Weil ich schöner bin [Kritik]

[22.06.2014 #1351] Weil ich schöner bin (Drama, Jugendfilm, Deutschland, 2012)

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Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, Blieben darunter verborgen und dann.

Willkommen in Berlin, oder auch nicht, wenn man illegal und ohne Papiere in Berlin lebt. In Berlin leben schätzungsweise fünfzigtausend  Menschen ohne Papiere. Es ist ein Leben voller Angst, bei jedem klingeln an der Tür, bei jedem unerwarteten Vorfall, welcher ein vorzeigen der Papiere erfordert.  Charo (Mariangel Böhnke) ist dreizehn, und sie lebt mit ihrer Mutter unter diesen Bedingungen in Berlin. Im diesem Films stehen Charo und ihre beste Freundin Laura (Mira Aring) im Mittelpunkt, Laura weiß von der Illegalität in Bezug auf den Aufenthalt in Deutschland nichts. (more…)

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Secretary – Womit kann ich dienen? [KurzKritik]

[21.06.2014 #1350] Secretary – Womit kann ich dienen? (Secretary, Drama, Komödie, USA, 2002)

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Das Thema Sadomasochismus mit dem Büroalltag und einer Liebesgeschichte zu koppeln, kann man wirklich als eine sehr geniale Idee bezeichnen. Lee (Maggie Gyllenhaal) wurde gerade aus einer Psychiatrie entlassen, ihr Problem, sie fügt sich schon seit ihrer Kindheit körperliche Wunden zu, damit nimmt sie sich als lebender und atmender Mensch auf diesem Planet wahr. Lee nimmt nun im folgenden einen Job als Sekretärin bei dem Rechtsanwalt Edwars Grey (James Spader) an. Schon von aussen wird klar, Edwars ist kein einfacher und unkomplizierter Mensch, immerhin hat er ein fest installiertes Schild “Sekretärin gesucht” (more…)

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Aku no kyôten – Lesson of the Evil | Takashi Miike | BlitzKritik

[21.06.2014 #1349] Lesson of the Evil (Aku no kyôten, Thriller, Japan, 2012)

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“Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht und MacHeath, der hat ein Messer – doch das Messer sieht man nicht.”

Den Song aus der Dreigroschenoper in einem japanischen Film zu hören, ist mit Sicherheit schon mal eine sehr schräge Nummer. Der japanische Regisseur Takashi Miike schert sich wirklich einen Dreck um Moralität und Erlaubtes. Irgendwie hat man den Eindruck, dass der Regisseur Takashi Miike eines Tages aufgewacht ist und zu sich sagte, wenn ich den gefühlt tausendsten Teen Highschool Film, mit den hübschen japanischen Schulmädchen ertragen muss, dreh ich durch. (more…)

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The Butterfly Room [Rating]

20.06.2014 #1348] The Butterfly Room (The Butterfly Room – Kids should never grow up, Thriller, Italien, USA, 2012)

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“Kids should never grow up”. Denkt man an die Schönheit eines Schmetterlings, die Vergänglichkeit, möchte man seine einzigartige Schönheit erhalten und konservieren. Eine tolle Idee in Bezug auf einen Psycho-Thriller, denkt man daran, man könnte die Schönheit von Kindern erhalten und konservieren, hat man Lust auf diesen Film. Positiv ist das eindringliche Charakter-Gesicht der britischen Schauspielerin Barbara Steele zu erwähnen, sie spielt diese, sagen wir sehr spezielle Frau. Leider gibt es aber auch den Satz “Da wahr schon sehr viel Schönes dabei, aber …”. Genau hier haben wir das Problem. (more…)

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Houston [Rating]

[19.06.2014 #1347] Houston (Drama, Deutschland, USA, 2013)

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Dem deutschen Regisseur Bastian Günther ist mit seinem Film Huston ein gekonnter analytischer Blick auf einen Headhunter gelungen, welcher sich in dieser Welt der Kälte und Sterilität der hinter Glas gestapelten Menschen, intensiv Richtung Kontrollverlust und Scheitern bewegt. In dieser Welt hinter Glas, sei es der Blick aus dem Auto, der Blick aus dem Hotelzimmer, zählt nur eines, Erfolg und Kontrolle. Isolierte Menschen hinter Glas, welche den Bezug zur Realität komplett verloren haben. Irgendwie kann man,  Clemens Trunschka (Ulrich Tukur), sehr gut verstehen, dass das hineingleiten eines Eiswürfels in ein Wiskeyglas, die Unerträglichkeit dieser kalten und herzlosen Welt scheinbar erträglicher machen soll. Ein Film, der mich besonders begeistert hat, durch die ruhige und analytische Art der Beobachtung. (more…)

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Brownian Movement | Sandra Hüller | Kritik

[29.05.2014 #1329] Brownian Movement (Belgien, Niederlande, 2010)

“Ich bin noch die Selbe” 

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Eröffnet wird der Film mit einem statischen und kalten Blick in eine unpersonalisierte Wohnung. Charlotte (Sandra Hüller), sie ist Ärztin, hat sie für einen besonderen Zweck angemietet. Im Kontrast dazu sehen wir, in der nächsten Szene, Charlotte in einem Schwimmbad stehen und beobachten. Sie beobachtet zum einen ihr eigenes Kind, welches sie zusammen mit Max (Dragan Bakema) hat, aber im Besonderen den Forschungsdrang der Kinder. Sie sind noch voller Neugier, sind glücklich und haben noch das ganze Leben voller Überraschungen vor sich.  Im folgenden liest sie ihrem Kind aus einem Buch eine Geschichte vor, hier ist die Rede von “… ein schwerer Stein ist von meinem Herzen gefallen … Ein Königspaar feiert noch mal  Hochzeit … Glücklich bis an ihr Lebensende …”.  Hat man den Film gesehen wird einem die Tragweite und die Tiefe dieses Satzes bewusst. (more…)

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Fräulein Stinnes fährt um die Welt [Kritik]

[12.06.2014 #1339] Fräulein Stinnes fährt um die Welt (Dokumentationsfilm, Deutschland, 2009)

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Der Dokumentarspielfilm „Fräulein Stinnes fährt um die Welt“ erzählt die abenteuerliche Geschichte von Clärenore Stinnes, die 1927 als erste Frau die Erde mit einem Auto umrundete.

“Grundlage dieser Nachinszenierungen sind die Tagebücher von Clärenore Stinnes und Carl-Axel Söderström, die der Regisseurin von den Nachfahren zugänglich gemacht wurden. Erst sie ermöglichen es, die außerordentliche Liebesgeschichte hinter der Abenteuergeschichte sichtbar werden zu lassen. Besetzt mit der deutschen Nachwuchsschauspielerin Sandra Hüller und dem dänischen Schauspielstar Bjarne Henriksen liefert der Film ein faszinierendes Kinoabenteuer, das den Zuschauer alle emotionalen Höhen und Tiefen einer unerhörten Reise und verbotenen Liebe nacherleben lässt. (via Website Fräulein Stinnes – unbedingt anschauen)”

Manchmal gibt es in meiner Filmwelt wirklich wunderbare Zufälle :-) Auf der Jagd nach einem Film mit Sandra Hüller, mit ihr würde ich sofort zum Mond fliegen, habe ich mich mit Clärenore Stinnes (gespielt von Sandra Hüller) auf diese Weltreise begeben. Und plötzlich ist man mittendrin (more…)

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Robert Rodriguez Planet Terror [Rating]

[13.06.2014 #1340] Planet Terror (USA, 2007)

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Eigentlich war ich gestern auf der Suche nach einem Film von Quentin Tarantino, und dann so was :-) Läuft mir doch Robert Rodriguez mit seinem Film Planet Terror über den Weg. Direkt fliegen Bilder aus den galaktischen Filmen From Dusk Till Dawn und Sin City durch meinen Kopf, was sind das geile Streifen. Und sollte der Spass losgehen :-) (more…)

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The Guard – Ein Ire sieht schwarz [Kritik]

[02.06.2014 #1334] The Guard – Ein Ire sieht schwarz (The Guard, Irland, 2011)

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“Ich bin Ire, Rassismus ist Teil meiner Kultur”, “Ich dachte nur Schwarze würden mit Drogen dealen und Mexikaner”, “Da ist ein Schwarzer an der Tür” oder “Ich dachte Schwarze können gar nicht Schilaufen, oder war das Schwimmen ?”, sind nur eines der sehr deftigen Worte, welche hier mit einem unglaublichen schwarzen Humor aus dem Mund von Sergeant Gerry Boyle (Brendan Gleeson) kommen :-) (more…)

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Dabba – Lunchbox | BlitzKritik

[30.05.2014 #1330] Lunchbox (Dabba, Indien, 2013)

Wir befinden uns mitten in Mumbai, einer indischen Millionenstadt. Am Anfang gehen wir direkt mit der Lunchbox, welche die Ehefrau für ihren Mann zur Mittagspause vorbereitet hat, mit den Dabbawallas auf die Reise. Ich dacht schon so bei mir, in den ersten Minuten, Hilfe Himmel, was ein scheinbares Chaos, wenn da mal jede Lunchbox ihren richtigen Weg findet. Es kommt aber wie es kommen musste.

Ich liebe Filme, welche mich unkompliziert in eine Fremde Kultur entführen (more…)

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Django Unchained [Review]

[31.05.2014 #1332] Django Unchained (USA, 2012)

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Als Dr. King Schultz aus Düsseldorf (Christoph Waltz) auszog, um mit seinem Wackelzahn auf dem Dach der Filmwelt zum Thema “Rassismus und Sklaverei” mal ganz gehörig die Leviten zu lesen. Heute Morgen eine Minute wach, war mein erstes Wort _jango (gesungen). Was ein Review, Wow :-) Es gibt Menschen auf dieser Erde, die haben meine absolute Hochachtung verdient, Christoph Waltz und Quentin Tarantino gehören dazu :-) (more…)

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Madonnen [Rating]

[27.05.2014 #1328] Madonnen (Belgien, Schweiz, Deutschland, 2007)

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Nachdem mich Sandra Hüller in Requiem so unglaublich begeistert und der Film mich extrem aufgeregt hat, musste ich sie weiter erforschen. Die folgenden Filmtage sollten mein Gefühl bestätigen. Sandra Hüller ist eine unglaublich intensive und beachtenswerte Schauspielerin, man könnte mich auch Sandra Hüller süchtig nennen, nach den weiteren Filmen :-) (more…)

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The Woodsman [Kritik]

[26.05.2014 #1327] The Woodsman (USA, 2004)

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The Woodsman ist ein unglaublich sensibler und intensiver Film über einen Mann, der nach 12 Jahren Gefängnis wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger, in die Freiheit entlassen wird. Als Zuschauer begibt man sich, aus Sicht des Täters, mit ihm in die Freiheit. Man sagt ja ‘Die Augen sind der Spiegel der Seele’ oder auch ‘Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust’. Ich habe als Zuschauer, genau wie seine Arbeitskollegin Vicki, auch in die Augen von Walter geschaut, und seine Augen zeigen, voller Unsicherheit, einen Menschen, den Walter selbst noch nicht kennt, einen guten Menschen. Bezieht man, wie Vicki, die gleiche Stellung und glaubt an Walter, wird man auf eine sehr harte Probe gestellt, auch als Zuschauer. (more…)

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The Kids Are All Right [Rating]

[25.05.2014 #1326] The Kids Are All Right (2010, USA)

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Ein Film über ein gleichgeschlechtliches Elternpaar mit zwei Kindern, wo die Kinder den Samenspender kennenlernen, hätte sehr leicht nach hinten losgehen können, gerade wenn der Film aus den USA kommt, aber Pustekuchen. Gleich bekomme ich bestimmt eine auf den Deckel, aber ich hatte den Eindruck, dass hier so ganz ganz leicht ein unsichtbarer französisch charmanter Film-Gewürzstreuer im Einsatz war, einfach um die Verklemmungen leicht zu lösen. Ich habe besonders Mia Wasikowska, und im sehr besonderen Mark Ruffalo unglaublich genossen auf der Leinwand. Es gibt auch einfach Filme, welche unkomplex sympathisch sind, und man sich als DramaQueen (so nenne ich mich gelegentlich), sich gut aufgehoben fühlt, wie in einem gelungenen Film-Urlaub. Echt toll, ich habe es sehr genossen. (more…)

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Das Leben gehört uns [Rating]

[24.05.2014 #1324] Beautiful Thing (2011, Frankreich, La guerre est déclarée)

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Am Anfang war mir Angst und Bange auf die folgenden 100 Minuten Film, sieht man, wie der Sohn der jungen Eltern, in einen Computertomografen geschoben wird. Die Mutter hält die Füsse des kleinen Jungen und im folgenden zoomt die Kamera in die Augen der Mutter, uns eine kraftvolle Geschichte über das Leben zu erzählen. Sofort musste ich mich an den Film ‘Halt auf freier Strecke erinnern’, und dachte bei mir, das wird hart. Im Hinterkopf aber auch, der Film kommt aus Frankreich. Könnte ja eine Überraschung in Bezug auf einen Krebsfilm aus Frankreich werden. (more…)

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