Brownian Movement | Sandra Hüller | Kritik

[29.05.2014 #1329] Brownian Movement (Belgien, Niederlande, 2010)

“Ich bin noch die Selbe” 

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Eröffnet wird der Film mit einem statischen und kalten Blick in eine unpersonalisierte Wohnung. Charlotte (Sandra Hüller), sie ist Ärztin, hat sie für einen besonderen Zweck angemietet. Im Kontrast dazu sehen wir, in der nächsten Szene, Charlotte in einem Schwimmbad stehen und beobachten. Sie beobachtet zum einen ihr eigenes Kind, welches sie zusammen mit Max (Dragan Bakema) hat, aber im Besonderen den Forschungsdrang der Kinder. Sie sind noch voller Neugier, sind glücklich und haben noch das ganze Leben voller Überraschungen vor sich.  Im folgenden liest sie ihrem Kind aus einem Buch eine Geschichte vor, hier ist die Rede von “… ein schwerer Stein ist von meinem Herzen gefallen … Ein Königspaar feiert noch mal  Hochzeit … Glücklich bis an ihr Lebensende …”.  Hat man den Film gesehen wird einem die Tragweite und die Tiefe dieses Satzes bewusst. (more…)

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Fräulein Stinnes fährt um die Welt [Kritik]

[12.06.2014 #1339] Fräulein Stinnes fährt um die Welt (Dokumentationsfilm, Deutschland, 2009)

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Der Dokumentarspielfilm „Fräulein Stinnes fährt um die Welt“ erzählt die abenteuerliche Geschichte von Clärenore Stinnes, die 1927 als erste Frau die Erde mit einem Auto umrundete.

“Grundlage dieser Nachinszenierungen sind die Tagebücher von Clärenore Stinnes und Carl-Axel Söderström, die der Regisseurin von den Nachfahren zugänglich gemacht wurden. Erst sie ermöglichen es, die außerordentliche Liebesgeschichte hinter der Abenteuergeschichte sichtbar werden zu lassen. Besetzt mit der deutschen Nachwuchsschauspielerin Sandra Hüller und dem dänischen Schauspielstar Bjarne Henriksen liefert der Film ein faszinierendes Kinoabenteuer, das den Zuschauer alle emotionalen Höhen und Tiefen einer unerhörten Reise und verbotenen Liebe nacherleben lässt. (via Website Fräulein Stinnes – unbedingt anschauen)”

Manchmal gibt es in meiner Filmwelt wirklich wunderbare Zufälle :-) Auf der Jagd nach einem Film mit Sandra Hüller, mit ihr würde ich sofort zum Mond fliegen, habe ich mich mit Clärenore Stinnes (gespielt von Sandra Hüller) auf diese Weltreise begeben. Und plötzlich ist man mittendrin (more…)

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Robert Rodriguez Planet Terror [Rating]

[13.06.2014 #1340] Planet Terror (USA, 2007)

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Eigentlich war ich gestern auf der Suche nach einem Film von Quentin Tarantino, und dann so was :-) Läuft mir doch Robert Rodriguez mit seinem Film Planet Terror über den Weg. Direkt fliegen Bilder aus den galaktischen Filmen From Dusk Till Dawn und Sin City durch meinen Kopf, was sind das geile Streifen. Und sollte der Spass losgehen :-) (more…)

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The Guard – Ein Ire sieht schwarz [Kritik]

[02.06.2014 #1334] The Guard – Ein Ire sieht schwarz (The Guard, Irland, 2011)

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“Ich bin Ire, Rassismus ist Teil meiner Kultur”, “Ich dachte nur Schwarze würden mit Drogen dealen und Mexikaner”, “Da ist ein Schwarzer an der Tür” oder “Ich dachte Schwarze können gar nicht Schilaufen, oder war das Schwimmen ?”, sind nur eines der sehr deftigen Worte, welche hier mit einem unglaublichen schwarzen Humor aus dem Mund von Sergeant Gerry Boyle (Brendan Gleeson) kommen :-) (more…)

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Dabba – Lunchbox | BlitzKritik

[30.05.2014 #1330] Lunchbox (Dabba, Indien, 2013)

Wir befinden uns mitten in Mumbai, einer indischen Millionenstadt. Am Anfang gehen wir direkt mit der Lunchbox, welche die Ehefrau für ihren Mann zur Mittagspause vorbereitet hat, mit den Dabbawallas auf die Reise. Ich dacht schon so bei mir, in den ersten Minuten, Hilfe Himmel, was ein scheinbares Chaos, wenn da mal jede Lunchbox ihren richtigen Weg findet. Es kommt aber wie es kommen musste.

Ich liebe Filme, welche mich unkompliziert in eine Fremde Kultur entführen (more…)

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Django Unchained [Review]

[31.05.2014 #1332] Django Unchained (USA, 2012)

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Als Dr. King Schultz aus Düsseldorf (Christoph Waltz) auszog, um mit seinem Wackelzahn auf dem Dach der Filmwelt zum Thema “Rassismus und Sklaverei” mal ganz gehörig die Leviten zu lesen. Heute Morgen eine Minute wach, war mein erstes Wort _jango (gesungen). Was ein Review, Wow :-) Es gibt Menschen auf dieser Erde, die haben meine absolute Hochachtung verdient, Christoph Waltz und Quentin Tarantino gehören dazu :-) (more…)

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Madonnen [Rating]

[27.05.2014 #1328] Madonnen (Belgien, Schweiz, Deutschland, 2007)

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Nachdem mich Sandra Hüller in Requiem so unglaublich begeistert und der Film mich extrem aufgeregt hat, musste ich sie weiter erforschen. Die folgenden Filmtage sollten mein Gefühl bestätigen. Sandra Hüller ist eine unglaublich intensive und beachtenswerte Schauspielerin, man könnte mich auch Sandra Hüller süchtig nennen, nach den weiteren Filmen :-) (more…)

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The Woodsman [Kritik]

[26.05.2014 #1327] The Woodsman (USA, 2004)

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The Woodsman ist ein unglaublich sensibler und intensiver Film über einen Mann, der nach 12 Jahren Gefängnis wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger, in die Freiheit entlassen wird. Als Zuschauer begibt man sich, aus Sicht des Täters, mit ihm in die Freiheit. Man sagt ja ‘Die Augen sind der Spiegel der Seele’ oder auch ‘Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust’. Ich habe als Zuschauer, genau wie seine Arbeitskollegin Vicki, auch in die Augen von Walter geschaut, und seine Augen zeigen, voller Unsicherheit, einen Menschen, den Walter selbst noch nicht kennt, einen guten Menschen. Bezieht man, wie Vicki, die gleiche Stellung und glaubt an Walter, wird man auf eine sehr harte Probe gestellt, auch als Zuschauer. (more…)

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The Kids Are All Right [Rating]

[25.05.2014 #1326] The Kids Are All Right (2010, USA)

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Ein Film über ein gleichgeschlechtliches Elternpaar mit zwei Kindern, wo die Kinder den Samenspender kennenlernen, hätte sehr leicht nach hinten losgehen können, gerade wenn der Film aus den USA kommt, aber Pustekuchen. Gleich bekomme ich bestimmt eine auf den Deckel, aber ich hatte den Eindruck, dass hier so ganz ganz leicht ein unsichtbarer französisch charmanter Film-Gewürzstreuer im Einsatz war, einfach um die Verklemmungen leicht zu lösen. Ich habe besonders Mia Wasikowska, und im sehr besonderen Mark Ruffalo unglaublich genossen auf der Leinwand. Es gibt auch einfach Filme, welche unkomplex sympathisch sind, und man sich als DramaQueen (so nenne ich mich gelegentlich), sich gut aufgehoben fühlt, wie in einem gelungenen Film-Urlaub. Echt toll, ich habe es sehr genossen. (more…)

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Das Leben gehört uns [Rating]

[24.05.2014 #1324] Beautiful Thing (2011, Frankreich, La guerre est déclarée)

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Am Anfang war mir Angst und Bange auf die folgenden 100 Minuten Film, sieht man, wie der Sohn der jungen Eltern, in einen Computertomografen geschoben wird. Die Mutter hält die Füsse des kleinen Jungen und im folgenden zoomt die Kamera in die Augen der Mutter, uns eine kraftvolle Geschichte über das Leben zu erzählen. Sofort musste ich mich an den Film ‘Halt auf freier Strecke erinnern’, und dachte bei mir, das wird hart. Im Hinterkopf aber auch, der Film kommt aus Frankreich. Könnte ja eine Überraschung in Bezug auf einen Krebsfilm aus Frankreich werden. (more…)

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Beautiful Thing [Kritik]

[24.05.2014 #1323] Beautiful Thing (1996, Großbritannien)

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Mitten in diesem grauen Wohnsilo spielt sich filmisch gar wunderbares ab, so wunderbar wie ein Regenbogen am Himmel. Besser als die Bezeichnung Coming-Out-Film trifft es, ein Film über das Leben, die eigenen Wünsche umzusetzen und dieses unglaubliche Gefühl, zu sich selbst zu stehen. Für mich ist es ein universeller Liebesfilm, der mit einer sympathischen Leichtigkeit und Unbeschwertheit sich einen ganz grossen Platz in meinem Herzen gesichert hat. (more…)

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Das Geheimnis der Bäume – Doku [Kritik]

[23.05.2014 #1322] Das Geheimnis der Bäume (2013, Frankreich)

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Viele hundert Stunden habe ich schon Naturdokumentation in Großbildprojektion gesehen. Magische Stunden in denen ich unglaublich fasziniert und berührt die Wunder der Natur bis tief ins Herz eingeatmet habe. Meist handelt es sich dabei um Kameraleute die für BBC-Earth unglaubliches vollbracht haben und vollbringen werden. Meine tiefste Hochachtung und Dankbarkeit spreche ich diesen Kameraleuten aus, welche unter teils extrem gefährlichen Bedingungen, die Wunder der Natur für uns erforschen und man bei den unglaublichen Überlebensstrategien der Natur aus dem Staunen nicht mehr rauskommt. Das ist zum Teil so intensiv, dass mich die Faszination für die Wunder in der Natur zu tränen rühren. (more…)

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Bab’Aziz – Der Tanz des Windes [Rating]

[21.05.2014 #1321] Bab’Aziz – Der Tanz des Windes (2005, Deutschland, Frankreich, Iran, Tunesien)

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Ich möchte diesen Film einfach aus meinem Gefühl heraus beschreiben. Manchmal passieren Wunder auf meiner Leinwand, in meinem Arthouse-Herzen. Wunder die sich wie ein Märchenbuch anfühlen, hat man dieses Buch, in Richtung 1001-Nacht, einmal aufgeschlagen, ist man so unglaublich gefesselt. Es ist, als würde man selbst die kleine Ishtar sein, voller Neugier und Lebensfreude. Den Geschichten ihres Großvater Bab’Aziz zu lauschen, auf dem Weg zum Derwisch-Treffen, ist wirklich was ganz ganz besonderes. Worte, welche in der Original-Sprache getragen, so einen unglaublich ruhigen Klang haben, man in seine erblindeten Augen schaut und fühlt, ich möchte wie die Sandkörner auf seiner Haut, noch viele viele Geschichten hören und sie mit dem Tanz des Windes einatmen. (more…)

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Stephen Hawking (2013) | Doku | Rating

[18.05.2014 #1317] Hawking (2013, Großbritannien)

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‘Mehr als zwei Drittel meines Lebens habe ich unter dem Damoklesschwert meines nahen Todes gelebt. Ich habe das Verlangen entwickelt, aus jeder einzelnen Minute alles herauszuholen.’

Diese Dokumentation beschreibt das Leben von Stephen Hawking, einem Physiker, für den ich schon immer tiefste Hochachtung von ganzem Herzen empfunden habe. Es ist eine Doku, welche mitreißend und zum Teil sehr privat sein Leben erzählt.  Wer diesen unglaublich interessanten Menschen und sein Leben kennenlernen möchte, dem sei dieser Film von ganzem Herzen empfohlen.  (more…)

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Smashed [Kritik]

[15.05.2014 #1314] Smashed (2012, USA)

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Kate ist Lehrerin und Alkoholikerin. Nach einer, sagen wir harten Nacht, kotzt sie, nachdem sie vor ihrer Klasse geradezu wie ein überdrehter Entertainer vor den Kindern wirkt, mal direkt volles Rohr in den Mülleimer in der Schulklasse. Ich habe in diesen Szenen am Anfang schwer die Luft angehalten, und zu mir gesagt, bitte nicht schon wieder so ein Alkoholiker-Drama aus den USA, welches mich nur noch mehr sauer macht auf Filme aus diesem Lande. Das sollte sich aber ganz anders anfühlen. (more…)

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