Hachikō – Eine wunderbare Freundschaft | Lasse Hallström | Kritik

[20.08.2014 #1406] Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft (A Dog’s Story, Drama, USA, 2009)

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ハチ公 (Hachikō) erzählt die wahre Geschichte eines japanischen Akita-Hunds, welcher in Japan als Inbegriff der Treue gilt. Es handelt von dem Hund Hachikō, welcher nach dem Tod des Professors, seines Herrchens, noch fast 10 Jahre am Bahnhof unter intensiver Trauer auf ihn gewartet hat. Eine Geschichte welche das Herz nicht tiefer ergreifen kann. Hollywood hat diese Story -ich hoffe jeder liest die echte Geschichte zu Hachikō-, hier in einem Remake verfilmt.
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Grand Budapest Hotel | Bunte Schokostreusel | Verkostung

[23.08.2014 #1409] The Grand Budapest Hotel (Drama, Komödie, Deutschland, Großbritannien, USA, 2014)

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Die Verkostung der Bild-Leckereien, aus der Wes Anderson Konditorei Mendels, fällt wahrlich nicht schwer. Sie schmecken skurril, lustig, düster, manchmal auch nach Metall – im Gehirn gelegentlich auch nach ‘Der Olsenbande’. Und man selbst hat sich, mit reichhaltig dargebotenen schauspielerischen bunten Schokostreuseln, bis über alle fünf Sinne lecker vollgefressen. (more…)

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Im August in Osage County | Kritik

[22.08.2014 #1408] Osage County (Drama, Komödie, USA, 2013)

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Bei der Familie wollte ich nicht mal tot überm Gartenzaun hängen. Am Arsch der Welt, in den Great Plains, leben Violet (Meryl Streep) und Beverly (Sam Shepard) zusammen. Violet ist ein Tabletten-Wrack und ihr Mann Beverly kann das Leben nur mit Alkohol ertragen, das ist faktisch eine Art Ehevertrag, wie Beverly am Anfang erklärt. Doch eines Tages ist Beverly verschwunden, Selbstmord ? Zur Trauerfeier reisen dann die drei Töchter samt ihres Anhangs an, Barbara (Julia Roberts), Tochter Ivy (Julianne Nicholson) und Karen (Juliette Lewis). Bei dem Leichenschmaus im Kreise der Familie sollte man sich eigentlich gegenseitigen Trost spenden und einmal innehalten, aber davon ist hier wirklich keine Spur. (more…)

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Kristy | Horror | Rating

[21.08.2014 #1407] Kristy – Lauf um dein Leben (Radom, Horror, USA, 2014)

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Justine Wills (Haley Bennett) hat kein Geld um wie die anderen auf dem Campus Thanksgiving mit ihrer Familie zu verbringen. Sie verbleibt auf dem Campus ganz alleine. Der Gedanke daran hat mich schon sehr fasziniert, ein riesiger Campus ganz für mich, du kannst machen was du willst. Als sich Justine kurz in einen Store begibt und einer ziemlich kaputten psychopathischen Frau begegnet, wird sich ihre Rückkehr auf den Campus sehr ungemütlich gestalten. Auch weitere psychopathische Alu-Fressen – ich nenne sie so, weil sie Masken aus Aluminium Folie tragen-, werden ihr das Leben richtig schwer machen. (more…)

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Bergfest | Florian Eichinger | Kritik

[18.08.2014 #1404] Bergfest (Drama, Deutschland, 2008)

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Florian Eichinger (Baujahr 1971) ist ein deutscher Regisseur, Autor und Filmproduzent. Ich wurde die Tage auf diesen sehr spannenden Regisseur durch seinen zweiten programmfüllenden Film Nordstrand (2014) aufmerksam, hier geht es aber um seinen ersten Film als Regisseur und Drehbuchautor Bergfest (2008). 

Ohne Gelder der Filmförderung und mit einem privat finanzierten Budget von 50.000 Euro hat er hier auf einer eingeschneiten Berghütte – 10 Tage Drehzeit-, vier Personen zu einem psychologischen Kammerspiel gebeten, um einen verdrängten Vater-Sohn Konflikt zu beleuchten. (more…)

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Molière auf dem Fahrrad | Kritik

[17.08.2014 #1403] Molière auf dem Fahrrad (Alceste à bicyclette, Komödie, Frankreich, 2013)

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Fabrice Luchini ist ein französischer Schauspieler, welchen ich sofort von der Leinwand atmen kann. Ich erinnere mich sofort an den Thriller In ihrem Haus und natürlich auch Nur für Personal! 😀

Serge Tanneur (Fabrice Luchini) lebt zurückgezogen auf der Insel Île de Ré, sie liegt etwa 1,6 sm westlich von La Rochelle, oh Himmel ist das schön da :-) Eigentlich will Serge hier nur seine Ruhe haben, doch kommt ihm da Gauthier Valence (Lambert Wilson) eines Tages besuchen. Er möchte Molières Stück “Der Menschenfeind” (Le Misanthrope) verfilmen.  (more…)

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Ken Park | Kritik

[16.08.2014 #1402] Ken Park (FSK18, Drama, Frankreich, USA, Niederlande, 2002)

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Wir laufen jetzt mal zusammen durch die kalifornischen Kleinstadt Visalia oder auch jeder anderen Stadt auf diesem Planeten, und beobachten die Menschen. Was verbirgt sich hinter den Fassaden und den Gesichtern der Menschen ? Was passiert wenn man hinter diese Fassade und in ihr Inneres schaut ? In einer Welt in der die Menschen voller Distanz aneinander vorbeileben und das miteinander Reden ein Gut mit Seltenheitswert ist. Viele regen sich sehr auf über diesen Film und seine explizite Gewalt und – wie man es an der Oberfläche betrachten kann – auch Pornografie. (more…)

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Astrid Lindgren’s Ronja Rövardotter | Kritik

[15.08.2014 #1401] Ronja Räubertochter (Ronja Rövardotter, Abenteuer, Drama, Norwegen, Schweden, 1984)

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Astrid Lindgren und ihre Werke kennt echt jedes Kind. Ich frage mich gerade ob das auch heute noch so ist ? Mir bedeuten ihre Werke wie “Pippi Langstrumpf”, “Michel aus Lönneberga”, “Kinder aus Bullerbü” und “Karlsson vom Dach” im Herzen unglaublich viel, und ich bin Astrid dafür sehr dankbar.

Gestern habe ich mich als der Lockenkopf Birk, an der Seite von Ronja Rövardotter, auf ein Abenteuer in den Wald begeben um die spannende Welt zu erleben und die Natur zu atmen. Selbst als großes Kind gibt einem der Film sehr viel mit für das Leben, um alles weniger verbissen und grummelig zu sehen und auch Probleme anders anzugehen. (more…)

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Otto; or Up with Dead People | Kritik

[09.08.2014 #1391] Otto; or Up with Dead People (Horror, Komödie, Reflektion, Gesellschaft, Deutschland, 2012)

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Da steigt mal eben der Zombie Otto aus dem Grab und findet sich in unserer Gesellschaft wieder. Ich kannte den Regisseur Bruce LaBruce vorher nicht, hatte mich aber vorher in der Kritik von Joachim zum dem Film auf Kinozeit schlau gemacht. Hier ist die Rede davon, dass Bruce sich selbst als gerne “meistgehassten Mann des Filmbusiness” sieht. Beschäfftigt man sich dann mal kurz mit Bruce, kommt man recht schnell zu seiner Homepage, welche strengstens FSK18 ist und hier nicht verlinkt wird. Die Bilder haben aber zum Teil eine Aussagekraft, welche zwar wie aus einem Sturm im Gehirn von Bruce entstanden sind, aber auch was interessantes haben, mit einem harten Transport. (more…)

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Für Elise | Rating

[05.08.2014 #1390] Für Elise (Drama, Deutschland, 2012)

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Seit dem Tod ihres Vaters lebt die 15-jährige Elise (Jasna Fritzi Bauer) allein mit ihrer 38-jährigen Mutter Betty (Christina Große). Als Krankenschwester rettet Betty auf der Intensivstation die Leben anderer, doch ihr eigenes liegt in Scherben. Ihre Suche nach einem neuen Mann führt immer wieder zu Enttäuschungen, die sie versucht mit Alkohol, Parties und One-Night-Stands zu überwinden. Betty verliert den Überblick über ihr Leben und den Anschluss an ihre Tochter. Durch das Verhalten ihrer Mutter ist Elise gezwungen, schnell erwachsen zu werden. Sie kümmert sich um den Haushalt, behält die Finanzen im Auge. Die Umstände, unter denen sie mit ihrer Mutter lebt, verheimlicht sie so gut es geht. Wenn Elise vor der Realität flüchten will, setzt sie sich ans Klavier und verliert sich in der Musik. (more…)

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Fahrraddiebe – Ladri di Biciclette (1946) | Kritik

[02.08.2014 #1387] Fahrraddiebe – Ladri di Biciclette (Drama, Italienischer Neorealismus, Italien, 1948)

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Wir bewegen uns auf den Straßen in Rom am Ende des zweiten Weltkrieges 1946. Ricci (Lamberto Maggiorani) hat Glück er findet einen Job als Plakatierer, um in dieser Armut das Überleben seiner Familie sichern zu können. Doch das Glück hat einen schnelles Ende, als ihm das Fahrrad, welches Bedingung für den Job ist, geklaut wird. Zusammen mit seinem Sohn Bruno (Enzo Staiola) begibt er sich in die Straßen Roms, um den Dieb und damit dass die Existenz sichernde Fahrrad zu finden. (more…)

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Aus tiefster Seele – Canvas | Rating

[02.08.2014 #1386] Aus tiefster Seele (Canvas, Drama, USA, 2006)

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Mary Marino leidet unter Schizophrenie, gemeinsam mit ihrem Ehemann John haben sie den Sohn Chris. Zwar beleuchtet und zeigt der Film den Ausbruch der Schizophrenie von Mary in Mitten der Familie glaubhaft und fühlbar, es geht dem Film aber nicht um das ausschlachten der Krankheit. Die Szene bei der Mary mitten in der Nacht im Nachtgewand die Nachbarschaft in Aufruhr versetzt und dann von der Polizei sichergestellt wird reicht zum Verständnis. Der Film konzentriert sich danach im Schwerpunkt auf den Sohn Chris und den Ehemann John. Während John in der Hofeinfahrt beginnt ein Boot zu bauen und richtig Probleme mit seinem Chef wegen der Arbeit bekommt, beginnt der Sohn an der Nähmaschine der Mutter T-Shirts mit Flicken zu benähen und durch den Verkauf dieser an der Schule seine Familie, welche ja jetzt nur noch aus seinem Vater besteht, zu unterstützen. (more…)

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Psycho | Rating

[01.08.2014 #1385] Psycho (Thriller, Horror, Krimi, USA, 1960)

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Das Geistige umhergelaufe ordnen” trifft es genau auf den Punkt, wenn ich meine geliebte Alfred Hitchcock Box öffne und in eines der überragendsten Werke der Filmgeschichte abtauche. Psycho ist in Bezug auf die Präzession der Bildkomposition, Fotografie und Spannung eine meisterliche Höchstleistung, welche mir immer wieder aufs neue den Atem raubt, und das bei jeder Sekunde des Films. Ich stelle mir dann immer vor, wie großartig es sich vor 54 Jahren angefühlt haben muss, aus der Premiere des Films zu kommen. Mir hilft Alfred Hitchcock immer, meine Sinne zu schärfen und die Gedanken zu konzentrieren. Schaut man so viele Filme wie ich im Jahr, kann man von Alfred Hitchcock und seinen Werken unglaublich viel lernen, jedes mal ein bereicherndes Erlebnis 😀 (more…)

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Von Menschen und Göttern | Rating

[31.07.2014 #1384] Von Menschen und Göttern (Des hommes et des dieux, Drama, Frankreich, 2010)

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Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Kinder des Höchsten; aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen (Psalm 82 Vers 6-7)

“Man hat nur Angst, wenn man mit sich selbst nicht einig ist.” (Hermann Hesse)

Hermann Hesse hat sehr recht. Warum mich dieses Meisterwerk in Bezug auf meine eigene Einstellung zu Glaube und Religion mit voller Wucht umgehauen hat, bedarf einer Selbstanalyse und eines Reviews des Films.  Für jemanden der sich selbst als nicht religiös betrachtet, waren die Gedanken und das Erlebte bei dem Film zu intensiv um einfach verdrängt zu werden. (more…)

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Julia | Rating

[29.07.2014 #1382] Julia (Drama, Road Movie, Thriller, Frankreich, 2008) julia1

Die dauerbreite Schwerstalkoholikerin Julia, grandios gespielt von der überragenden Tilda Swinton, welche nicht mal für sich selbst Verantwortung übernehmen kann, keine Kinder will, entführt ein Kind, durchläuft in diesem Film eine Wandlung, in der sie am Ende sagt “Ich bin nur eine Mutter”.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dieser Film sehr angestrengt hat und mich gefordert hat, ihn durchzuhalten, immerhin 144 Minuten. Ich vergöttere aber Tilda Swinton, wie auch Mads Mikkelsen, sehr. Auch wenn im Nachhall sich im Gehirn keine Tiefenwirkung etablieren möchte, ist es doch eine großartige One-Woman-Show von Tilda Swinton. Für Tilda Swinton Fans führt an dem Film kein Weg vorbei, und da hat sich das Durchhalten dann doch gelohnt.

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