Bruderschaft [Rating]

[15.03.2014 #1245] Bruderschaft – Broderskab (2009, Dänemark, OmU)

bruderschaft

Es ist nicht einfach, einen romantischen Film über ein Paar schwule Neonazis zu drehen, aber der junge dänische Regisseur Nicolo Donato hat es gewagt und dabei ein romantisches aber durchaus hartes Drama geschaffen.

Lars, ein Sergeant in der Armee, wird nach einem vermeintlichen Flirt mit einem Kameraden entlassen und wird in eine ultranationale Gruppe rekrutiert, in der er auf den Skinhead Jimmy trifft. Da er sich durchaus zu profilieren weiss, stolpert er schnell die Karriereleiter hoch, ist jedoch nicht bei allen Mitstreitern gleich beliebt. Vor allem Jimmy macht aus seiner Abneigung keinen Hehl. (more…)

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Les femmes du 6ème étage – Nur für Personal! [Kritik]

[09.03.2014 #1239] Nur für Personal! – Les femmes du 6ème étage (2010, Frankreich)

nfP

Bei mir brauchte es nur Sekunden um sich in den Film ‘Les femmes du 6ème étage” und das spanische Temperament der Dienstmädchen zu verlieben. Der französische Regisseur Philippe Le Guay nimmt uns in seinem Film mit nach Paris der 60er. Leicht hätte er einen Film machen können, in dem er mit erhobenem Zeigefinger aufzeigt, wie die spanischen Gastarbeiterinnen wie Fußabtreter behandelt werden, genügend Stoff gibt es dafür allemal. Philippe Le Guay wollte aber kein Drama verfilmen, sondern einen charmanten französischen Film, in dem man sich wohlfühlen kann. Soziale Missstände werden gestreift aber nicht an den Pranger gestellt. Besonders deutlich wird das z.B. in einer Szene, als die Kinder des Börsenmakler Jean-Louis Joubert das neue Dienstmädchen, die wundervolle und hübsche Maria, in der Küche wie den letzen Dreck behandeln. Eine kurze aber wichtige Szene. Der Film ist aber eine Komödie und genau das leistet er auch :-)

Mir hat es unglaublichen Spass gemacht mit Jean-Louis Joubert (Fabrice Luchini) in den sechsten Stock zu “Reisen”, (more…)

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Die Kunst, sich die Schuhe zu binden [Kritik]

[06.03.2014 #1234] Die Kunst sich die Schuhe zu binden – Hur många lingon finns det i världen? (2010, Schweden)

schuhe

“Paradies” nennt sich das Tageszentrum, in dem Menschen mit geistiger Behinderung alltägliche Tätigkeiten erlernen sollen. Seit acht Jahren üben sie hier jetzt schon, sich die Schuhe zu binden. Mit dem Ergebnis, dass einige es selbst nach dieser langen Zeit nicht hinbekommen und andere ihre ganz eigene Idee davon haben, wie man Schuhe zubindet. Auf jeden Fall ist der Alltag im “Paradies” für diese Menschen sehr stupide und eintönig. (more…)

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Huhn mit Pflaumen [Rating]

[05.03.2014 #1235] Huhn mit Pflaumen (2011, Frankreich, Deutschland)

HmP

Auf der einen Seite hat mit der Film schon fasziniert, Zugang zu ihm konnte ich aber gestern irgendwie nicht finden. Vielleicht nehme ich ihn noch mal ins Review. Es gibt ja auch Tage, da erwischt man einen ungeeigneten Film, dem man sich nicht öffnen kann.

Teheran, 1958. Nasser-Ali Khan (Mathieu Amalric) ist der größte Geiger seiner Zeit. Als in einem Ehestreit seine geliebte Violine zu Bruch geht, bricht auch das Herz des berühmten Musikers. Nasser-Ali ahnt, dass er nun nie mehr spielen kann wie zuvor. (more…)

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Gold – Du kannst mehr als du denkst [Kritik]

GOLD_Plakat_RZ_03_Layout 1Die Dokumentation begleitet intensiv drei Spitzensportler bis zum Höhepunkt der Paralympics 2012. Es geht um Henry Wanyoike, blinder Marathonläufer aus Kenia, Kirsten Bruhn, querschnittgelähmte Schwimmerin aus Deutschland, und Kurt Fearnley, australischer Rennrollstuhlfahrer.

Für mich sind die Drei absolute Superhelden. Das sind Menschen aus dem Leben die einfach unglaubliches leisten und geleistet haben :-) Ich habe absolute Hochachtung vor diesen Menschen, ihrer inneren Kraft, dem Lebensmut, der Liebe am Leben und dem eisernen Willen sich da durchzukämpfen. Das ist ein sehr intensiver und wichtiger Film, eine Dokumentation die den stärksten Willen der Welt zeigt. (more…)

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Conjuring – Die Heimsuchung [Rating]

[02.03.2014 #1230] Conjuring – Die Heimsuchung (2013, USA)

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Der Regisseur James Wan (“Saw”, “Insidious”) hat diesen Horror-Film verbrochen, der auf mich gewirkt hat, als hätte er ein ganzes Bündel bekannter Horror-Filme in eine Spieldose gepackt und diese dann mal tüchtig durchgeschüttelt. Mir ist unbekannt ob das lustig oder beabsichtigt sein sollte, mich hat es sehr gestört. Ich bin zwar kein Horror-Experte, schaue sie aber schon seit ich 14 Jahre alt bin. (more…)

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Gravity [Rating]

[01.03.2014 #1227] Gravity (2013, Großbritannien, USA)

Gravity

Die visuellen Effekte in Gravity sind ein absoluter Leckerbissen, hier muss man den VFX-Künstlern absolute Hochachtung aussprechen. Weiterhin großartig sind die Toneffekte. Hat man zusätzlich noch einen IBEAM (Körperschallwandler) unter dem Sitz, ist das Erlebnis kaum zu überbieten :-) Ich hatte den Film kurz vor der Oscar-Nacht gesehen und man musste kein Prophet sein um zu wissen, dass Gravity hierfür die wohlverdienten Oscar’s bekommen wird. Was mich über die gesamte Laufzeit des Films gestört hat, (more…)

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Klara – Ein Pferd für Klara [Rating]

[01.03.2014 #1226] Klara – Ein Pferd für Klara (2010, Schweden)

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In dem Kinderfilm geht es um Freundschaft, Mut und immer an sich selbst zu glauben, weniger um einen Film für Pferdenarren, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Insgesamt ein sympathischer, unkitschiger und sehenswerter skandinavischer Kinderfilm.
An den tollen Film Ostwind (2013, Deutschland) reicht Klara bei weitem aber nicht heran.

Im sommerlichen Schweden verschlägt es Klara (Rebecca Plymholt) mit ihrer Mutter aufs Land. Um schnell neue Freunde zu gewinnen, behauptet Klara, dass sie eine klasse Reiterin ist. Eine faustdicke Lüge, denn Klara kann nicht reiten, und ein Pferd hat sie auch nicht. (more…)

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The Rocky Horror Picture Show [Rating]

[28.02.2014 #1224] The Rocky Horror Picture Show (1975, Großbritannien)

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Überwältigend, fantastisch und großartig, jedes mal auf’s Neue :-) Besonders Tim Curry als Dr. Frank N. Further ist so galaktisch, einfach umwerfend toll :-)

Während eines Unwetters finden Janet (Susan Sarandon) und Brad (Barry Bostwick) Schutz in einem unheimlichen Schloss. Herr dieses Gemäuers ist der außerirdische Transvestit und Wissenschaftler Dr. Frank N. Furter (Tim Curry). Er und seine exzentrischen Freunde sind begeistert von dem seriösen Pärchen und so präsentieren sie ihnen eine Horror-Show, die wohl niemand jemals vergessen wird… (more…)

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Freier Fall [Kritik]

[27.02.2014 #1223] Freier Fall (2012, Deutschland)

Traurig ist der Film … Warum ? Im Fazit.

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Marc Borgmanns (Hanno Koffler) und Bettina (Katharina Schüttler) geht es eigentlich richtig gut. Marc hat einen soliden Job bei der Polizei, Nachwuchs ist auf dem Weg und sie bewohnen eine Doppelhaushälfte, welche von den Eltern vorfinanziert wurde. Während einer Fortbildung lernt Marc den Kollegen Kay Engel (Max Riemelt) kennen. Bei einem gemeinsamen Lauftraining, von Marc und Kay, lernt Marc neue Gefühle in sich kennen, Gefühle für einen Mann zu entwickeln. Im Wald bekommt Marc seinen ersten Kuss von einem Mann und seine erste Erektion durch die liebende Hand von Kay. Marc möchte sich diesen neuen Gefühlen zunächst aber nicht hingeben und versucht sie zu verdrängen, eine innere Zerrissenheit macht sich intensiv in ihm breit. Trotz eines ersten Wiederstandes von Marc, wird sich zwischen den beiden eine Liebesbeziehung entwickeln. (more…)

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Beim Leben meiner Schwester [Kritik]

[23.02.2014 #1219] Beim Leben meiner Schwester (2009, USA)

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Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Filme über Krankheit, Tod, Krebs und jede Art von Dingen in einem Film gesehen, die das sichere Ende bedeuten. Mit bedacht waren diese zu über 90% aus Europa. “Halt auf freier Strecke” , “Marias letze Reise”, “Blaubeerblau” sind nur wenige die mir beim Schreiben direkt im Kopf sind. Moralisch für mich nicht vertretbar erzeugt ein Elternpaar ein neues Kind, sagen wir als lebendes Organ- und Zellen-Spende-Zentrum. Warum ? Um die schwer Leukämie kranke Tochter zu retten. Blut aus der Nabelschnur, das perfekte Ersatz- und Ergänzungslager für eine Todkranke. Das klingt echt nach einem spannenden Thema. (more…)

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The Act of Killing [Kritik]

[23.02.2014 #1218] The Act of Killing – Dokumentation (2012, Dänemark, Großbritannien, Norwegen)

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“Einen derart kraftvollen, surrealen und erschreckenden Film habe ich seit mindestens einem Jahrzehnt nicht gesehen … Beispiellos in der Geschichte des Kinos. *Werner Herzog*

Was dem amerikanischen Dokumentarfilmer Joshua Oppenheimer mit “The Act of Killing” gelungen ist, ist wirklich ungeheuerlich und spektakulär. Mörder, die tausende vermeintliche Kommunisten getötet haben, vor die Kamera zu stellen und sie zu bitten sich so darzustellen, wie sie von der Nachwelt gesehen werden wollen, als Helden. Stolz präsentieren sie sich vor der Kamera und demonstrieren mit einem Lächeln ihre optimierte Tötungsmethode (Bild 3 unten). Awar Congo sagt, “Wir fühlten uns damals als Gangster”, als freie Männer, “born to be free”. Auf die Frage von Oppenheimer an Adi (einem Kumpanen von Congo), ob er Kriegsverbrechen begangen habe, antwortet dieser “Kriegsverbrechen?. Was das sei, definierten immer die Sieger. Und ich bin ein Sieger.” (more…)

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Arirang – Bekenntnisse eines Filmemachers [KurzKritik]

[22.02.2014 #1217] Arirang – Bekenntnisse eines Filmemachers (2011, Südkorea)

Arirang

Kim Ki-Duk Filme beschäftigen mich so sehr, wie es kaum ein anderer Regisseur vermag zu schaffen, ich bewundere ihn von tiefstem Herzen. Hochachtung habe ich vor ihm, eine sehr tiefe Depression, so intim zu dokumentieren. Schaue ich in sein Gesicht (erstes Bild unten), muss ich einfach direkt wieder weinen und kann seinen Schmerz körperlich mitfühlen. Ich bin Kim Ki-Duk sehr dankbar, dass er uns so dicht an sich heran gelassen hat. Meine Gefühle und Gedanken in Worte auszudrücken, das Verarbeiten, wird eine lange Zeit brauchen. Intensiver kann man einen Menschen nicht erleben und fühlen.

Meine absolute Hochachtung Kim Ki-Duk, von ganzem Herzen ! (more…)

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Pelle der Eroberer [Rating]

[22.02.2014 #1216] Pelle der Eroberer (1987, Dänemark, Schweden)

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Berührt und gefesselt hat mich vor allem das Zusammenspiel zwischen Pelle, dem Sohn, und dem Vater Lasse. Die schauspielerische Leistung von Pelle Hvenegaard (Pelle) und Max von Sydow (Lasse) ist herausragend und man kann die beiden wirklich fühlen, besonders den Vater Lasse. Unglaublich berührt hat mich die Szene zwischen Lasse und der Seemannsfrau, aber im besonderen auch das Ende. Ich hätte mir eine stärkere und konzentriertere Fixierung auf Pelle und Lasse gewünscht. Die Nebenhandlungen haben mich an verschiedenen Stellen distanziert von Pelle und Lasse. Das wirkte dann, wie das Anschauen des Treibens auf dem Hof, ein Teilhaben, aber nicht mitfühlen. (more…)

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Riddick [Rating]

[22.02.2014 #1215] Riddick (2013, USA)
Riddick1Etwas Popcorn-Kino wollte ich, einfach nur mal entspannen, hatte mir doch “Riddick – Chroniken eines Kriegers (2004)” gut gefallen, weil er einfach cool ist und richtig Spass macht. Was einem mit “Riddick” geboten wird, ist bestenfalls als der letzte unterirdische Schrott zu bezeichnen. Absolute Zeitverschwendung.
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