Crash | David Cronenberg | Kritik

[01.10.2014 #1440] Crash (Thriller, Action, Erotik, Kanada, Großbritannien, Kanada, Großbritannien, 1996)

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Die Erotik der Deformation eines Körpers, die Symbiose von Metal und Mensch.

Sex und Gewalt, Mensch und Maschine. Begibt man sich in die Parallelwelt von Regisseur David Cronenberg und beginnt die Schwingung zu fühlen, verändert sich die eigene Wahrnehmung und die daraus sich ergiessenden Gedanken in solch einer Form, dass jeder Psychiater einen Riesenspaß hätte. (more…)

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Happy Happy | Sykt lykkelig | Kritik

[27.09.2014 #1436] Happy Happy | Sykt lykkelig (Drama, Komödie, Norwegen, 2010)

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Katja (Agnes Kittelsen) lebt mit ihrem Mann Eirik (Joachim Rafaelsen) und dem gemeinsamen Sohn in einer wunderschönen Einöde Norwegens. Kaja strahlt zwar die Sonne aus dem Arsch, in Wirklichkeit läuft es in ihrem Familienleben alles andere als Rund. Erik verschwindet auch schon mal für eine Woche um scheinbar auf die Jagd nach Elchfleisch zu gehen, anstatt sich um seine an CUV (Chronisch untervögelt) leidenden Frau zu kümmern. In das Nachbarhaus zieht im folgenden das Ehepaar Elisabeth (Maibritt Saerens) und Sigve (Henrik Rafaelsen) mit dem aus Äthiopien adoptierten Sohn ein, eine scheinbar perfekte Familie. In Wahrheit ziehen Elisabeth und Sigve in diese Einöde, um nach dem Seitensprung von Elisabeth die Ehe wieder in den Griff zu bekommen. (more…)

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Night on Earth | KurzKritik

[28.09.2014 #1438] Night on Earth (Jim Jarmusch, Komödie, Satire, Episodenfilm, USA, 1991)

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Mit der Kette rauchenden Winona Ryder, dem nicht so ganz routinierten Armin Mueller-Stahl und anderen als Taxifahrer durch die Nacht in fünf Metropolen. Ein Arthouse Meisterwerk welches immer wieder richtig Spass macht. Besonders wenn man bei Armin Mueller-Stahl ins Taxi steigt, gibt es viel zu Erleben :-) Hier bekommt die Bezeichnung Ausritt durch die Nacht dann eine ganz neue Bedeutung :-) Ich quietsch hier immer noch vor Freude vor mich hin, einfach köstlich :-)

In fünf Episoden erzählt ‘Night on Earth’ von den Ereignissen einer ganz bestimmten Nacht, die jeweils in einer von fünf großen Metropolen stattfinden. Ein Taxifahrer und seine teils aberwitzigen und kuriosen Erlebnissen mit einem seiner Fahrgäste stehen jeweils im Mittelpunkt des Geschehens. (more…)

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Die Schachspielerin | KurzKritik

[29.09.2014 #1439] Die Schachspielerin (Joueuse, Caroline Bottaro, Drama, Frankreich, 2009)

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Das Leben, Zug um Zug, wie ein Lebensspiel

Schach ist wie das echte Leben, jeder Zug kann über die Niederlage und den Sieg entscheiden, hier gilt es ruhig und doch entspannt energisch das Ziel vor Augen zu haben. Wunderbar mediterran bebildert und mit tollen Schauspielern, kann man diesen Film in Korsika sehr viel besser liebevoll fühlen als beschreiben. Der Film ist Ein(Kein) Meisterwerk, er hat aber genau diese feine Schwingung die das Leben antreibt und man es so wunderbar fühlen kann. Hélène (Sandrine Bonnaire) hat sich bei mir Zug um Zug in mein Herz gespielt und bei mir eine echt große Lust geweckt selbst Schach zu spielen. Ein wunderbarer Sport voller Meditation und auch das Ziel vor Augen haben 😀 (more…)

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Die Liebenden | Les bien-aimés | KurzKritik

[27.09.2014 #1435] Die Liebenden – Von der Last, glücklich zu sein (Les bien-aimés, Christophe Honoré, Drama, Musikfilm, Frankreich, Großbritannien, Tschechien 2011)

Charmantes französisches Kino etwas zu charmant mit Längen komponiert und serviert.

Zunächst hat mich die junge Madeleine (Ludivine Sagnier, Barfuß auf Nacktschnecken), später im Film gespielt von Catherine Deneuve, komplett gefesselt und eingenommen. Dieses ist natürlich der zauberhaften Schauspielerin zu verdanken, welche man sofort von der Leinwand wegatmen kann. Serviert wird sie von einer fesselnden und liebevollen Fotografie im Paris der 60er. Hinzu kommen unglaublich charmante Musical Einlagen, welche richtig Spass machen. (more…)

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Watermark | Kritik

[27.09.2014 #1437] Watermark
(Jennifer Baichwal, Edward Burtynsky, Dokumentation, Kanada, 2013)

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Über das Wasser als Komponist allen Lebens und der Disharmonie Menschen

Der Dokumentarfilm unter der Regie von Jennifer Baichwal und fotografiert von Edward Burtynsky, nimmt uns hier mit auf eine Reise rund um den Globus in zehn verschiedene Länder, um das wichtige Element für alles Leben zu erforschen, das Wasser. Watermark ist eine bildgewaltige Reise, welches zum einen die unglaubliche Schönheit der Formungskraft des Wassers in einer Symbiose mit der Natur aufzeigt, zum anderen aber auch, mit welchen verheerenden Folgen der Mensch die Kraft und Energie des Wassers sich zu Nutze macht. (more…)

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An American Crime | Rating

[26.09.2014 #1434] An American Crime (Tommy O’Haver, Drama, USA, 2007)

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1965 wurde ein 16-jähriges Mädchen im beschaulichen Bundesstaat Indiana in den Keller gesperrt und aufs gehässigste gequält. Nicht von einem der üblichen Verdächtigen – nein, von ihrer Pflegemutter, deren eigenen Kindern und der halben Nachbarsjugend! Die Willkür und Bodenlosigkeit dieses Verbrechens war ein tiefer Schock für die amerikanische Öffentlichkeit. Es ist die Leidensgeschichte der jungen Sylvia (Ellen Page aus HARD CANDY). Weil ihre Eltern auf Reisen sind, lebt sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Jennie für zwanzig Dollar die Woche in Pflege bei Gertrude Baniszewski und ihren sieben Kindern in bescheidenen Verhältnissen. Sylvia ist ein braves Mädchen. Genau dies wird ihr zum Verhängnis, als herauskommt, dass Gertrudes älteste Tochter Paula schwanger ist. (more…)

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Nobody Walks | Versuchung | Kritik

[15.09.2014 #1430] Versuchung – Kannst du widerstehen? (Nobody Walks, Regie Ry Russo-Young, Drama, USA, 2012) nobody-walks-poster02 Es gibt eine Sprache auf der Welt dessen Klang und Aussagekraft die ganze Welt umspannt und jeder diese Sprache verstehen kann “Die Ursache, Der Ton, Das Hören, Das Sehen, Das Fühlen, Die Wirkung”. Die Regisseurin Ry Russo-Young hat hier einen unaufgeregten Indie-Klangkörper, die wunderschöne 23-jährige Martine (Olivia Thirlby), in eine scheinbar intakte Familie wie einen Störklang in einem Konzert komponiert. Sehr feinfüllig lädt die Regisseurin ein, (more…)

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Nächster Halt: Fruitvale Station | Kritik

[14.09.2014 #1429] Nächster Halt: Fruitvale Station (Ryan Coogler, Drama, USA, 2013)

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Der Film erzählt von den letzen Stunden des 22 Jahre alten Oscar Grant III, nach einer wahren Begebenheit. Der Film komponiert hier sehr feinfühlig und ohne eine Anklage zu erheben oder gar zu diktieren, ein schmerzhaftes Schwarz-Weiß-Requiem, dessen Klang einen universellen bitteren Nachhall über das Leben und dessen Menschen, und im Besonderen die Achtung untereinander betrifft.

Oscar ist zwar ein Krimineller, welcher 2 Jahre in Haft war, ist er deshalb ein schlechter Mensch ? Die Antwort hier ist ein entschiedenes Nein. Seine Tochter sagt in einem Gespräch mit Oscar, ich habe da draussen Schüsse gehört. (more…)

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Short Term 12 – Stille Helden | Brie Larson | Destin Cretton | Kritik

[14.09.2014 #1428] Short Term 12 – Stille Helden (Destin Cretton, Independent-Kino, Drama, USA, 2013)

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‘Short Term 12’ ist die Bezeichnung eines Wohnheims für verhaltensauffällige Jugendliche. Hier arbeitet zum einen Grace (Brie Larson) und des weiteren ihr Freund Mason (John Gallagher Jr.). Mit einer unglaublichen Liebe und Feinfühligkeit begegnet dieser Film den Jugendlichen, welche in ihren Jungen Jahren schon so viel Leid erfahren mussten. Das besondere ist hier, und das muss ich ausgesprochen loben, werden die Jugendlichen eben nicht mit einem Leid-Voyeurismus vorgeführt. Vielmehr liegt die Kraft des Films in dem unausgesprochenen Fühlen der Schicksale welche die Jugendlichen erfahren haben. (more…)

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Bekas | Kritik | FilmTipp

[07.09.2014 #1422] Bekas (Karzan Kader, Drama, Irak, Finnland, Schweden, 2012)

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Der schwedische Regisseur Karzan Kader (kurdischer Abstammung) über seinen Film ‘Bekas’: “Ich erzähle die persönliche Geschichte meiner Kindheit: Die Flucht aus dem Irak. Dem Schrecken des Krieges wollte ich mit Humor begegnen.” Der Autor und Regisseur Karzan Kader floh selbst als Sechsjähriger mit seiner Familie aus Kurdistan. Von den eigenen Erfahrungen inspiriert, wollte er mit ‘Bekas’ eine einzigartige Geschichte aus einem Land erzählen, in dem seit Jahren Krieg und Unruhen herrschen.

Ich möchte dem Regisseur Karzan Kader meine absolute Hochachtung aussprechen. (more…)

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Open Grave | Rating

[10.09.2014 #1425] Open Grave (Horror, Thriller, USA 2013)

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Was ein Horror, was ist hier passiert ? John (Sharlto Copley) erwacht in Mitten von verwesenden Leichen in einer Grube. Wenig später hilft ihm eine Frau Sharon (Erin Richards) heraus. Er, wie auch eine Gruppe von weiteren Menschen, haben keine Erinnerung an das Vergangene.

Der spanische Regisseur Gonzalo López-Gallego puzzelt hier nicht mit verwesenden Leichenteilen, sondern mit Spannung bis zur letzen Minute und den sich langsam zusammensetzenden Erinnerung der Gedächtnislosen bis hin zu der Auflösung. (more…)

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Lilja-4-ever | Kritik

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Durch die Authentizität und die distanzlose Nähe zur Hauptfigur Lilja, welche hier der schwedische Regisseur Lukas Moodysson geschaffen hat, ist Lilja-4-ever ein Film der einen selbst an die Grenzen des Verkraftbaren bringt. Bei all dem Leid und der Hoffnungslosigkeit, welche man mit Lilja sehr schmerzhaft mitfühlt, ist man dem Regisseur für die letzte Einstellung in dem Film dankbar. Ein für alle Zeiten unvergessener Film, bei dem ich mich danach körperlich gefühlt habe, als wäre ich aus den Wolken ungebremst auf den Asphalt aufgeschlagen. Ein herausragender Film über das junge Mädchen Lilja, herausragend realistisch gespielt von Oksana Akinshina. (more…)

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Stromberg: Der Film | Kritik

[05.09.2014 #1419] Stromberg: Der Film (Komödie, Deutschland, 2014)

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“Jeder hier in dem Bumms hat Spaß. Darum geht’s doch!” (Bernd Stromberg)

Nach fünf Staffeln Stromberg, jedes mal vollgetankt bis unters Dach mit Sprüchen, wurde ich auch dieses mal mit einem Lachmuskelkater im Gesicht beglückt. Bei all dem Bumms welcher richtig Spass macht, gab es hier auch Momente bei denen ich echt gerührt war und schon mal ein Tränchen vergiessen musste. Hey, das ist Papa Stromberg, und so schnell bekommt man ihn dann doch nicht klein. Ganz im Gegenteil, mit ganzer Kampfkraft Stellung beziehen und dem Untergang ein fettes Grinsen entgegensetzen. Das Ende macht richtig Spass, ich bin volle Kanne glücklich aus dem Film gegangen 😀 Ein richtig toller Abschluss für einen Stromberg Fan 😀 (more…)

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NORDSTRAND | Martin Schleiß | Daniel Michel | Florian Eichinger | Kritik

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Florian Eichinger hat bereits 2008 mit dem privat finanzierten ersten Langfilm Bergfest einen sehr sehenswerten Film hingelegt. In seinem Film Nordstrand treffen Marten (Martin Schleiß) und sein jüngerer Bruder Volker (Daniel Michel) nach acht Jahren im zur Zeit verlassenen Elternhaus an der Nordsee aufeinander. Bereits beim betreten des verlassenen Hauses, die Mutter befindet sich in Haft, wird durch die Art und Weise, wie die Kamera beobachtet klar, hier haben sich in der Kindheit Dinge zugetragen, welche besonders den jüngeren Bruder nicht mit Glück beschert haben. Die stillen Beobachtungen der Wohnung, welche man am Anfang mit Marten erlebt, füllen sich mit der Zeit mit Erinnerungen. Gezeigt werden diese durch kurze Rückblenden. Volker möchte das Haus so schnell wie möglich verkaufen, während Marten einen familiären Neuanfang anstrebt.  (more…)

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