl – Das perfekte Opfer | David Fincher | KurzKritik

Gone Girl – Das perfekte Opfer (David Fincher, Drama, Thriller, USA, 2014)

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Kinobesucher, welche das Buch gelesen haben – ich habe es nicht gelesen, verfügen bestimmt über einen anderen Background in Bezug auf die Fühlbarkeit der Personen. Schon nach dem Trailer hatte ich bei mir so das Gefühl, ich bin nicht sicher ob dieses ein Film für mich ist. In den Beiträgen, welche die Kinobesucher geschrieben haben, ist dann auch die Rede von „Der beste Thriller 2014“. Das macht dann natürlich neugierig, ich hätte aber einfach besser auf meine innere Stimme hören sollen. (mehr …)

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Bonnie and Clyde | JustRating

Bonnie and Clyde (Arthur Penn, Krimi, Drama, 1967)

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Sie wurden innerhalb kürzester Zeit zu Volkshelden im Amerika der wilden 20er Jahre: Bonnie Parker (Faye Dunaway) und Clyde Barrow (Warren Beatty), das berühmt-berüchtigte Liebes- und Gangsterpaar aus dem Südwesten. Monatelang narrten sie die Polizei von ganz Texas und Louisiana. Sie plünderten Läden, raubten Banken aus und schossen auf alles, das sich ihnen in den Weg stellte. (mehr …)

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God Help the Girl | Stuart Murdoch | Kritik

God Help the Girl (Stuart Murdoch, Drama, Musical, Großbritannien, 2014)

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Kling Klang Lebensklang :-)

„God Help the Girl“ ist ein Musikfilm, ein Filmdebüt des Regisseurs Stuart Murdoch, Sänger der Band „Belle and Sebastian“. Er vermag es, für einen Sommer ein Dreieck stabil auf der Spitze stehen zu lassen. Eve (Emily Browning) ist depressiv, isst nicht, und liegt oft Nächte lang wach. Sie befindet sich in einer offenen Psychiatrie und Therapie, und bekommt von ihrer Psychologin das Dreieck erklärt, auf welchem eigentlich ihr Leben zu stehen hat. (mehr …)

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The Last Station – Ein russischer Sommer | Tolstoi | Christopher Plummer | KurzKritik

Ein russischer Sommer (Michael Hoffmann, Drama, Biographie, Deutschland, 2009)

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Die Filmreise entführt uns in das Jahr 1910 auf das wunderschöne Landgut von Lew Nikolajewitsch Tolstoi (Leo Tolstoi) und seiner Frau Sofia, nach Jasnaja Poljana in Russland. Auf Basis des Romans „Tolstois letztes Jahr“ von Jay Parini rekonstruiert der Film die letzen Monate von Tolstoi.
Leo Tolstoi ist 48 Jahre mit seiner Frau Sofia verheiratet, sie haben 13 Kinder, und sechsmal hat seine Ehefrau „Krieg und Frieden“ abgeschrieben. Im Focus wird der Film getragen von der komplexen Beziehung zwischen Leo Tolstoi und Sofia, die sich in seinem letzen Lebensjahr einen hässlichen Streit um sein Vermächtnis liefern. Irgendwann wird es dem über 80 Jahre alten Tolstoi zu bunt mit den Streitereien, und er nimmt in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Reißaus vom Landgut. (mehr …)

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Die Poetin – Flores Raras | Elizabeth Bishop | Lota de Macedo Soares | KurzKritik

Die Poetin (Bruno Barreto, Drama, Biopic, Brasilien, 2013)

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Eine Reise. Zwei starke Frauen. Eine Liebe.

Der Regisseur Bruno Barreto erzählt mit „Flores Raras – Die Poetin“ in opulenten und sinnlichen Bildern von starken Frauen, die ihrer Zeit voraus sind und frei von Konventionen leben. Die Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Bishop gehört heute zu den größten Dichterinnen der USA und der Flamengo-Park ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Die schüchterne Dichterin Elizabeth Bishop (Miranda Otto) trifft auf die temperamentvolle brasilianische Architektin Lota de Macedo Soares (Glória Pires). (mehr …)

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Kunsten å tenke negativt | Kritik

Die Kunst des negativen Denkens (Drama, Komödie, Norwegen, 2006)

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Du wirst es nie schaffen deine Probleme zu lösen, wenn du nicht die Kunst des negativen Denkens lernst.

Der norwegische Regisseur Brad Breien transportiert hier den Zuschauer in eine Feelbad-Komödie die wirklich einen sehr schwarzen Humor hat. Brad Breier benutzt diesen schwarzen Humor gerade im ersten Drittel intensiv, um die Protagonisten zu installieren. Hier wird gerade zu Anfang jede Regel gebrochen in Bezug auf schwerstbehinderte Menschen. Der Film braucht aber gerade genau diese Härte zu Anfang, um den Gegensatz des nur negativen und positiven Denkens klar und fühlbar zu machen. (mehr …)

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Can a Song Save Your Life? | Mark Ruffalo | KurzKritik

Can a Song Save Your Life? (John Carney, Drama, Musik, Lovestory, USA, 2013)

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Dem Regisseur John Carney (Once 2006) ist mit „Can a Song Save Your Life?“ lediglich ein leichtes und stellenweise herzliches Filmchen gelungen, er komponiert ohne nennenswerte Höhen und Tiefen. Bis auf Adam Levine – er hat mich unglaublich genervt auf der Leinwand, spielen die Darsteller optisch attraktiv ihre Rolle ohne bleibenden Transport ins Herz der Zuschauer ihre Rolle einfach nur runter. Ganz ehrlich gesagt, hat mich hier nur Mark Ruffalo durch den Film getragen. Er macht auch Spass ohne das er gleich grün wird (Hulk), wenn es mal etwas unrund läuft. Eine Szene mit Mark Ruffalo, er spielt in dieser Gitarre zusammen mit seiner Filmtochter Hailee Steinfeld, hat mein Herz kurzzeitig durchflutet. Davon hätte man sich entschieden mehr gewünscht, es fehlt dem Film über weite Strecken einfach an Magie. (mehr …)

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Mindscape – Anna | Mark Strong | Taissa Farmiga | Kritik

Anna – Mindscape (Jorge Dorado, Thriller, Frankreich, Spanien, USA, 2013)

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Wenn Traumata Flügel bekommen

John Washington (Mark Strong) arbeitete bei der Firma Mindscape, welche von Gerichten beauftragt wird, durch die Infiltration der Gedanken von Personen, Sachverhalte zu verifizieren oder zu widerlegen. Mitten in einer Erinnerungsreise, er ist als unsichtbarer Beobachter mitten drin, überlagern Erinnerungen vom Tod seiner Frau, und er erleidet einen Schlaganfall. Sein Chef gibt ihm die Möglichkeit der Rehabilitation, er soll sich der 16-jährigen Anna Green (Taissa Farmiga) annehmen, welche einem sehr reichen Elternhaus entstammt. (mehr …)

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Spuren | Mia Wasikowska | Kritik

Spuren – Tracks (Drama, Biografie, Australien, 2013)

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Mitte der 70er Jahre ist die 27-jährige Robyn Davidson wahrhaftig, mit vier Kamelen und einem Hund, quer über den australischen Kontinent gewandert (2.700 Kilometer in 8 Monaten) u.a auch durch die extrem trocken Outbacks Australiens. Hier herrschen im Sommer dann auch schon mal Temperaturen von über 50 °C. Ich habe vor solchen Menschen eine absolute Hochachtung, gehe aber mit dem Background der vielen extrem bewegenden Reisen mit z.B. Werner Herzog (Happy People…), Andreas Kieling und auch unzähligen BBC-Earth Natur-Dokumentarfilmern an diesen Film ran. (mehr …)

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