Dänische Delikatessen – De Grønne Slagtere (Mads Mikkelsen)

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Der dänische Regisseur und Drehbuchautor Anders Thomas Jensen ist für mich der absolute Meister des sehr deftigen und schwarzen Humors, er hat es einfach galaktisch drauf :-) Dänische Delikatessen ist sein zweiter Film, nach Flickering Lights und vor Adams Äpfel, in dem er auch selbst die Regie geführt hat. Die drei Filme haben eins gemeinsam, den fantastischen Mads Mikkelsen. Mads Mikkelsen hat sich in den letzen Monaten an die Spitze meiner Lieblingsschauspieler platziert :-)

In einem Interview in dem ‘Süddeutsche Zeitung Magazin’ (es geht um seine Rolle als Hannibal Lecter) wird Mads Mikkelsen zu seinem Humor und warum er gerne die harten Typen in blutigen Filmen spielt gefragt. Mads Mikkelsen, den der Kritiker Joachim Kurz auch als der Schmerzensmann bezeichnet (sehr treffend :-)) ,  antwortet darauf mit: (more…)

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Ein griechischer Sommer – Nicostratos le pélican

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Ich schaue von Zeit zu Zeit gerne auch Kinderfilme, weil sie gute Laune transportiert und man auch als großes Kind bei solchen Filmen richtig Spass hat :-) Spielt ein Film dazu dann noch in dieser atemberaubend schönen griechischen Location mit einem Pelikan in einer zentralen Rolle, musste dieser Film einfach angeschaut werden :-)

Der vierzehnjährige Yannis (Thibault Le Guellec) lebt zusammen mit seinem Vater Demosthenes (Emir Kusturica) auf der kleinen griechischen Insel Zora. Viel mehr als das Klosterleben, das einzige Bistro auf dem Dorfmarktplatz und die Fischerei gibt es hier nicht. Yannis und sein Vater leben Abseits des Dorfes, direkt am Strand in einer sehr ärmlichen Behausung. (more…)

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Albert Nobbs

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Wie ist ihr Name ? – Albert – Ihr echter Name ? – Albert

Dublin, spätes 19. Jahrhundert. Albert Nobbs ist Kellner im Luxushotel Morrison’s. Ein Kellner von vollendeter Präzision und Höflichkeit. Wenn er ein Tablett hält, wirkt es so, als könnte man eine Wasserwaage daran kalibrieren. Akribisch genau wird von ihm jeder Penny Trinkgeld in einem Notizbuch festgehalten. Albert reduziert sich selbst auf ein Minimum an Gefühlen (Anfangs), ein funktionieren mit einem Lebenstraum, einen eigenen Laden aufzumachen. Er spart jeden Penny für diesen Traum. Seine größte Angst ist es aber, daß seine wahre Identität auffliegt.

Als eines Abends der Maler Hubert Page mit Albert in einem Zimmer übernachten soll, wird Albert demaskiert. (more…)

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Fast & Furious 6 [Kurzbewertung]

Ein fantastischer Vin Diesel und weitere coole Jungs im handlichen Schrankformat. Rasante Highspeed-Action die mit 130 Minuten etwas zu lang geraten ist.

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Der große Gatsby

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Die Schauspieler in ein riesiges kunterbuntes Bonbonglas werfen und dann die Anweisung von der Regie, das Bonbonglas immer kräftig schütteln werfen und rollen.

So fühlen sich die Bilder bei mir im Kopf an. Ein absoluter Overload der hier auf das Gehirn einprügelt. Mich hat der Film so derart nervös gemacht, dass ich mich kaum noch auf die Schauspieler konzentrieren konnte. Ein Schauspieler wie Leonardo DiCaprio ertrinkt hier mit seinem Spiel in dem Bonbonglas gnadenlos.

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Village at the End of the World

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Grönland: Niaqornat. Eine Dokumentation die ins Herz trifft und Gefühle weckt :-)

Das Dorf Niaqornat liegt im Nordwesten von Grönland mit 59 Einwohnern. Ein sehr abgelegenes Dorf, welches nur mit dem Hubschrauber oder dem Schiff zu erreichen ist. Als ich von der Dokumentation erfahren habe und den Trailer und die galaktischen Bilder gesehen habe, war klar, diese Dokumentation muss ich mir unbedingt anschauen. Ich habe die DVD dann schließlich aus den UK importiert :-)

Niaqornat ist eines der extremsten und auch schönsten Orte, welche ich je in einer Dokumentation erlebt habe. Die Kulisse, in dem sich das Dorf befindet, kann man einfach nur als atemberaubend bezeichnen :-) Ein Dorf mit einer sehr langen Geschichte, wie wir später bebildert erfahren werden. Hier ist der zentrale Mittelpunkt des Überlebens “Fischen und Jagen”.

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Berlin Berlin – SerienTipp

Heute hab ich euch den ultimativen super mega fantastischen galaktischen SerienTipp mitgebracht :-) Höchste Serien Suchtgefahr der Extraklasse :-)

Lolle (Felicitas Woll), aus Malente, hat gerade ihr Abitur abgeschlossen. Ihre Mutter bezeichnet Lolle als “Sie hätte besser Feldwebel werden sollen, Lolle mach dies, Lolle mach das, du musst was aus deinem Leben machen, die Zeit nutzen …” :-)   Der Vater ist eigentlich die bessere Mutter, sagt sie über ihn. Eigentlich wollte Lolle mit ihrem Freund zusammen das Leben geniessen. Der Freund zieht es aber vor in Berlin Geld zu verdienen und macht mit Lolle per Brief Schluss. Lolle reist kurzer Hand nach Berlin um ihren Freund zurückzugewinnen.

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Drachenmädchen

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‘Hast du Kung-Fu für einen Spaziergang’

Der Regisseur Inigo Westmeier nimmt uns in dieser Dokumentation mit auf eine Reise in die zentralchinesische Provinz Henan, die Geschichte dreier der 26.000 Schüler an der Kung-Fu-Schule ‘Shaolin Tagou’ zu erzählen. Die Kung-Fu-Schule liegt direkt neben dem Shaolin Tempel, dem Ursprung des Kung Fu.

Am Anfang erleben wir wie tausende von Schülern eine Formation vorführen. Das ganze wirkt in diesem Moment zum einen sehr bildgewaltig und beeindruckend, auf der anderen Seite aber auch sehr erschreckend. In dieser Formation erscheinen die tausende von Schülern wie ein einziger Körper, der nur dazu da ist, nach strengsten Gesetzen zu funktionieren.

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Der Pianist

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Marcel Reich-Ranicki ist selbst Überlebender des Warschauer Gettos und sagt über Polanski “Er hat es meisterhaft gemacht.”

…Wie alle, die ihre eigenen Erlebnisse in einem Film sehen, war auch ich oft geneigt, die Wiedergabe der historischen Wahrheit zu beanstanden und refrainartig zu wiederholen: Es war ja alles anders… Nein, es war nicht anders. Was ich mir nie vorgestellt, was ich nie zu hoffen gewagt habe, das ist Polanski hier gelungen…
Marcel Reich-Ranicki FAZ 23.10.2002

Streckenweise hatte ich den Eindruck, diese sehr authentisch wirkenden Bilder des Unfassbaren nicht mehr ertragen zu können. Der Film ist aber zu wichtig um wegzuschauen. Ich hatte in diesem Film das Gefühl, selbst mit dem Pianisten durch das Warschauer Getto gelaufen zu sein und ums Überleben gekämpft zu haben. (more…)

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Side Effects

Geldgeile Ärzte, gesponsert von den Pharmaunternehmen. Der Film hat bei mir in den ersten zwei Dritteln einen unglaublichen Hass aufgebaut, gegen alles was irgendwie einen Rezeptblock halten kann. Die verdammten scheiss Ärzte die vor lauter Geld ausscheißen kaum noch ihren Stift finden. Ein Mensch, behandelt als Objekt, der hier die sehr schwer depressive Patientin Emily Taylor (Rooney Mara) mit einem neuen Medikament verheizt, hier gehen Ärzte sogar über Leichen. Erweitert man dann noch die Gedanken auf unser System, bei dem Ärzte, durch die gesetzliche Krankenkasse gebeutelt, dem Patienten irgendeinen Scheiss verschreiben, kocht echt das Blut noch etwas mehr. Ich möchte im weiteren die Gedanken die dieser Film bis dahin aufbaut, hier nicht schreiben. Klar ist auf jeden Fall der Thriller hat mich in diesem Abschnitt echt im Kopf zur Weißglut getrieben. Auch an einer Gerichtsverhandlung spart der Film nicht, hier muss ein Kopf rollen nach dem tragischen Ereignis. Und einer wird hier sehr intensiv forschen :-)

Ist man dann so sicher drin in dem Film und scheint den Film im Griff zu haben, kommt die Wahrheit wie ein Hammer. Ein Moment bei dem ich zu mir selbst sagte “Ach du Scheisse, ach du Scheisse, das kann nicht sein”. Ein Thriller der unglaublich funktioniert im Kopf und der sich in Bezug auf der Suche nach der Wahrheit, in Bezug auf Dr. Jonathan Banks sehr stark entwickelt zu einem Thriller der Extraklasse, wie ich einen Film liebe :-)

Ein grossartiger Thriller der Extraklasse den Niemand verpassen sollte. In einer weiteren Ebene transportiert der Film dann die ganze Wahrheit und die Auflösung :-) Und auch eine Anleitung zum Durchdenken, mehr möchte ich nicht sagen :-) Anschauen !

Emily Taylor (Rooney Mara) spielt hier die sehr schwer depressive Patientin so intensiv mit solch einer Überzeugungskraft, dass es einen fast aus dem Kinosessel katapultiert. Einfach unglaublich grossartig :-) Ein super super tolles Lob an den Regisseur Steven Soderbergh, das war echt ganz grosses Kino :-)

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Der ehrgeizige Psychiater Dr. Jonathan Banks (Jude Law) setzt alles daran, seiner neuen Patientin Emily Taylor (Rooney Mara), die nach einem Selbstmordversuch bei ihm eingeliefert wurde, zu helfen. Gerade erst ist Emilys Mann Martin (Channing Tatum), der wegen Insiderhandels die letzten Jahre im Gefängnis saß, entlassen worden. Doch der Versuch, gemeinsam ein neues Leben zu beginnen, scheitert. Gleiches gilt für die Wirksamkeit der von Banks verschriebenen Medikamente. Banks nimmt Kontakt zu Emilys früherer Psychiaterin (Catherine Zeta-Jones) auf, die ihm rät, ein neues Medikament an Emily zu testen. Anfangs geht es ihr besser, doch schon bald erweisen sich die Nebenwirkungen als äußerst dramatisch. Nach einem … spürt Banks, wie er immer mehr die Kontrolle nicht nur über seine Patientin, sondern auch über sein eigenes Leben verliert. Er entscheidet sich, für die Suche nach der Wahrheit alles zu riskieren: seine Familie, seine Profession, seinen Ruf – als er einem unglaublichen Verdacht auf die Spur kommt.

Genre: Thriller, Krimi
Regie: Steven Soderbergh
Schauspieler: Jude Law, Vinessa Shaw, Catherine Zeta-Jones, Channing Tatum, Rooney Mara, David Costabile
Produktionsland: USA
Kinostart: 2013
Laufzeit: 106 Minuten
FSK: 12

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Die Tür (Mads Mikkelsen)

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Während sich der Maler David Andernach (Mads Mikkelsen) mit einer anderen Frau vergnügt, geschieht das Unglück im Garten des Familienhauses. Die Tochter stürzt beim fangen eines Schmetterlings in den Pool und stirbt. Ein Ereignis, das David Andernach fünf Jahre in Selbsthass und Verzweiflung treibt. Auch seine Frau verliert er durch dieses tragische Ereignis. David Andernach währe lieber Tod, als mit dieser schweren Last weiter zu Leben.

Durch eine mysteriöse Tür gelangt er in sein altes Leben zurück. Wir sehen wieder den älteren Nachbarn, der lautstark schreit “Mittagsruhe”. Es ist genau der Moment kurz bevor seine Tochter im Pool ertrinken wird. Er rennt los und rettet seine Tochter. Ein mysteriöse Tür, die das Familienglück wieder hergestellt hat. Wirklich ? Ist es ein Glück von Dauer ?

Ganz wichtig bei diesem fantastischen Film ist, dass ich hier nicht Spoiler. Ich möchte aber ein paar Tipps geben und euch dann in den Film entlassen :-)

Geht man durch eine Tür fünf Jahre zurück ins sein altes Leben, ist da nicht … (ups) … ? Glaubt ihr nicht das z.B. Tochter und Mutter irgendwie fühlen, dass hier etwas nicht stimmt ? Die Tür hat sich nicht aus dem Nichts geöffnet und ist dann verschwunden, sie steht immer zur Verfügung. Auch andere Menschen haben den Wunsch, gemachte Fehler zu korrigieren.

Der Film bleibt über die gesamte Spielzeit ultra spannend, man dürstet gerade zu die Auflösung zu erfahren und kann es einfach kaum noch aushalten. Ich mag mein Gehirn, wenn ich auch noch nach vielen Tagen über einen Film nachdenken kann und es Spass macht :-) Der Film ist bestes Arthouse-Kino aus Deutschland, einfach ganz grosse Klasse :-) Ich empfehle jeden unbedingt diesen Film anzuschauen. Es ist ein wunderbarer Film fürs Gehirn :-)

Was wirklich unmöglich machbar ist in dem Film, sich jemand anderen als Mads Mikkelsen in der Hauptrolle vorzustellen. Sein Gesicht und seine Schmerzensmimik durchdringt die Leinwand unglaublich fantastisch. Laut Aussagen bei Kino-Zeit soll Mads Mikkelsen die Rolle sofort zugesagt haben. Man spürt seine unglaubliche Spielkraft in dieser Rolle jede Sekunde. Es ist der fantastische Schmerzensmann Mads Mikkelsen (so nennt ihn mein Lieblings-Filmkritiker Joachim Kurz von Kino-Zeit) den ich so Liebe :-)

Der Maler David Andernach (Mads Mikkelsen) ist auf der Höhe seines Erfolgs, als ein tragisches Unglück von einer Sekunde auf die andere alles verändert. Während er seine schönen Nachbarin Gia (Heike Makatsch), mit der er eine Affäre hat, besucht, ertrinkt sein Töchterchen Leonie im Pool seines Hauses. Von Schuldgefühlen gepeinigt, bekommt David sein Leben nicht mehr in den Griff, zumal seine Frau Maja (Jessica Schwarz) ihm nicht verzeihen kann. David, völlig am Ende, will sich umbringen, als er unerwartet eine verborgene Tür in die Vergangenheit entdeckt. Durch sie gelangt er zurück zu dem alles entscheidenden Augenblick und erhält so die Möglichkeit, seine Tochter zu retten. Doch die Glück verheißende Chance auf einen Neuanfang entpuppt sich bald als Horrortrip, denn die Vergangenheit birgt dunkle, verhängnisvolle Geheimnisse.

Genre: Drama, Thriller, Mystery
Regie: Anno Saul
Schauspieler: Mads Mikkelsen, Jessica Schwarz, Valeria Eisenbart
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2009
Laufzeit: 103 Minuten
FSK: 16

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Little Thirteen

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“Vögeln bis einer sagt, ich bleib bei dir – Original SubTitel”

So dreht es sich in dem Film um die 13-jährige Sarah, die in einer “bildungsfernen Schicht” installiert ist, die von Unsicherheiten der Erwerbstätigkeit gekennzeichnet ist. Thema ist das Sexualisierte he­r­an­züch­ten unserer Jugend und Kinder, der “Generation-Porno” (so der Regisseur u.a.). Die Mutter von Sarah lebt es ihr vor, hier kommt Sex vor der Liebe. Hemmungslos leben die Mutter und ihr Freund ihr Sexleben lautstark vor den Kindern und Sarah aus. Szenen bei denen ich einfach nicht glauben kann, dass es so etwas in “bildungsfernen Schichten” geben kann. Mir fehlt da einfach das Wissen um das zu beurteilen.

Was mich besonders schockiert hat bei dem Film, ist das Aufheben der Intimität und des Wunderbaren des ersten Geschlechtsaktes in der Jugend. Das die Eltern von Sarah nicht Applaus klatschend in der Tür gestanden haben, ist echt alles. Eine Szene, bei dem man sich einen Elternführerschein wünscht. Das gilt aber bestimmt auch für andere Szenen.

Wenn ich mich an meine erste Freundin erinnere, fühlt sich der Film einfach sehr grausam an. Wir haben uns erst mal sanft angenähert, bevor wir das erste mal Intim wurden. Also Liebe vor Sex.

Heute wird es hier keine ernsthaften Sterne für den Film geben. Es war die Abschlussarbeit von Christian Klandt an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Man muss den Film ernst nehmen, dafür bekommt er Glückwünsche. Aber hier bleiben bei mir zu viele Fragen, die ich in diesem Biotop nur schwer sehen kann. Ganz klar, ich komme mit dem Film nicht klar. Denke aber, da können andere bestimmt helfen.

Der Film ist FSK 12. Hat man den Film gesehen, glaubt man das auch nicht. Gemessen an “Die Kinder vom Bahnhof Zoo”, ein sehr sehr wichtiger Film. Und unserer ätzenden Trash-TV Welt begegnet der Nachwuchsregisseur Christian Klandt (Baujahr 1978) interessant :-) Jetzt habe ich doch Sterne :-)

Sarah (Muriel Wimmer) und ihre Freundin Charly kennen in ihrem Leben keine wirkliche Zuneigung. Stattdessen versuchen die beiden Teenager, in exzessiven körperlichen Beziehungen zu Jungs so etwas wie Liebe zu finden. Doch dann lernt Sarah im Chat Lukas kennen, der längst nicht so draufgängerisch ist wie die Typen, mit denen sie vorher was hatte. Zum ersten Mal in ihrem Leben entwickelt sie eine Sehnsucht nach einer Beziehung. Aber was will Lukas und was will Sarahs Mutter von Lukas?

Genre: Drama
Regie: Christian Klandt
Schauspieler: Muriel Wimmer, Antonia Putiloff, Joseph Bundschuh, Philipp Kubitza
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2012
Laufzeit: 91 Minuten
FSK: 12

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Die Königin und der Leibarzt | BlitzKritik

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Mads Mikkelsen gehört mit seinem sehr intensivem Gesicht zu einem meiner Lieblingsschauspielern. Dabei denkt mein Gehirn aber an einen Mads wie ich in aus seiner Leistung in “Adams Äpfel, Nach der Hochzeit, Die Tür, Die Jagd” kenne. Der fantastische Joachim Kurz hatte zu Mads in diesem Film einen Satz der einfach trifft.

“Mikkelsen ist nur dann richtig gut, wenn er leiden kann. Deshalb nenne ich ihn nur noch “Den Schmerzensmann”.

Mads Mikkelsen “Der Schmerzensmann” :-) was eine fantastische Bezeichnung. Denkt man an den Film zurück, geht Mads auf einmal auf in seiner Rolle. Genau in diesem Moment als er im Gefängnis halb verprügelt auf dem Boden kauert. Hier funktioniert Mads Mikkelsen auf der Leinwand und man spürt ihn in dieser Szene :-)

Eine echte Überraschung war die zauberhafte Alicia Vikander. Sie kann auch in wortlosen Szenen ihre Rolle nur mit den Augen spielen. Das war echt großes Kino :-) Ich liebe sowas einfach sehr :-) Aber auch bei ihr hatte ich den Eindruck, andere Regisseure können hier viel mehr fantastisches aus ihr herausholen. Sie werden wir wieder sehen, ganz sicher :-)

Was leider im Kopf zurückbleibt es ein historisches Erklärstück. Über zwei Stunden die sich anfühlen wie 3.5 Stunden. Die anderen Darsteller wirken mir hier zu Terra-X technisch installiert. Darsteller die ihre Rolle nicht fühlen können und man das als Zuschauer sofort spürt.

Man muss seine Lieblingsschauspieler auch in nicht durchgezündeten Rollen erleben, um sie lieben zu können. Mads Mikkelsen, “Der Schmerzensmann”, dieses Wort hat sich in meinem Gehirn gefühlt installiert :-)

Eine der emotionalsten Begebenheiten der europäischen Geschichte: Das Macht- und Liebes-Dreieck zwischen der dänischen Königin Caroline Mathilde (Alicia Vikander), ihrem wahnsinnigen Mann, König Christian VII. (Mikkel Boe Følsgaard), und dem deutschen Arzt und Aufklärer Johann F. Struensee (Mads Mikkelsen) stürzte die dänische Monarchie in eine tiefe Krise. Die skandalöse Ménage à trois endete mit der Scheidung des Königspaars und der Hinrichtung des Leibarztes. Das Drehbuch verfassten Nikolaj Arcel, der auch Regie führte, sowie Rasmus Heisterberg. Das Scriptconsulting übernahm Starregisseur Lars von Trier.

Originaltitel: En Kongelig Affære
Genre: Historie , Drama , Romanze
Regie: Nikolaj Arcel
Schauspieler: Mads Mikkelsen, Alicia Vikander, Mikkel Boe Folsgaard
Produktionsland: Dänemark
Kinostart: 2012
Laufzeit: 136 Minuten
FSK: 12

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Männer im Wasser (Allt flyter)

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Aus Saras Sicht ist es ein Coming of Age Film, wie sie ihren Vater Frederik und das Team mitten in den Midlife-Crisis begleitet und verändert. Längst sind die Zeiten vorbei als das erfolgreiche Hockey-Team seine goldene Zeit hatte. Hier ist der Zeitpunkt gekommen etwas Neues zu versuchen, das Synchronschwimmen :-)

Besonders Sara trägt den Film mit einer galaktischen Leichtigkeit zum Zuschauer. Eine Leichtigkeit die erfrischend Spass macht :-) Das ist ein Film bei dem ich mich mit über 40 einfach wieder jung fühle. Der Film ist eine Film-Perle die niemand verpassen sollte :-) Erfrischend zum quietschen komisch und auch ernst. Perfekter kann ein Film, der direkt ins Herz trifft, nicht sein :-)

Fredrik, arbeitsloser Redakteur und ambitionierter Freizeit-Sportler, steckt tief in der Midlife-Crisis. Seine Ehe liegt in Scherben, seine Frau will die aufmüpfige Teenager-Tochter bei ihm abladen, um ihrer Karriere nachzugehen und nach einer katastrophalen Niederlage ist es auch noch um die Zukunft seines heiß geliebten Hockeyteams schlecht bestellt. Eine neue Herausforderung muss her! Aus einer Schnapsidee heraus eröffnet sich für Fredrik ein neues Betätigungsfeld: Synchronschwimmen. Zuerst glauben die Jungs aus seinem alten Hockey-Team an einen schlechten Scherz, aber Fredrik leistet harte Überzeugungsarbeit. Und nicht nur das: Kaum sind alle mit im Boot, träumt Fredrik, typisch Mann, auch gleich von der Teilnahme an den Synchronschwimm-Weltmeisterschaften in Berlin – als Schwedens offizielles männliches Team. Das Projekt unter dem Motto ‘Go for Gold’ hat nur einen kleinen Schönheitsfehler – die Truppe hat keinen blassen Schimmer vom Synchronschwimmen.

Genre: Comedy
Regie: Måns Herngren
Schauspieler: Andreas Rothlin-Svensson, Jimmy Lindström, Peter Gardiner, Benny Haag, Shebly Niavarani
Produktionsland: Schweden
Kinostart: 2010
Laufzeit: 100 Minuten
FSK: 0

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The Road

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Apocalypse – Tod oder Menschenfresser ? Den Sohn erschiessen und fressen oder andere fressen ? Was denkt ihr ?

Plötzlich ist die Apocalypse intensiv fühlbar doch da. Der Mensch hat es endlich geschafft Natur und Tiere komplett auszulöschen. Nur wenige Menschen leben noch.

Ein Vater mit seinem ca. 9-jährigen Sohn befindet sich in diesem Endzeitszenario. Der Vater zeigt seinem Sohn, als er sich den Revolver mit zwei Schuss in den Mund steckt, wie man sich tötet. Farblose Bilder durchdringen intensiv die Leinwand, Bilder die nie wieder aus dem Gehirn gehen werden. Wir (die Guten) sehen weitere Überlebende (das Böse, sagt der Sohn), sie sind auf der Jagd wie alle, nach Nahrung. Der Vater drückt seinem Sohn den Revolver an die Stirn und sagt, ich muss wie ein Mörder aussehen. Vater und Sohn durchstreifen weiter die farblose Welt, auf dem Weg nach Süden, an das Meer.

Was soll ich den Bitte machen als Vater, erst meinen eigenen Sohn erschiessen und dann mich selbst ? Irgendwann sind die vorhandenen Lebensmittelvorräte aufgebraucht und es gibt nur noch die wenigen Menschen. Der Grund das wir Menschen uns nicht selbst gegenseitig auffressen und töten, ist doch das Regelwerk, welches das Tier in uns unterbindet. Ich bin der festen Überzeugung, jeder Mensch ist ein Tier und wir würden sofort Menschen töten und fressen. Überleben ist wie Geld, da werden die Menschen zum Tier.

“Als ich den Jungen gesehen habe, ich dachte es währe ein Engel … Nein … nie im Leben hätte ich gedacht das ich noch mal ein Kind zu Gesicht bekommen würde … ich wusste das es passieren würde …”. Der 90-jährige sagt im weiteren, es gab genug Warnungen. Es gibt aber in dem Film am Anfang eine Szene, bei der der Sohn ein anderes Kind sieht. Diese Szene ist sehr wichtig und … (Ups, Spoiler)

Natürlich sind wir Menschen mit unserem technischem und wissenschaftlichem Verstand, so hoch entwickelt, dass wir die Natur perfekt im Griff haben. Wir machen mit der Natur und den Genen einfach was wir wollen. Und kommt es dann in unserer Zeit z.B. wie bei ‘More than Honey’ doch zu Landstrichen, in denen die Bienen für das bestäuben der Bäume ausgestorben sind, bestäuben wir die Bäume halt von Menschenhand. Ganz nach dem Motto, bestimmt lassen sich vor einer Apokalypse keine Vorboten erkennen. Wir machen die Augen zu und regeln das.

Mein Gehirn kann diesen Film nicht loslassen, das tut einfach zu weh und erschüttert. Es öffnet die Augen und das Gehirn.

Glaubt echt jemand wir sind so schlau, dass es keine schleichende Apocalypse geben kann. Wir leben mitten drin. Macht mal die Augen auf.

Ich bin dem Regisseur John Hillcoat sehr dankbar für diesen Film. Aus dem Kopf gehen wird mir der bestimmt nie. Ganz grosses Lob an Viggo Mortensen und Kodi Smit-McPhee. Intensiver kann man eine Vater-Sohn Rolle nicht spielen.

Genre: Sci-Fi , Drama
Regie: John Hillcoat
Schauspieler: Charlize Theron, Viggo Mortensen, Robert Duvall, Guy Pearce, Garret Dillahunt
Produktionsland: USA
Kinostart: 119 Minuten
Laufzeit: 119 Minuten
FSK: 16

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