Blue Velvet | Kritik | FilmTipp

blue-velvetAls das Rotkehlchen (Rot die Farbe der Liebe) den schwarzen Käfer (Schwarz, Unterwelt) gefangen hatte, war alles wieder in Ordnung.

Dennis Hopper ist im Alter von 74 Jahren am 29.05.2010 verstorben. Niemand ausser Denis Hopper konnte es schaffen die Rolle des Frank Booth so eine glaubhafte Authentizität zu verleihen. Das sind Momente die Filmgeschichte geschrieben haben und die mich immer wieder (hochgerechnet 40x) begeistert haben.

Es dauert etwas bis Frank Booth (Dennis Hopper) auftaucht. Man schaut dann in die Augen von ihm und sagt zu sich, ich kann deine Gewalt und Gedanken in jedem Muskel in deinem Gesicht körperlich fühlen, sehen und auch spüren. Ich denke, Frank ist der brutalste Mensch dem ich je auf der Leinwand begegnet  bin. Doch ist es Liebe.  Und auch wenn das jetzt sehr sehr komisch klingt, ich muss immer Tränen lachen, wenn er mit Jeffrey interagiert. Szenen die im Grunde absolut brutal sind und bei denen man einfach nur Spass hat. Ich glaube so etwas bekommt nur David Lynch so Meisterhaft auf die Leinwand gezaubert :-)

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Frank verkörpert einen sehr extremen kranken Menschen. Einen Menschen der, in dieser heilen USA Welt, irgendwie absolut Null das Bild am Anfang trägt, mehr ein Gegenpol (Unterwelt, schwarze Käfer) . David Lynch nimmt uns in diesem Film mit in eine USA-Vorstadt, die zum kotzen tolle USA Geschichte auf der Leinwand zu zerlegen.

Gerade wo ich das Schreibe, ist der Film nicht eine Liebesgeschichte ? Eine Geschichte bei der ich am Ende sehr stark geweint habe. Das bewegt sehr was Jeffrey und Sandy hier erleben, ein Erleben das eine Liebe absolut festigt :-)

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Der Film zeigt einen Frank der vergewaltigt, ein Frank der ihr nach einem Atmenzug aus der Unterwelt-Maske sehr schreckliche Dinge sagt und antut. Ein Jeffrey der nach dem beim Schlagen einer Frau, die in seiner Gewalt ist und sie es mag, sie dann doch durchfickt. Der Film hat eine sehr harte Handschrift die nicht für alle Zuschauer geeignet ist.

Du wirst mit sehr fehlen Dennis Hopper, von mir bekommst du dafür einen Oscar :-) Von ganzem Herzen. Frank, Dennis Hopper, das war eines deiner besten Rollen :-) Ich Liebe dich einfach dafür :-)

Schmucke Vorgärten, wohlerzogene Schulkinder und Menschen, die liebevoll ihren Rasen pflegen: Das ist Lumberton, eine typisch amerikanische Kleinstadt. Doch hinter dem scheinbaren Idyll lauert ein finsterer Abgrund. Am hellichten Tag macht Collegestudent Jeffrey Beaumont (Kyle MacLachlan) einen grausigen Fund: Auf einer Wiese liegt ein abgetrenntes menschliches Ohr. Durch seine Nachforschungen zusammen mit der hübschen Polizistentochter (Laura Dern) begegnet Jeffrey der verführerischen Nachclubsängerin Dorothy (Isabella Rossellini) und dem drogensüchtigen Sadist Frank (Dennis Hopper). Bald ist Jeffrey in einer ihm bisher unbekannten, verstörenden Welt, in einem mörderischen Bann voller abgründiger Leidenschaft und Gewalt – bis es kein Zurück mehr gibt.

Genre: Drama, Triller
Regie: David Lynch
Schauspieler: Kyle MacLachlan, Isabella Rossellini, Dennis Hopper
Produktionsland: USA
Kinostart: 1987
Laufzeit: 120 Minuten
FSK: 16

wow, der trailer is echt super klasse :-) yeesssssss .-)

 

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Hunger (IRA 1981, Bobby Sands)

hungerSchmerz, der brutal auf das Gehirn des Zuschauers einprügelt. Brutalste Gewallt, ausgeübt durch die Exekutive. Und dazu ein Gedanke, dass war 1981, IRA, jede Sekunde in meinem Leben spielt sich so etwas wieder ab, also Jetzt. Denkt man in diesem Moment noch an Bradley Manning der modern gefoltert wurde, in den USA, kocht das Blut bis zum überlaufen. Mir geht es nicht um den Film gerade sondern um den Transport.

Niemand sollte Menschen so behandeln wie es Bobby Sands erfahren hat. Dabei spielt es keine Rolle zu was er steht oder was er nach der Ansicht des Rechtssystems verbrochen hat. Und das gilt auch bestimmt für Mörder, … und im Besonderen auch für Menschen die politisch ein Zeichen setzen. Niemand auf der Welt hat das Recht Menschen so zu behandeln.

Der Mittelpunkt in dieser Thematisierung bildet die Plansequenz zwischen Bobby und dem Himmelskomiker, der verstummt nach dem Gespräch mit Bobby. Eine Szene die intensiv unter die Haut geht. Gefolgt von der Konsequenz,  auch wenn die Waffe von Bobby nur noch der Tod sein kann und auch neun weitere im Hungerstreik sterben werden.

Nie war ein Film so greifbar wie dieser, gerade in unserer heutigen Zeit. Realistischer geht es nicht.

Nachtrag: Ich habe den Film in Großbildprojektion gesehen. Bilder die bis zum Tod im Kopf bleiben.

Die Insassen im Hochsicherheitstrakt des Maze-Gefängnisses wollen als politische Gefangene anerkannt werden. Aus Protest weigern sie sich, Gefängniskleidung zu tragen, beschmieren die Zellenwände mit Exkrementen und waschen sich nicht. Die Gefängniswärter und extra dafür herbeigerufene Polizeikräfte misshandeln die Insassen regelmäßig. Einer der Wärter, Ray Lohan, wird daraufhin von einem Attentäter erschossen. Bobby Sands kündigt in einem Gespräch mit dem Priester Moran an, zusammen mit anderen Gefangenen in den Hungerstreik einzutreten, um ihre Forderungen durchzusetzen. Moran bezeichnet dies als Suizid und versucht Sands von der Idee abzubringen, doch dieser antwortet, es sei Mord, da ihre legitimen Forderungen nicht beachtet werden und ist fest entschlossen, notfalls sein Leben für seine politischen Ziele zu opfern. Nach neun Wochen stirbt er an Unterernährung. In seinen letzten Momenten begegnet er sich selbst als Kind. Seine Eltern besuchen ihn noch. Seinen Tod symbolisieren Bilder fliegender Raben. Der Film endet damit, dass Wärter Sands’ Leiche auf einer Bahre wegbringen.

Genre: Drama
Regie: Steve McQueen
Schauspieler: Liam Cunningham, Michael Fassbender, Stuart Graham, Helena Bereen, Liam McMahon
Produktionsland: Irland, Großbritannien
Kinostart: 2009
Laufzeit: 100 Minuten
FSK: 16

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O’Horten | Kritik

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Der Sprung in das schwarze Loch, bei dem wir aus dem Tunnel herausschnellen wie am Anfang.

Odd Horten ist Lokführer seit fast 40 Jahren und kurz vor seinem Ruhestand, seine vorletzte Fahrt.  Am Anfang sehen wir unglaubliche Aufnahmen wie Horten als Lokführer mit seinem Hightech-Zug eine monoton verschneite Berglandschaft durchschneidet. Horten sitzt mit seiner Pfeife entspannt in der Führerkabine, dass Licht wechselt durch die kurzen Tunnel von Schwarz nach Weiss. Eine Szene bei der man kurze Zeit später sehr gut bei seiner Abschiedsfeier verstehen kann, der Job war auch eine Art Liebe, wenn auch mit einer Routine, macht man so etwas schon so lange. Auch wenn ich Liebe wie die Farbe Rot schreibe ist hier die Farbe Blau dominant. Blau steht für Kälte könnte auch z.B. Schnee sein. (more…)

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Der Hüter des Lichts

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Wie jetzt “Indiana Jones” ? Alles klar Herr Blendentanz 😉

Jack Frost kenne ich natürlich noch aus meiner Kindheit, damals hieß der Peterchen Frost bei mir. Und der böse Boogeyman Pitch hatte in meiner Kindheit den Namen ‘Schwarzer Mann’. Der böse schwarze Mann, diese schwarze Gestallt die bei den Kindern die Albträume auslöst. Es heißt ja auch “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann”. Aber bei den Kindern in den USA die Heute aufwachsen, kann ich mir gut vorstellen, dass die höchstens den Weihnachtsmann und den Osterhasen kennen, weil es da Geschenke gibt. Die beiden kommen aber gleich auch noch mit in das Team :-)

Weihnachtsmann, Osterhase, Sandmann, Zahnfee erhalten durch Peterchen Frost Unterstützung um gemeinsam gegen den schwarzen Mann zu kämpfen. Berufen wurde Peterchen Frost zu dieser Aufgabe vom ‘dem Mann im Mond’ :-)

Man könnte meinen, nu hat der Blendentanz komplett den Verstand verloren :-)

Besonders gelungen fand ich hier den Weihnachtsmann, so mehr der Typ im handlichen Schrankformat, beide Arme mit Tattoos ausgestattet und mit einem russischen Akzent versehen :-) Aber auch der Sandmann macht einfach unglaublich Spass. Wo der Sandmann, er kann ja nicht sprechen, in verschiedenen Szenen versucht Alarm zu schlagen, das war einfach zum Brüllen komisch animiert. Eine Szene bei der ich auch jetzt noch laut lachen kann :-)

Der Film macht mit seiner wunderbare Dynamik und den Witz auch den großen Kindern Spass. Ein perfekter und unkomplizierter Film, der in einen Sonntag Nachmittag passt als Vorfilm. Mit richtig Speed präsentiert er sich auf der Leinwand. Und irgendwie hatte ich auf einmal den Eindruck jede Menge parallelen zu sehr bekannten Filmen zu sehen.

Die Animations-Künstler scheinen hier aber mit voller Wucht mit dem Kopf gegen das Regal mit Action, Sci-Fi und Abenteuer Filmen gelaufen zu sein. Anders ist das nicht zu erklären, dass man hier auf einmal an “Indiana Jones” und Matrix denken muss. Aber auch das Denken an Yoda in der Gestallt vom Sandmann bleibt hier irgendwie nicht aus. Auch Elemente aus weiteren bekannten Filmen sind auf einmal aus dem Gehirn-Film-Speicher präsent.

Der Film schafft keine gekonnten neuen Elemente. Was er aber kann ist unkompliziert mit viel Spass und Speed zu unterhalten. In Sachen 3D habe ich aber den Eindruck, dieses Werkzeug braucht der Film nicht zwingend für seine Wirkung. Der Film ist mit 3.5/5 Sternen sehr gut bedient. Wer aber nach Animation der Extraklasse sucht, ist mit dem galaktisch tollen Film Merida in jeder Hinsicht besser bedient. Hier ist 3D dann aber ein Muss.

Von Kindern verehrt und geliebt, von Erwachsenen als Märchen abgetan: Der Weihnachtsmann Nicholas St. North (im englischen Original gesprochen von Alec Baldwin), der Osterhase E. Aster Bunnymund (Hugh Jackman), der Sandmann und die Zahnfee Tooth (Isla Fisher) sind die ‘Hüter des Lichts’, die über einzigartige, fantastische Fähigkeiten verfügen. Gemeinsam stellt sich das Team dem hinterhältigen Boogeyman Pitch (Jude Law), der plant, mit einer Armee aus Albträumen, die Erde in die Finsternis zu stürzen, indem er mit Angst die Hoffnungen und Träume der Kinder zerstört. Doch die Gruppe kämpft nicht allein: Der eigensinnige, junge Jack Frost (Chris Pine) schließt sich ihnen an, um die finsteren Pläne von Pitch zu zerstören. Mit vereinten Kräften sind die Helden unserer Kindheit eigentlich unschlagbar, doch werden sie auch über Pitch triumphieren?

Originaltitel: Rise of the Guardians
Genre: Animation, Abenteuer
Regie: Peter Ramsey
Schauspieler: Chris Pine, Isla Fisher, Alec Baldwin
Produktionsland: USA
Kinostart: 2012
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: 6

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Buena Vista Social Club | Wim Wenders

BuenaistaSocialClub1Es braucht bei mir nur wenige Takte dieser fantastischen Musik und der ganze Körper kann sie fühlen. Das ist eine Musik die sofort bis ins tiefste Innere eindringt. Ein Gesang über Liebe, Leidenschaft und Schmerz der so unglaublich intensiv transportiert wird. Ein Blick in die Gesichter von Ibrahim Ferrer und Omara Portuondo, wenn sie zusammen singen, und man kann ihre Musik bis in die eigene Seele fühlen :-)

Hier das Lied mit den beiden – Quizás, quizás, quizás – Vielleicht, vielleicht, vielleicht
Die Übersetzung zu dem Lied gibt es hier -> Quizás, Quizás Übersetzung

Wim Wenders nimmt uns in dieser Dokumentation mit auf eine Reise nach Havanna die Soneros wie Compay Segundo und Ibrahim Ferrer kennen zu lernen. Wie Wim Wenders uns hier durch die Strassen von Havanna führt, ist eine Fotografie in bewegten Bilder der Extraklasse. Bilder die dem Zuschauer nie wieder aus dem Kopf gehen werden :-)

Im folgenden das Lied ‘Chan Chan’. Die Übersetzung zu dem Lied gibt es hier -> Chan Chan Songtext Übersetzung
Wenn man Ibrahim Ferrer und seinen Jungs bei diesem Lied zuschaut, es ist ein Fest :-) Musik die direkt aus dem Herzen kommt und sich unglaublich intensiv anfühlt. Bilder die mir vor Begeisterung und Gefühl die Tränen in die Augen treiben :-)

Man kann Wim Wenders für dieses Meisterwerk nur unendlich dankbar sein. Diese Hommage an die legendären Soneros aus Havanna kann man intensiv fühlen. Eine Dokumentation, ein Kunstwerk, das Wim Wenders geschaffen hat. Eine Musik die man einsaugt und dann am liebsten den Film direkt wieder von vorne startet :-)

Kennst du “Buena Vista Social Club” den Film, fragte mal die LinaLuna vor vielen Jahren. Ich denke ich habe natürlich mit “Nööö, was ist das denn geantwortet”. Natürlich ? Ja, zu dieser Zeit hat mir LinaLuna zum einen ihre Begeisterung für Arthouse versucht zu transportieren aber auch die fantastischen Soneros gezeigt. Ich erinnere mich heute nicht mehr, wie ich auf diesen Film reagiert habe und auf die Musik. Heute bin ich LinaLuna aber unendlich dankbar dafür, das sie in mir damit sehr viel verändert hat. Und, es schmerzt auch sehr wie bockig ich war.

Heute bin ich ein Wim Wenders und Arthouse Fan aus tiefstem Herzen. So ist das Leben :-) Wim Wenders der Wunderbare 😀

Momentaufnahmen im März 1998 aus Havanna: Wim Wenders und sein Team begleiten die Mitglieder des Buena Vista Social Club, legendäre Soneros der 30er, 40er und 50er Jahre, durch die Straßen Havannas und fangen die prickelnde Atmosphäre der Stadt ein, die die Rhythmen der kubanischen Son-Musik hervorbringt. Sie beobachten die Musiker im Studio bei Aufnahmen zum Soloalbum von Ibrahim Ferrer, folgen ihnen in ihre Wohnungen und lassen sich durch die Stadt an deren besondere Lieblingsplätze führen. Später richtet Wenders noch einmal seine Kamera auf die ‘Super Abuelos’ – Supergroßväter, wie sie in ihrer Heimat genannt werden. Im April geben sie in Amsterdam vor ausverkauftem Haus zwei Konzerte und erhalten bei Songs wie ‘Chan Chan’ und ‘Dos Gardenias’ nicht enden wollenden Beifall. Für Juli werden sie zu einem Konzert in der Carnegie Hall in New York eingeladen. Wenders fängt auf der Reise die Reaktionen und die Begeisterung der alten Männer ein, die Zeit ihres Lebens nur in Kuba gelebt haben. Das Konzert ist ein sensationelles Ereignis und zugleich der allerletzte Auftritt dieser fast zufällig entstandenen und doch so perfekt zusammenpassenden Künstlergruppe, die nach der letzten gemeinsamen Verbeugung wieder auseinandergehen wird. Für immer.

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Oblivion

Oblivion

Ich bin genervt und zwar sehr. Also einfach mal wegschauen, es muss raus. Mein Gehirn blockiert sonst. Und ihr dürft mich gerne auspeitschen wenn ihr möchtet.

‘Tom Cruise’ kann man beliebig weit nach dem wiederkäuen im Kotzstrahl auswürgen, in einen Topf mit CGI. Und wenn das Würgen nachgelassen hat, garnieren wir das Kotz-Hollywood-Rezept noch mit Super-Bowl. Eine ätzende Schlammgrube bei der jeder denkt, die muss doch lecker sein. Eine Kochzeit von über zwei Stunden, nachdem sich die daraus resultierende Nahrung unglaublich zäh anfühlt und man sich fast gefoltert fühlt, garniert man das ganze dann noch mit ‘Morgan Freeman’.  Ein Rezept das doch aufgehen und schmecken muss ?

Diese Art von Brechnahrung muss man erneut auskotzen, mein Körper scheint vergiftet. Für mich waren es zwei Stunden die sich angefühlt haben wie eine Folter, so zäh, 2 Stunden die wie 12 Stunden wirken.

Ich hatte schon öfters die letzen Tage über das Tool CGI und auch 3D geschrieben. Ein Tool das verstanden werden willl. Einfach ein Werkzeug. Hier hatte ich schwer den Eindruck

“Hollywood will mich verarschen”

Für mich ist die Konsequenz  aus dem erlebten ganz klar. Hollywood kotzt uns in den Hals und alle finden es lecker. Ich mach das in dieser Form nicht mehr mit !

Und mein Freitag nach einer doofen Woche mit solch einem Streifen zu neutralisieren, das findet nicht mehr statt. Montag und Freitag ist Arthouse Kino Tag, soviel habe ich gelernt.

Soll doch den Dreck schauen wer will. Das Leben ist zu kurz um immer wieder diese öde Kotze zu fressen !

Jeder braucht seine Lektion und besonders der Blendentanz hat was gelernt :-)

Nach einer Apokalypse hat die Menschheit den Planeten Erde verlassen und lebt schon seit Jahrzehnten hoch über den Wolken. Der hoch spezialisierte Techniker Jack Harper (Tom Cruise) ist einer der wenigen Menschen, die noch auf der fast verwüsteten Erde stationiert sind. Es ist ein gefährlicher Ort. Nach jahrelangen Kämpfen mit furchterregenden alienartigen Lebewesen um lebenswichtige Ressourcen hat Jack seine Aufgabe nun erfüllt. Doch da entdeckt er auf einem Patrouillenflug in einem abgestürzten Raumschiff eine Überlebende. Dieser Vorfall löst eine Kettenreaktion höchst mysteriöser Ereignisse aus. Gibt es vielleicht noch weitere Lebewesen, die ihm bislang verborgen blieben?

Genre: Action, Sci-Fi
Regie: Joseph Kosinski
Schauspieler: Tom Cruise, Olga Kurylenko, Morgan Freeman
Produktionsland: USA
Kinostart: 2013
Laufzeit: 126 Minuten
FSK: 12

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Dreiviertelmond

Dreiviertelmon

“Hartmut, dass mürrische Mammut mit einem grossen Herz”

Hartmut (Elmar Wepper) ist über sechzig Jahre Alt und Taxifahrer in Nürnberg. Anfänglich befördert er in seinem Taxi eine türkische Mutter mit ihrer 6-jährigen Tochter Hayat (Mercan Türkoglu). Die Reise für Hayat geht in Nürnberg zu ihrer Oma, bei der sie erst mal bleiben soll, da die Mutter geschäftlich zu tun hat. In der Wohnung der Oma angekommen, in der sie alleine lebt, möchte die Oma vor dem Essen mit Hayat beten. Da geschieht das Tragische mit der Oma, was Hayat auf einmal ganz alleine darstehen lässt. Niemand ist für sie da in dem Moment als sie im Krankenhaus in dem Flur sitzt. Eine Szene die in diesem Moment unglaublich schmerzt. Man schaut als Zuschauer hier in die Augen von Hayat, ein Blick den die Kamera sehr intensiv transportiert.

Hartmut auf der anderen Seite wurde gerade von seiner Frau verlassen, mit der er seit über dreißig Jahren zusammen in einem Haus gelebt hat. Hartmut wirkt mürrisch, launisch und verschlossen für alles was sich irgendwie aus seiner scheinbar glücklichen eingefahren Welt herausbewegt. Er will zurück zu Ihr. Die eingefahrenen Strukturen von Hartmut und seiner Frau wurden dreißig Jahre aufgebaut, sie waren klassisch, und eine Trennung kommt für diese Generation nur sehr schwer in Frage. So spielt es sich im Inneren von Hartmut ab und ich kann ihn dabei absolut verstehen vom Gefühl her.

Hayat ist ein unglaubliches kleines Mädchen mit einer unglaublichen Kraft, die einem auf der Leinwand einfach sofort mitreisst. Sie ist aber auch echt liebevoll eigensinnig und bockig. Aber klar ist auch, die kleine Hayat kocht einfach alles weich, auch sowas, was so mürrisch ist wie Hartmut. Und so geschieht es das Hayat auf dem Weg vom Krankenhaus nach Hause in das Haus der Oma, von Hartmut befördert wird. Hartmut macht einfach sein Ding und liefert sie in der Wohnung der Oma ab, in der keiner mehr ist. Hartmut zieht dann erst mal von dannen, kommt aber am nächsten Tag wieder zu Hayat, die Taxifahrt ist ja noch nicht bezahlt.

Es beginnt ab diesem Zeitpunkt eine herzergreifende Geschichte zwischen Hayat und Hartmut die mich absolut mitgerissen hat. Eine sehr gekonnte Symbiose zwischen unglaublichem Humor und einem Drama. Die beiden als Team zu sehen ist einfach eines der tollsten Momente seit langem :-)

Auf der anderen Seite aber auch gesellschaftliche Momente der Hilfebitte die echt grossen Schmerz verursachen beim Zuschauer. Es geht um Sätze in Bezug um die Hilfebitte der Aufnahme von Hayat, bei dem er sich dann anhören muss “… ein deutsches Kind nehmen wir nicht auf … und das in unserer heutigen Zeit …”.
Da hat mir echt das Blut gekocht bis zum Anschlag.

Dreiviertelmond ist ein fantastischer Film für die ganze Familie. Ich denke Kinder werden Hayat einfach lieben, sie spielt das unvergessen galaktisch :-) Aber auch für grosse Kinder wie mich war es ein bewegender Film, den ich einfach genossen habe. Ein Film bei dem ich bewegt wurde, geweint habe und im nächsten Moment schon wieder gelacht habe. Ein Film aus dem Leben wie er einfach sein soll :-)

Hartmut und Hayat, ein unvergessenes Team :-) Eine Entwicklung von Hartmut die einfach bewegt :-) Und auch der heimatlose Türgriff in der Hand von Hayat :-)

Hartmut Mackowiak (Elmar Wepper) steht unter Schock. Seine Frau (Katja Rupé) verlässt ihn nach 30 Ehejahren für einen anderen Mann. Plötzlich muss er sein Leben noch einmal vollkommen neu ordnen und dabei hat der mürrische Taxifahrer doch am liebsten seine Ruhe und verschanzt sich hinter einem Panzer aus Vorurteilen, Selbstgenügsamkeit und skeptischer Ablehnung gegenüber allem Fremden und Neuen. Da passt es ihm auch gar nicht, dass plötzlich die 6-jährige Hayat (Mercan Türkoglu) mutterseelenallein in seinem Taxi auftaucht, kein Deutsch spricht und nun auf seine Hilfe angewiesen ist. Alle Versuche, sie los zu werden, scheitern. Und obwohl er gerade seine Frau zur Rückkehr bewegen will, macht er sich schließlich auf die Suche nach Hayats Mutter. Dabei dämmert es ihm: Vielleicht ist es nicht er, der Hayat hilft, sondern sie ihm.

Genre: Drama, Comedy
Regie: Christian Zübert
Schauspieler: Elmar Wepper, Mercan Türkoglu, Ivan Anderson, Katja Rupé
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2011
Laufzeit: 94 Minuten
FSK: 6

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King Kong (Peter Jackson)

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Ich erinnere mich noch genau, sehr lang ist es her. Bochum 3 Uhr Nachts, ich halte eine Exemplar von Peter Jackson’s King Kong in der Hand. Bei mir dachte ich, Peter Jackson ist entweder einfach genial oder er ist der grösste Idiot auf Erden, dass er sich so einem Filmklassiker wie ‘King Kong’ nähert. Innerlich sehr neugierig und auch aufgeregt, habe ich dann das Heimkino hochgefahren und das Soundsystem auf eine moderate Lautstärke eingestellt. Man will ja nicht Ärger bekommen um 3 Uhr Nachts.

Mein Gehirn hat sich schon zu Anfang des Films sofort an die Leinwand gekoppelt. Eine unglaubliche Faszination durchströmte mich, mit welcher gekonnten Art Peter Jackson dieses Meisterwerk auf die Leinwand bringt. Als dann Später ‘King Kong’ mit Ann in den Dschungel verschwindet, war es vorbei mit Leise, ich fühlte mich fast hypnotisiert von dieser Urgewalt. Eine Urgewalt die Dank CGI so unglaublich greifbar war. Bilder die auf der Leinwand mit einer galaktischen Kraft den Zuschauer treffen. Wir hatten dann schon 04:30 Uhr ca. als das Heimkino immer lauter wurde. Mir schien es in diesem Moment so, ich bin ganz alleine in diesem Film, eine Faszination die man nur schwer beschreiben kann :-) Irgendwie legte der Film in meinem Kopf einen Schalter um, ein zornig liebender Schalter.

Ich habe den Film seit diesem Abend, nach dem es erheblichen Ärger gegeben hat, sehr oft geschaut. Es war immer ein Abenteuer der Extraklasse, bei der die Leinwand eine unglaubliche Faszination, Liebe, Tränen und auch einen extremen Zorn transportiert hat. Gerade die Reflektion meines inneren Zorns, ausgedrückt durch die Kraft von King Kong, ich möchte die so oft nicht wieder erleben.

Peter Jackson hat den Film ‘King Kong’ in einer perfekten fantastischen Gefühls-Achterbahn-Fahrt adaptiert und umgesetzt. Peter Jackson, ich Danke dir sehr dafür :-) Eines meiner wichtigsten Filme :-)

Im folgenden der Trailer zu dem Film und natürlich ein paar Lieblingsszenen die das Geschriebene in ein Bild fassen :-)

Genre: Fantasy, Abenteuer
Regie: Peter Jackson
Schauspieler: Naomi Watts, Jack Black, Adrien Brody
Produktionsland: Deutschland , USA , Neuseeland
Kinostart: 2005
Laufzeit: 187 Minuten
FSK: 12

Eine Gruppe von Entdeckern und Dokumentarfilmemachern macht sich auf die Reise zum geheimnisvollen ‘Skull Island’, wo sie die Legende von einem Riesengorilla namens Kong auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen wollen. Tatsächlich stoßen sie in dem von der Zivilisation geschützten Dschungel auf prähistorische Tiere und schließlich deren Erzfeind Kong, der sich auf den ersten Blick in die schöne Schauspielerin Ann Darrow verliebt und sie entführt. Kong kann überwältigt, betäubt und zurück nach New York gebracht werden, wo er als Attraktion ausgestellt werden soll.

 



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Kitchen Stories – Salmer fra kjøkkenet

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1944 entsendet das schwedische Hauswirtschafts-Forschungs-Institut HFI seine vielen Beobachter in ein norwegisches Dorf, das Verhalten von Junggesellen in ihrer Küche zu beobachten. Der Beobachter Folke wird der anfänglich recht unzugängliche aber dann doch neugierige Isak zugeteilt. In einer sehr kurzen Szene am Anfang sieht man Isak aus dem Pferdestall kommen, kurz danach öffnet er ihm doch die Tür. Auf mich wirkt es bereits hier so, als würde er gerne über etwas reden wollen, verstehen wird man diese Szene aber erst ganz am Ende des Films.

Die Aufgabe von Folke ist in einem Hochstuhl in der Küche von Isak zu sitzen und Folke zu beobachten. Es ist nicht erlaubt mit Isak zur reden, die Küche zu verändern oder gar eine Freundschaft aufzubauen. Folke sitzt also jetzt in der Küche in seinem Hochstuhl und sollte eigentlich Isak beobachten. Das Problem ist nur das Isak das Experiment, das sich im Bild in einem fantastisch stillem und zum umwerfen komischen Humor darstellt, boykottiert wie er nur kann. Da lässt Isak in der Küche auch schon mal gerne den Wasserhahn tropfen, macht das Licht in der Küche aus und kocht dann eben oben im Schlafzimmer. Folke darf in der Zeit die dunkle menschenleere Küche beobachten. Wie gesagt, Folke darf in die Szene nicht eingreifen. Auf der anderen Seite scheint sich das Schlafzimmer von Isak, im ersten Stock, sich selbst so langsam zu einem Beobachtungszimmer zu entwickeln.

In einer weiteren Szene steht Isak wieder im Pferdestall und sagt “Warum willst du nicht gesund werden ?” Nachdem Folke zuvor den Versuchsaufbau in der Küche sehr empfindlich gestört hat, er hat einen Salzstreuer in Abwesenheit von Isak  verwendet. Ein kleiner Salzstreuer der hier ein Auslöser für den Beginn einer Freundschaft werden soll. Es ist auch die erste Szene in dem Film in der Isak überhaupt zu Folke spricht und sagt “Komm runter und trink einen Kaffee”.

Ab diesem Moment beginnt eine wunderbare Veränderung und Annäherung von Isak und Folke, die doch so verschieden sind. Isak hat es aber vom ersten Moment an verstanden, wie soll man etwas verändern ohne miteinander zu reden ? Und Isak hat sehr viel zu erzählen und auch beizutragen :-) Tiefgreifende Gespräche beginnen zwischen den Beiden, die aber immer mit einem Humor ausgestattet sind, wie es nur ein Regisseur aus skandinavischen  Ländern vermag zum Zuschauer zu transportieren.

Ich habe selten einen Arthouse Film gesehen der so gekonnt mit einem feinfühligen Humor daherkommt. Es ist ein gesellschaftlicher Humoranstrich, den hier der Regisseur Bent Hamer untermalt, mit im Grunde einer dramatischen Story die einen auch sehr traurig macht.  Das Ganze bleibt dabei aber zu jeder (fast) Zeit einfach unvergessen komisch, ohne dabei die Melancholie in den Vordergrund zu rücken. Es ist doch klar, wo Humor ist ist auch Schicksal. Sehr sicher bin ich nach dem lesen verschiedener Kommentare zu dem Film, die meisten Zuschauer haben den tragischen Aspekt in diesem Film nicht mal mitbekommen. Na dann schaut diesen tollen Film nach 100 weiteren Arthouse Filmen einfach nochmal :-)

Die Bilder haben mich seit dem ersten Anschauen vor vielen Jahren irgendwie nicht mehr losgelassen. Und es waren auch Bilder in meinem Kopf mit dem Hochstuhl von Folke in der Ecke in der Küche, die immer mehr mein Verhalten in Bezug auf diese leckere Kost, den Film verändert haben. Ich war vor sehr vielen Jahren alles andere als ein Arthouse Fan. Hauptsache es macht richtig Krach und Lärm, der Inhalt war da echt Nebensache.

LinaLuna, die liebe Arthousefrau, war dann auf einmal zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben. Und sie hatte es echt schwer mir diese fantastische Art von Film nahezubringen. Was war ich bockig und die meiste Zeit bin ich bei den Arthouse Filmen auch einfach eingepennt. “Zu langweilig, ich will das nicht.” Es brauchte aber leider noch weitere Jahre, bis es endlich bei mir “Klick” machte.  Heute bin ich LinaLuna sehr sehr dankbar, dass sie mir ein Tor zu dieser so tollen Filmwelt eröffnet hat. Vielen Dank LinaLuna :-) Auf der anderen Seite aber auch traurig über mich selbst, warum konnte der Blendentanz dieses Glück nicht teilen ? Ich denke, das ist in sich selbst eine Arthouse Geschichte.

Arthouse rockt :-) Eine ganz grosse Liebe.

Marktforscher sind ein Übel. Erst recht, wenn die Datensammler im eigenen Haus ihre Zelte aufschlagen. Für den kauzigen Single Isak wird dieser Alptraum wahr, als in seinem norwegischen Dorf das schwedische Forschungsinstitut für Heim und Haushalt einfällt. In einer Studie soll das Verhalten von Junggesellen in ihrer Küche untersucht werden und bei Isak wird dazu Folke als Beobachter auf einem Hochsitz postiert. Jeglicher Kontakt zwischen den beiden ist verboten, um die Ergebnisse nicht zu gefährden. Doch schon bald macht sich Isak einen Spaß daraus, das Experiment zu boykottieren. Nach und nach bricht die Versuchsanordnung zusammen.

Originaltitel: Salmer fra kjøkkenet
Genre: Comedy
Regie: Bent Hamer
Schauspieler: Joachim Calmeyer, Tomas Norström, Bjørn Floberg, Reine Brynolfsson
Produktionsland: Norwegen, Schweden
Kinostart: 2005
Laufzeit: 95 Minuten
FSK: 0

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Lichtmond 3D – 3D-Referenz-Tipp …

… und/oder das klare geforderte Ausscheissen “3D ist Bockmist, das braucht echt keine Sau”

Jeder der meint, 3D kann mich einfach nicht so richtig überzeugen, sollte sich unbedingt Lichtmond 3D anschauen. Natürlich gilt gerade auch bei diesem Meisterhaften 3D-Kunstwerk wieder, je grösser das 3D-Bild desto besser ist die fantastische Wirkung. Man taucht hier wie bei einer Meditation in eine 3D-Welt ein, die sich hierbei sehr intensiv greifbar vor der Leinwand ausbreitet. Hier wird das eigene Heimkino mit zum Schauplatz. Ich stehe dann in einigen Szenen immer auf, stehe da mit offenem Mund und kann die kleine fliegende Insel in meinen Händen halten. Das ist jedes mal unglaublich fantastisch :-) Untermalt wird das ganze von einer tollen meditativen Musik und einer Stimme aus dem Off, die einen fantastisch toll durch diese magische Welt begleitet.

Ich kann nur jedem empfehlen der ein Kunstwerk mit galaktischer 3D-Technik und eine atemberaubende Ton-Qualität erleben möchte, sich dieser tollen Reise in die Lichtmond-Welt hinzugeben. Es lohnt sich einfach sehr und auch kann man hierbei die Möglichkeiten der 3D-Technik, die bis zum machbaren ausgereizt wird, kennenlernen. Nur so ist es möglich sich überhaupt eine Meinung zu dem Thema 3D-Technik bilden zu können.

Es könnte jetzt aber so klingen als würde meine Meinung so sein, dass je mehr sich vor der Leinwand abspielt in 3D der Film oder die Animation um so besser ist. Darum geht es aber in keiner Weise. Mir geht es darum das Medium 3D als ein Tool zu begreifen, was der Regisseur ganz selbstverständlich so wie einen Lichtformer einsetzt, einfach um den Zuschauer dabei zu unterstützen, bei ihm die gewollte Wirkung der Bilder zu entfalten.

In Richtung 3D-Kunst-Filme haben wir hier neben Lichtmond im besonderen auch das Meisterwerk von Wim Wenders ‘Pina’. Auch wenn Lichtmond Animation ist und ‘Pina’ Tanztheater, haben es beide verstanden das Medium 3D für den Zuschauer, so optimal das die Technik ermöglicht, direkt ins Wohnzimmer zu transportieren. So macht das ganze in 3D einfach Spass :-)

Und das war es jetzt schon mit 3D was der blendentanz toll gefunden hat ? Nein bestimmt nicht.
Mit hilft die 3D-Technik im besonderen aber auch dieses Mittendrin zu schaffen. Dabei meine ich zum einen diese unglaublichen Bilder die bei “The Hobbit” in 3D ins Gehirn wandern aber auch z.B. ‘Hugo’. Bei ‘Hugo’ ist es so das ich dank der 3D-Bilder im Kopf Heute nach vielen vielen Monaten noch im Sprint durch den Bahnhof laufen könnte. Irgendwie ist es bei ‘Hugo’ und ‘The Hobbit’ so. Ich habe den Eindruck, ich war echt mal da :-) Hier wurde das Tool 3D komplett verstanden.

Nun noch etwas 3D-Schelte. 3D-Bluray’s sind unglaublich teuer und zu 95% auch unglaublich schlecht produziert. Eine Mega große Enttäuschung die nur eins will, uns das Geld aus der Tasche ziehen. Teilweise setzte ich dann schon mal die 3D-Brille mitten im Film ab (der Film läuft natürlich weiter in 3D) und was sehe ich ? Genau, keinen Unterschied nicht einen. So was macht mich echt Mega sauer. Ich bin mittlerweile dazu übergegangen 3D-Filme, bei denen nicht glockenklar vor dem Kauf klar ist, dass sie das Medium verstanden haben, mir diese erst mal auszuleihen. Aber auch für die Filmkritiker gibt es jetzt mal echt Hiebe. Ihr erzählt ganz selbstverständlich über Kameraarbeit, Schauspieler und Ton, aber das Thema 3D, auch wenn der Kritiker den Film in 3D gesehen hat, wird zu 98% nur nebenbei erwähnt. Da fragt man sich, ist das Tool 3D echt so unwichtig ? Muss man das nicht erwähnen ? Etwa eine Elite von Regisseuren die es einsetzen können ? Dann sollten die Kritiker doch auch mal ganz klar ausscheissen “3D ist Bockmist, das braucht echt keine Sau”.

Fazit: Lichtmond will angeschaut werden, weil es galaktisch fantastisch ist und dieses Medium 3D verstanden hat :-) Eine Meditation der Extraklasse :-)

Aber passt auf, die anderen drecks 3D-Geldgeier haben euren Geldbeutel belagert.

‘Lichtmond’ ist eine Reise durch magische Klanglandschaften, kombiniert mit faszinierenden Vocals und traumhaften Liebesgedichten mit Bezug auf unterschiedlichste Kulturen. Hinter dem Projekt ‘Lichtmond’ stehen die Musiker und Produzenten Giorgio & Martin Koppehele (‘Avenue Music’), die schon mit ihrem Ambra-Projekt im Chill-Out-Bereich Maßstäbe gesetzt haben.

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Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs

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Vier wunderbare Wochenenden lang habe ich nun die Hobbits auf ihrem Abenteuern begleitet :-) Es waren zauberhafte 15 Stunden Film, angefangen mit “The Hobbit Teil 1” und dann alle Herr der Ringe Teile. 15 Stunden in denen ich gelacht, geweint habe und jedes mal aufs Neue aufgesaugt werde von diesem fantastischen Meisterwerk, das der galaktische Peter Jackson für uns gezaubert hat. Gerade dieser Teil von “Der Herr der Ringe (11 Oscars)” war wieder mal ein absoluter Hochgenuss :-) 4.5 Stunden bei denen ich mich dann immer Frage “Huch, schon vorbei” :-) Nun heist es leider viel zu lange warten, bis ich meine nächste Reise zusammen mit den Hobbits unternehmen darf :-)

Ich hab schon wieder Pippiaugen vor Begeisterung wenn ich nur den Trailer sehe :-) Mir scheint als werde ich im Herbst erneut 15 Stunden mit den Hobbits auf die Reise gehen :-)

Die Entscheidungsschlacht um Mittelerde beginnt. Frodo und Sam (Sean Astin) setzen unter Führung des geheimnisvollen Gollum (Andy Serkis) ihre gefährliche Reise zum Feuerschlund des Schicksalsbergs fort, um dort den Einen Ring zu vernichten. Aragorn (Viggo Mortensen) muss sich seiner Bestimmung stellen: Als Anführer führt er seine Gefolgsleute gegen die ungeheure Übermacht des Dunklen Lords Sauron ins Feld, um dem Ringträger die Möglichkeit zu geben, seine Mission zu erfüllen.

Genre: Fantasy, Abenteuer, Action
Regie: Peter Jackson
Schauspieler: Elijah Wood, Sean Astin, Viggo Mortensen, Ian McKellen, Liv Tyler, Orlando Bloom, Billy Boyd, Dominic Monaghan, Andy Serkis, John Rhys-Davies
Produktionsland: USA, Neuseeland
Kinostart: 2003
Laufzeit: 263 Minuten
FSK: 12

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We Need to Talk About Kevin

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NUR DER DER HASS SÄT MUSS IHN AUCH ERNTEN

So erzählt dieser Film die im Mittelpunkt der Geschichte stehende Mutter Eva mit ihrem Sohn Kevin. Erzählt wird diese Geschichte im Rückblick von Eva. Zu der Familie gehören ebenfalls der naive Vater, der im Bezug auf die Farbe Rot, farbenblind zu sein scheint und auch später eine Tochter im Leben der beiden Eltern. Das Kernthema ist aber die Energie von Hass und Unliebe, die Kevin 16 Jahre nach seiner Geburt zu einer schrecklichen Tat führen wird. Eine erschütternde Tat, die einen Pfeil auslöste, ein Kevin-Eva-Pfeil, der treffen musste.

In der ersten Szene verpasst der Regisseur diesem intensiv schrecklichem Familien-Filmgemälde eine Grundierung in Blutrot, bebildert in einer rauschartigen Szene. Die rauschartige Szene zeigt Eva mitten in der Tomatenschlacht Tomatina, die jedes Jahr im spanischen Buñol stattfindet. Die große Leinwand füllt sich in diesem Moment ausfüllend mit Rot. Die Farbe Rot die den Zuschauer durch den ganzen Film begleiten wird. Rot ist hier ein Symbol (z.B. ein roter Stuhl) für eine schreckliche Tat des Sohnes Kevin, an die der Zuschauer sehr schmerzhaft herangeführt wird.

Herangeführt wird der Zuschauer an die Tat von Kevin im ersten drittel des Filmes mit unglaublichen Bildern, die nicht linear bebildert direkt aus dem Gehirn von Eva (der Mutter) kommen. Eva, unglaublich intensiv authentisch gespielt von Tilda Swinton, wirkt hier zerbrochen. Ein Körper der zerbrechlich wie eine Porzellanpuppe wirkt, ein Blick in das Gesicht einer Frau der aufzeigt, sie hat was intensiv schreckliches erlebt und nimmt jeden Streichholz als Halt an.

Kevin, die Saat des Teufels, ihr Sohn. Wer ist hier der Teufel ? Sagte sie nicht kurz nach der Geburt zu Kevin im Laufstall “Mein Leben war glücklich bevor du auf die Welt gekommen bist ?”. Das Mutter-Sohn-System gebahnt sich nach dem ersten Drittel des Filmes weitgehend linear zu erzählen, wie schrecklich die 16 Jahre waren, bevor Kevin seine Pfeile gegen das mit Blut gefüllte richtete. Mit extremer Psychopathologie des Alltagslebens richtet Kevin alles gegen seine Mutter. Auf eine Art die für den Zuschauer so schmerzhaft ist, das man am liebsten in die Leinwand springen möchte um den Kleinen und dann auch grossen Kevin einfach zu verprügeln. Unendlich grausam ist es was Kevin auch seiner Schwester antut, Szenen in den die Farbe Rot immer im Mittelpunkt steht. Ein Blutrot das präsent grausam auch nur ein überladener Himbeer Toast ist, oder auch einfach ein roter Spielball des Lebens.

Aber trifft man da echt den richtigen wenn man Kevin, es ist ein Kind, gedanklich verprügelt, ich denke nein. Ganz zum Ende umarmt man dann die Leinwand, welche sich in ein gleissend helles homogenes Weiß taucht. Kein Rot mehr zu sehen !

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dieses eins der intensivsten Filme in den letzen Monaten war. Ohne sozialkritisch moralisch zu sein, hat es dieser Film mit seiner unglaublichen Kraft jede Sekunde geschafft mein Gehirn zu bewegen, auch wenn es sehr sehr schmerzhaft war. Unvergessen aber im besonderen die Schauspielerin Tilda Swinton, die alles mit einer unglaublichen durchschlagskraft an die Wand spielt :-) Vielen Dank für diese intensive Reise.

Man sollte die Saat des eigenen Teufels umarmen, bevor es zu Spät ist.

Die ehemalige Reisejournalistin und Cosmopolitin Eva Khatchadourian (Tilda Swinton) trägt eine schwere seelische Last. Grund ist ihr Sohn Kevin, der bereits als Baby eine eigenwillige Distanz zeigt, die es Mutter Eva schwer macht, Nähe aufzubauen. Während ihr Mann Franklin (John C. Reilly) an seinem Sohn nichts Ungewöhnliches sieht, ist Eva besorgt über die mangelnde Empathie und seine Lust an Zerstörung.

Genre: Drama
Regie: Lynne Ramsay
Schauspieler: Tilda Swinton, Siobhan Fallon, John C. Reilly, Ezra Miller
Produktionsland: USA, Großbritanien
Kinostart: 2012
Laufzeit: 110 Minuten
FSK: 16

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Jurassic Park

Jurassic_Park
Atemberaubende Spannung der Extraklasse mit einer Musik die ich so liebe :-) 20 Jahre ist es her als ich aus dem Kino aus diesem Film gekommen bin. Damals habe ich mit offenen Mund und voller Begeisterung im Kino gesessen. Es war ein unglaubliches Erlebnis an das ich mich noch ganz genau erinnere. Steven Spielberg ist damals noch fast ohne die Arbeit der VFX-Künstler (visuelle Effekte) ausgekommen, eine liebevolle Handarbeit, die uns vor 20 Jahren in den Kinos so verzaubert hat.

Ich schaue gerade recht gerne Filme aus längst vergessener Zeit, die mir aber auf meinem Weg der wachsenden Filmbegeisterung einen Meilenstein an den Wegrand gelegt haben, zu dem man immer wieder gerne Zurück und Aufblickt :-)

Was Steven Spielberg in diesem Film vor 20 Jahren gelungen ist, ist atemberaubend spannend, auch Heute noch. Gerade die Szene wo “der kleine süsse Dino” sich brüllend über die beiden Kinder im Auto hermacht, ist immer wieder von einer atemberaubenden Spannung. Eine Urgewalt die man auch mit heutigen Mitteln nicht perfekter in Szene setzen kann :-)

Ich kann so einen fantastischen Film immer wieder genießen :-) Aber die Angst nach dem Film in den Keller oder die Küche zu gehen bleibt, könnte da nicht was lauern :-)

Ich habe den Film zum fressen gerne und dafür bekommt er auch die entsprechenden Sterne :-) Eine wunderbares Stück Filmgeschichte und ein Meilenstein bei der Entwicklung dieses Genres im Kino :-)

Für diese Meisterleistung muss man Steven Spielberg einfach nur lieben :-)

Der zweite Trailer ist die neue Version die im Herbst ins Kino kommt, ich freue mich drauf :-)

 

 

Der reiche Unternehmer John Hammond (Richard Attenborough) errichtet auf einer einsamen Insel heimlich einen Erlebnispark, der für seine Gäste außergewöhnliche Attraktionen bereithält: Es ist gelungen, aus einer urzeitlichen DNA leibhaftige Dinosaurier ins Leben zu rufen. Bevor der Park für das Publikum geöffnet wird, lädt er einen führenden Paläontologen, dessen Freundin, eine Paläobotanikerin, einen berühmten Mathematiker und seine beiden wissbegierigen Enkel ein, um die besorgten Investoren zu beruhigen. Aber der Besuch seiner ersten Gäste verläuft alles andere als nach Plan. Die urzeitlichen Monster brechen aus, entziehen sich jeder Kontrolle und starten eine mörderische Jagd auf ihre Schöpfer.

Genre: Abenteuer
Regie: Steven Spielbeg
Schauspieler: Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum
Produktionsland: USA
Kinostart: 1993
Laufzeit: 122 Minuten
FSK: 12

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Hannibal

hannibal-movie-poster-2001-1020252247Für den kleinen Hannibal Lecter (Anthony Hopkins) Hunger zwischendurch ist der Film ganz brauchbar. Mir fehlt hier Jodie Foster an der Seite von Hannibal Lecter. Erschrocken bin ich immer über mich selbst, dass es die Figur Hannibal Lecter schafft Sympathie für in zu empfinden. Man freut sich wenn dieses Monster der Justiz entkommt. Ich Frage mich ob das nur mir so geht ?

Der Film ist gerade am Ende unglaublich spannend und auch erschreckend zugleich. Das sind Bilder aus dem Hannibal-Lecter-Kochkurs die einem bestimmt nie wieder aus dem Kopf gehen werden. Und auch mit dem Ende war ich sehr zufrieden, auch wenn dieses Monster Federn lassen musste. Natürlich die Launchbox ganz am Ende nicht zu vergessen, da verschieben sich schon so leicht die eigenen Gesichtszüge.

Wer ‘Das Schweigen der Lämmer’ geliebt hat wird hier ebenfalls sehr gut unterhalten. An ‘Das Schweigen der Lämmer’ mit dem unvergessenen Zusammenspiel mit Jodie Foster kommt er aber, wie zu erwarten war, nicht im Ansatz heran. Auf jeden Fall unbedingt die FSK-18 Version schauen :-)

Gut ein Jahrzehnt, nachdem Clarice Starling den Frauenmörder Buffalo Bill mit Hilfe des inhaftierten Serienkillers Hannibal Lecter zur Strecke brachte, gerät ihre einst steile FBI-Karriere in Turbulenzen. Just da meldet sich der zwischenzeitlich den Kerkermauern entwichene Lecter (Anthony Hopkins) mit einer Art Liebesbrief aus Florenz bei ihr zurück. Lecter zu verhaften könnte ihren Ruf retten, doch muss Clarice (Julianne Moore) sich beeilen: Der mysteriöse Milliardär Mason Verger (Gary Oldman), von Lecter einst verunstaltet, scheut keine Anstrengung, persönlich Rache zu üben.

Genre: Triller, Horror
Regie: Ridley Scott
Schauspieler: Anthony Hopkins, Julianne Moore, Gary Oldman
Produktionsland: Großbritannien, USA
Kinostart: 2001
Laufzeit: 125 Minuten
FSK: 18

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Nur 48 Stunden

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Mit derbstem fantastischem hartem trockenem Humor präsentiert sich Eddie Murphy in seinem Debüt 1982 an der Seite von Nick Nolte. Wer in Sachen trockenem Humor bei ‘Last Boy Scout’ ein Sauerstoffzelt brauchte, sollte sich hier besser gleich ein Reanimationsteam zur Seite stellen. Auch mit Muskelkater im Gesicht ist hier schwer zu rechnen :-)

Ich habe den Film als ich 16 Jahre alt (vor 27 Jahren) war das erste mal gesehen, als wir schon damals unsere VHS-Video-Abende gefeiert haben. Damals wie Heute hat der Film immer voll durchgezündet, einer geiler Lachflash der auch Heute noch genauso hart rennt wie damals :-)

Für mich ist es ein Kultfilm aus meiner Jugend den ich hier wiederentdeckt habe :-) Die gleiche geile Reise wie vor 27 Jahren :-) Wer den noch nicht kennt, unbedingt anschauen :-)

48hrs

Erfolgsregisseur Walter Hill schafft fast atemlose Spannung bis zur letzten Minute. Mit packend emotionalen Effekten wird die filmische Handlung zur Realität: Ein Verbrecher kann fliehen und legt, auf der Suche nach der Beute, die ihn hinter Gitter gebracht hat, eine grausige Spur. Für Jack Cates (Nick Nolte), Polizist in San Francisco, beginnen nun dramatische 48 Stunden. Auf der Jagd nach dem Verbrecher verbündet er sich mit dem Farbigen Reggie Hammond (Eddie Murphy), den er für 48 Stunden aus dem Gefängnis entlässt. Ihr Verhältnis wird zur Machtprobe und zum Auftakt von mitreißenden, intelligenten Actionszenen.

Genre: Comedy, Action, Thriller
Regie: Walter Hill
Schauspieler: Nick Nolte, Eddie Murphy
Produktionsland: USA
Kinostart: 1983
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: 18

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