Lars und die Frauen

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Ein meisterhafter Arthouse Film der mich Gestern sehr beeindruckt und mich zum Nachdenken angeregt hat. Was passiert in unserer Gesellschaft mit Menschen die nicht 100% rund laufen, sich psychologisch auffällig verhalten oder einfach anders sind ? Sie werden von uns einfach ausgeblendet oder im schlimmsten Fall einfach weggesperrt. Hilfe haben solche Menschen nicht zu erwarten von unserer Gesellschaft. Es sind halt Verrückte, denen ist nicht zu helfen. In Bezug auf Lars könnte man sagen, es ist ein Perverser der unter Wahnvorstellungen und dazu unter Angst vor kleinstem körperlichen Kontakt leidet. Was aber passiert, wenn sich die Menschen einer ganze Gemeinde in eine Lars-Therapie-Stadt wandelt, in der alle Bürger mitwirken, zeigt dieser Film in fantastischer Art und Weise. Ich könnte mich bei manchen Szenen kaum entscheiden, ob ich lachen oder weinen soll. Es ist auch ein Lars im Wandel der die Film besonders macht und eine gelungenes Ende des Films, für den man dem Regisseur Craig Gillespie danken kann. Ein Arthouse Film bei dem ich auch für mich selbst etwas mitnehmen konnte :-)

Macht Liebe blind? Die Antwort gibt diese schräge, Oscar®-nominierte Außenseiter-Komödie. Sonderling Lars (Ryan Gosling) ist so scheu, dass selbst sein Bruder Gus (Paul Schneider) und seine Schwägerin Karin (Emily Mortimer) kaum Kontakt zu ihm haben. Bis er ihnen überraschend seine Verlobte Bianca vorstellt – für ihn ist sie eine bildschöne Brasilianerin, für seinen Bruder Gus und seine Schwägerin Karin– eindeutig eine lebensgroße Puppe aus Silikon! Irritiert holen sie sich Rat bei der Ärztin Dr. Dagmar (Patricia Clarkson) ein, die eine überraschende Diagnose stellt: Lars kann nur geholfen werden, wenn sie und die ganze Gemeinde Lars’ Freundin behandeln, als sei Bianca tatsächlich lebendig. Ein scheinbar einfacher Plan mit kuriosen Folgen.

Genre: Romanze, Comedy
Regie: Craig Gillespie
Schauspieler: Ryan Gosling, Patricia Clarkson, Emily Mortimer, Paul Schneider
Produktionsland: Kanada, USA
Kinostart: 2008
Laufzeit: 106 Minuten
FSK: 0

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Muxmäuschenstill

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Am Anfang des Films, (Mux)-Teil, war ich von dem Film noch belustigt und komisch erheitert. Im Mittelteil, mäuschen-Teil, wurde ich dann immer stiller und nachdenklicher über unsere Gesellschaft und auch wie sich die Medien in den 9 Jahren, seit dem Film, entwickelt haben. Im letzen Teil, still-Teil, war ich dann komplett still und nachdenklich. Der Film Mux-mäuschen-still bei dem man sich fragt, wer passt nicht in welches Moral-Universum, wir in seins oder er in unseres ?

Herr Mux (Jan Henrik Stahlberg) ist frustriert. Die Gesellschaft ist verkommen, und niemand scheint mehr einen Sinn für Moral und Anstand zu haben. Nicht mit ihm! Er nimmt die Zügel selbst in die Hand, indem er loszieht und an Straftätern jeglicher Art – Schwarzfahrer, Ins-Schwimmbecken-Pinkler, Graffitikünstler, Rote-Ampel-Überquerer usw. usf. – Erziehungsmaßnahmen vollzieht. Bald schafft er es nicht mehr allein, seine Mission zu erfüllen, und so stellt er sich einen Langzeitarbeitslosen (Fritz Roth) ein, der ihn unterstützen und sein Vorgehen auf Video festhalten soll. Gemeinsam versuchen sie fortan, die Gesellschaft besser zu machen. Was komisch beginnt, nimmt allmählich immer ernstere Züge an, denn auch vor Gewalt schrecken Mux und sein Assistent bald nicht mehr zurück.

Genre: Drama
Regie: Marcus Mittermeier
Schauspieler: Fritz Roth, Jan Henrik Stahlberg, Dieter Dost
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2004
Laufzeit: 89 Minuten
FSK: 16

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Death of a Superhero

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Der Arthouse Film ‘Death of a Superhero – Am Ende eines viel zu kurzen Tages’ hat mich gestern im positiven Sinne sehr überrascht. Der 15-jährige Donald ist unheilbar an Leukämie erkrankt und zeichnet seine innere Welt  in Form von Comicfiguren, bei denen er die Rolle eines Superhelden einnimmt. Es sind düstere Bilder die ihren Weg aus seinem Kopf auf das Papier finden. Bilder die das Thema “Die Angst den Tod im Nacken zu haben” ohne Worte ganz klar und unmissverständlich zur Aussage bringen. Die Integration der Comics in die realen Szenen finde ich sehr gelungen. Ich habe die letzen Monate sehr viele Arthouse Filme gesehen, die sich mit dem Thema Tod und Krankheit beschäftigen. Leicht hätte man hier wiederholt, das Thema Leukämie überbelichten und emotional ausschlachten können, dieses ist hier aber zum Glück nicht so. Sehr gelungen ist die Begegnung zwischen dem anfänglich verschlossenen Donalds und dem Psychologen Dr. Adrian King. Hier findet für beide einen Entwicklung in Sachen das Leben lieben statt, bei der Psychologe und Patient die Stühle tauschen. Eine Veränderung die Adrian neue Kraft und Lebensmut gibt und ihn beflügelt , eine alte Leidenschaft für eine Sache wiederzufinden :-)

Donalds (Thomas Brodie-Sangster) Leben ist chaotisch. Noch komplizierter als das von anderen Jungs in seinem Alter. Klar, mit fünfzehn träumt man von der Traumfrau, von Sex und Abenteuern. Bei Donald ist das nicht anders. Aber er ist krank und seine Uhr tickt. Mit seinem außgergewöhnlichen Zeichentalent schafft er sich mit Filzstift und Marker seine eigene Welt, in der sein muskulöses Alter Ego, ein Superheld, gegen seinen Todfeind, den grausamen ‘Glove’ und dessen sexy Gehilfin ‘Nursey Worsey’ kämpfen muss. Sein Superheld ist zwar unbesiegbar, aber auch außerstande zu lieben. Donalds Eltern schicken ihn zu dem Psychologen Dr. Adrian King (Andy Serkis), ‘Dr. Tod’, wie er ihn nennt. Nach anfänglichem Widerstand öffnet sich Donald langsam Adrian, der ihm mit entwaffnender Offenheit und Ehrlichkeit begegnet und ihn endlich wie einen Erwachsenen behandelt. Und es kommt noch besser: Donald lernt Shelly (Aisling Loftus) kennen, neu an der Schule und so hübsch wie rebellisch. Doch wie viel Zeit lässt ihm seine Krankheit, um die Schmetterlinge im Bauch zu genießen, und wie funktioniert das mit der Liebe überhaupt? Donald beweist , dass es nicht wichtig ist, wie man das Leben verlässt, sondern wie man es lebt. So erobert er das Herz des tollsten Mädchens, schenkt seinem Psychologen etwas von seinem unbändigen Lebensmut, erhält von Tanya (Jessisca Schwarz) eine wichtige Lektion fürs Leben und kommt am Ende eines viel zu kurzen Tages auch mit seinen Eltern (Sharon Horgan und Michael McElhatton) ins Reine. Eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art und eine Liebeserklärung an das Leben selbst.

Genre: Drama
Regie: Ian FitzGibbon
Schauspieler: Thomas Brodie-Sangster, Jessica Schwarz, Andy Serkis
Produktionsland: Irland, Deutschland
Kinostart: 2012
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: 12

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Stirb langsam 5

Wer eine Runde unproblematisches Popcorn-Action-Kino sucht ist hier gut aufgehoben. Einfach ein Film für Popcorn raus und Bierchen dazu. Mir hat direkt zu Anfang das unglaubliche Tempo mit den schnellen Schnitten gut gefallen. Hier fliegen die Trümmer das es nur so kracht :-)
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Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke. Cop John McClane (Bruce Willis) ist wieder zur falschen Zeit am falschen Ort, wo er erneut gefragt ist, um im Kampf gegen das organisierte Verbrechen auszuhelfen. Diesmal ist der New Yorker Cop in Moskau unterwegs, um seinen Sohn Jack McClane (Jai Courtney), der ihm über die Jahre fremd geworden ist, und den Russen Komorov (Sebastian Koch) zu retten, denen die russische Unterwelt im Nacken sitzt. Zusammen kämpfen sie gegen die Zeit, um einen gefährlichen Machtwechsel in Russland zu verhindern. Ein guter Tag zum Sterben!

Titel: Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben
Genre: Action
Regie: John Moore
Schauspieler: Bruce Willis, Jai Courtney, Sebastian Koch
Produktionsland: USA
Kinostart: 2013
Laufzeit: 97 Minuten
FSK: 16

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Die Bienenhüterin

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Die Literaturverfilmung rettet sich mit einer tollen schauspielerischen Leistung gerade noch in die 3 Sterne Wertung. Ein Film mit einem interessanten Plot, dem es aber an Tiefgang fehlt. Vielleicht hätte der Film unter einer anderen Regie sein Ausgangspotenzial besser nutzen können.

Die 14-jährige Lily Owens (Dakota Fanning) kann den tragischen Tod ihrer Mutter einfach nicht überwinden. Um inneren Frieden zu finden und ihrem lieblosen Vater zu entkommen, flieht Lily im South Carolina der frühen 60er Jahre mit ihrer einzigen Freundin in ein kleines Dorf, das schon ihrer Mutter viel bedeutet hat und der Schlüssel zu den Geheimnissen ihrer Vergangenheit ist. Die beiden Mädchen kommen im Haushalt der farbigen Boatwright-Schwestern (Queen Latifah und Alicia Keys) unter. Mit ihrer Bienenzucht haben sich die Frauen um Matriarchin August eine Existenz aufgebaut. Schnell findet Lily in den Schwestern die Familie, die sie sich immer erträumt hat. Doch nicht alle Menschen sehen es gern, dass ein weißes Mädchen bei den Boatwrights lebt.

Genre: Drama
Regie: Gina Prince-Bythewood
Schauspieler: Dakota Fanning, Jennifer Hudson, Queen Latifah, Sophie Okonedo, Alicia Keys, Paul Bettany, Shondrella Avery
Produktionsland: USA
Kinostart: 2009
Laufzeit: 110 Minuten
FSK: 12

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Movie 43

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Um es kurz zu machen. Ein absolut unterirdischer mega Schrott Film. Gehirnamputierter geht es einfach nicht. Der Film darf sich über das eigens im Photoshop gebastelte 0.5 Sterne Icon freuen. Die hat er sich wirklich verdient. Um es in den Worten des Film auszudrücken “Ein Film auf den man genüsslich kacken kann”.

Niemand hätte geglaubt, dass Hugh Jackmans erstes Date mit Kate Winslet derart in die Hose geht. Noch hätte jemand ahnen können, wie weit es Halle Berry bei dem Spiel ‘Wahrheit oder Pflicht’ treiben würde. Oder welchen unkonventionellen pädagogischen Ansatz Naomi Watts und Liev Schreiber in der Kindererziehung vertreten. Diese gnadenlose Komödie ist nichts für schwache Nerven oder einen empfindlichen Magen! Man nehme bewährte Regisseure, stelle ihnen einen brillanten Cast zur Seite, nehme ein paar abgedrehte Scherze, übertrete dabei sämtliche Grenzen jeglicher Art und nehme dann möglichst großen Abstand vom Kunstwerk. ‘Movie 43’ ist kompromisslose und schräge Comedy – und kein Geringerer als Peter Farrelly von den Farrelly-Brüdern (‘Verrückt nach Mary’, ‘Dumm und dümmer’) hatte hier die Finger im Spiel. Gemeinsam mit seinen Regiekollegen schuf er eine der brutalsten, gefährlichsten und respektlosesten Komödien aller Zeiten, die beweist: Hollywoodstars haben einen weitaus derberen Humor, als allgemeinhin angenommen. Umwerfend fies und zum Brüllen komisch.

Genre: Comedy
Regie: Brett Ratner, Bob Odenkirk, Peter Farrelly, Griffin Dunne, Steven Brill, Steve Carr, James Gunn, Elizabeth Banks, Rusty Cundieff, James Duffy, Patrik Forsberg
Schauspieler: Naomi Watts, Halle Berry, Uma Thurman, Kate Winslet, Bobby Cannavale, Liev Schreiber, Kate Bosworth, Gerard Butler, Anna Faris, Kristen Bell, Richard Gere, Hugh Jackman, Chloe Moretz, Christopher Mintz-Plasse, Emma Stone, Elizabeth Banks, Leslie Bibb, Johnny Knoxville, Jason Sudeikis, Seann William Scott
Produktionsland: USA
Kinostart: 2013
Laufzeit: 90 Minuten
FSK: 16

 

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Young@Heart

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Der Film dokumentiert das von Bob Cilman und Judith Sharpe im Jahre 1982 ins Leben gerufene Projekt young@heart chorus. Es geht dabei um alte Menschen, ca. zwischen 75 und 92, die unter der Anleitung von Bob Cilman Rock, Pop und Punk-Songs singen und mit diesen Songs gemeinsam auf Tournee gehen. Es hat mich zutiefst bewegt mit welcher Leidenschaft die alten Menschen die Songs schmettern. Das war ein unglaubliches Erlebnis wie es intensiver nicht sein kann. Man blickt in die Gesichter der alten Menschen, mit ihrem Gebrechen und ihren Krankheiten, Gesichter die eine Geschichten erzählen und wird einfach nur mitgerissen :-) Es ist so ein fantastisch positives Gefühl, nach dem Film, wie man es einfach nicht in Worte fassen kann. Menschen die nach der sechsten Chemotherapie oder auch mit einem Sauerstoffgerät ausgestattet, singen das es einem du Schuhe auszieht. Spätesten als der “young@heart chorus” im Gefängnis singt und die Kamera die Gesichter der Häftlinge zeigt, müsste ich einfach losheulen, das hat mich sehr bewegt, und ich bin sehr dankbar dafür :-) Mir hat die Dokumentation die Angst vor dem Älterwerden genommen “Never Too Old to Rock” :-)

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‘Young@Heart’ ist ein einzigartiger und ungewöhnlicher Chor von 75- bis 92-Jährigen. Einige der Chorsänger haben beide Weltkriege erlebt und nun bringen sie mit modernen Punk-, Soul- und Rock-Songs von ‘The Clash’ über James Brown bis ‘Nirvana’ weltweit die Säle zum Kochen und die Herzen zum Schmelzen. Regisseur Stephen Walker zeichnet ein hinreißendes Porträt der weißhaarigen Damen und Herren aus Massachusetts. Er begleitet sie während der Proben für ihr neues Programm, bei ihrem bewegenden Auftritt in einem Männergefängnis unmittelbar nach dem Tod zweier Chor-Mitglieder und schließlich beim großen mitreißenden Auftritt vor Tausenden von Zuschauern.

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Genre: Dokumentation, Musik
Regie: Stephen Walker
Produktionsland: Großbritannien
Kinostart: 2008
Laufzeit: 107 Minuten
FSK: 0

ACHTUNG SPOILER, es folgt erst der Trailer, das Video 2-3 ist ein Spoiler !

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The Expendables

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Wenn Sylvester Stallone mit einem Film-Party-Budget von 70 Millionen Dollar die ganzen harten Jungs zu einer Party einlädt, dann wird es laut und es geht da und dort auch schon mal was kaputt 😉  Ein Film in dem sich die Schauspieler so richtig feiern und austoben. Der Film ist einfach eins, ein ganz grosser geiler Spass :-)

Barney Ross (Sylvester Stallone) ist der Anführer der härtesten Söldner-Truppe der Welt: The Expendables. Ihr Leben ist der Kampf. Und dabei vertrauen sie niemandem – nur sich selbst. Lee Christmas (Jason Statham), der ehemalige SAS-Messerexperte, Yin Yang (Jet Li), der Nahkampfspezialist, Hale Caesar (Terry Crews), der Feuerwaffenspezialist, Toll Road (Randy Couture), der Sprengstoffexperte, und der Scharfschütze Gunnar Jensen (Dolph Lundgren) bekommen den Auftrag, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen, um den dort herrschenden, korrupten Diktator zu eliminieren. Für die ausgebildeten Krieger eigentlich keine große Herausforderung. Doch schon bald stellt sich heraus, dass ihr Auftraggeber ein doppeltes Spiel spielt. Die Expendables geraten zwischen alle Fronten und werden mitten im Kampfgeschehen plötzlich von Jägern zu Gejagten.

Genre: Action
Regie: Sylvester Stallone
Schauspieler: Mickey Rourke, Jason Statham, Eric Roberts, Sylvester Stallone, Jet Li, Dolph Lundgren
Produktionsland: USA
Kinostart: 2010
Laufzeit: 109 Minuten
FSK: 18

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Wolke 9

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Andreas Dresen hat, damals noch in der DDR, eine Fotoserie über alte Leute gesehen. Die Bilder zeigten nackte alte Menschen in ihrer Küche und ihrer Wohnung. Die selbstverständliche Art und Weise die die Personen auf den Bildern zum Ausdruck bringen und ausstrahlen hat ihn dabei fasziniert. Er selbst sagt in einem Interview “Dafür muss man sich nicht schämen”. Ihn das Thema nicht mehr loslassend, hat er sich dann zunächst mit Literatur zu dem Thema Liebe und Sex im Alter beschäftigt. Aufgefallen ist ihm dann schnell, das es zu diesem Thema keinen Film gibt. Damit war die Filmidee geboren, eine Liebesgeschichte zwischen alten Menschen wo das Thema Sex und Leidenschaft nicht draussen bleibt.
Man spürt in diesem Film von Andreas Dresen ganz deutlich die fantastische Art wie er so ein Thema angeht. Die Tatsache das der Film so authentisch wirkt, ist natürlich, das die drei Hauptdarsteller Lust hatten das Projekt mit ihm zusammen umzusetzen. Eben kein Film bei den man einer 70-jährigen ein Drehbuch auf den Tisch wirft, ihr sagt, spiel mal den dritten Frühling und sie einfach nur ihre Rolle runterleiert. Man spürt in dem Film die Zusammenarbeit von Andreas Dresen mit den Darstellern ganz deutlich, das macht es authentisch und genau so ist ihm dieser wunderbare Film gelungen. Ein Film der die Wahrheit zeigt und auch die Tatsache “Das Alter ist nix Schlimmes, Herzen altern nicht”.

Inge geht auf die 70 zu, aber fühlt sich wie 17. Sie hat sich verliebt. In Karl, der wird bald 80. Es ist Leidenschaft. Es ist Sex. Dass ihr das noch einmal passiert, hätte sie nicht gedacht. Eigentlich ist Inge mit Werner verheiratet. Seit 30 Jahren. Sie liebt ihren Mann. Und Karl liebt sie auch.
Die Liebe geht eben ihre eigenen Wege und manchmal braucht es ein bisschen Zeit, bis man weiß, was man will. Aber Zeit, die haben alle drei nicht mehr.

Genre: Romanze, Drama
Regie: Andreas Dresen
Schauspieler: Ursula Werner, Horst Rehberg, Horst Westphal
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2008
Laufzeit: 96 Minuten
FSK: 12

Vielen Dank an Ursula Werner, Horst Rehberg, Horst Westphal und im besonderen Andreas Dresen :-)

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Babel

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Ich möchte an dieser Stelle gerne Joachim Kurz von Kinozeit für seine wunderbare Kritik zu dem fantastischen Film loben, treffender kann ein abschliessendes Fazit nicht sein. Der Schmetterlingseffekt hat mich natürlich sofort an die Chaostheorie erinnert. Hierbei beschreibt er die grosse Empfindlichkeit auf kleine Störungen in nichtlinearen dynamischen Systemen. Es geht dabei um kleine Abweichungen die langfristig und unvorhersagbar ein ganzes System verändern. Der Chaostheoretiker Gregor Morfill sagt dazu “Chaos ist überall. Und es funktioniert”.

Abschliessendes Zitat von Joachim Kurz von Kinozeit:
Babel ist ein Film voller Weisheit und Größe, Detailreichtum und Liebe, Schonungslosigkeit und Verständnis für die tiefe Komplexität einer Welt, in der der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Sturm auslösen kann.
Zitat aus der Kritik via Kinozeit von Joachim Kurz

Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko um das Leben seinerschwer verletzten Frau kämpft. Ein mexikanisches Kindermädchen, das verzweifelt versucht, die Grenze mit ihren beiden amerikanischen Schützlingen zu überqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager, der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöse Vergangenheit rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar keine Verbindung haben.

Genre: Drama, Thriller
Regie: Alejandro González Inárritu
Schauspieler: Brad Pitt, Cate Blanchett, Gael García Bernal
Produktionsland: Frankreich, Mexiko, USA
Kinostart: 2006
Laufzeit: 143 Minuten
FSK: 16

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Monsieur Lazhar

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Kernthema in dem Film Monzier Lazhar ist die Traumatisierung einer Schulklasse nach einem tragischen Ereignis. Hierbei spielt auch die eigene Vergangenheitsbewältigung von Bachir Lazhar, welcher die Klasse übernimmt, eine wesentliche Rolle. Es beginnt ein Prozess des sich gegenseitigen Geben und Nehmens zwischen den Schülern und dem Lehrer.  Ein Prozess der aufzeigt, das sich ein Traumatisierung nicht einfach mit frischer Farbe überstrechen lässt, vielmehr muss das erlebte aufgearbeitet und vor allem darüber gesprochen werden, damit sich keine Schuldgefühle verankern. Der Lehrer Algerier Bachir Lazhar (Mohamed Fellag) und die beiden Kinder Simon (Émilien Néron) und Alice (Sophie Nélisse) spielen ihre Rolle einfach herausragend :-)

Ich war von diesem Film emotional schwer berührt. Ein Meisterhafter Arthouse Film den man unbedingt anschauen sollte. Für mich habe ich durch den Film sehr viel in Bezug auf mich selbst mitgenommen, was mir aber erst beim späteren reflektieren klargeworden ist.

Simon (Émilien Néron) entdeckt sie im Klassenzimmer: seine Lehrerin Martine, mit einem Schal erhängt. Diese menschliche Katastrophe versucht die Schulleitung dann mit einer neuen Zimmerfarbe und einer Psychologin aufzuarbeiten. Und mit einer neuen Lehrkraft, dem Algerier Bachir Lazhar (Mohamed Fellag). Nach einigen vor allem kulturell bedingten Startschwierigkeiten schafft es Bachir immer besser, den Draht zur Klasse zu finden. Dieser fällt es jedoch schwer, die Erinnerung über den Vorfall abzustreifen. Vor allem Simon (Émilien Néron) und Alice (Sophie Nélisse) zeigen sich auffällig. Er reagiert mit Aggressivität, sie versucht den Selbstmord im Unterricht direkt zu adressieren. Bachir gibt sich ein und wird den Kindern eine Stütze – gleichzeitig sind die Kinder für ihn selbst eine Hilfe, denn auch er hat einen schrecklichen Schicksalsschlag zu verarbeiten. Doch über Bachir hängt ein Damoklesschwert: Als politischer Flüchtling ist sein Verfahren immer noch hängig. Wird es abgelehnt, kann Bachir von einem Tag auf den anderen abgeschoben werden…
Eine berührende Reise beginnt, wie sie das Kino schon lange nicht mehr gesehen hat, nach einem Stück von Evelyne de la Chenelière.

Genre: Drama, Comedy
Regie: Philippe Falardeau
Schauspieler: Mohamed Fellag, Sophie Nélisse, Émilien Néron
Produktionsland: Kanada
Kinostart: 2012
Laufzeit: 95 Minuten
FSK: 0

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Cleopatra 1963 – Full-HD

Cleopatra

Etwas in Sorge, ob ich die über 4 Stunden überhaupt durchhalte, hab ich mich gestern an den Film rangetraut. Vorgelegen hat er mir als Blu-ray in einer Digital überarbeiteten Version. Was hier 1963 geleistet wurde ist unglaublich atemberaubend schön, eine Leistung vor der man größte Hochachtung haben muss. Kulissen die noch ein Herz hatten, und nicht der CGI-Schrott. Wenn Cleopatra durch das Tor gezogen wird (kurz im Trailer zu sehen) zieht es einen auf einer Grossbildleinwand echt die Schuhe aus, einfach überwältigend. 4 Stunden die wie im Flug vergehen und einen Kopf voller fantastischer Kostüme und Szenen.

Cleopatra aus dem Jahr 1963 wurde mit vier Oscars ausgezeichnet. Die Produktionskosten beliefen sich auf 44 Mio. Dollar. Bis zum Erscheinen von Avatar 2009 galt Cleopatra mit inflationsbereinigten 300 Mio. Dollar als teuerster Film aller Zeiten.

Im Jahre 48 vor Christus wickelt die ägyptische Königin Cleopatra (Elizabeth Taylor) Julius Cäsar (Rex Harrison) um den Finger, um ihren verlorenen Thron zurückzugewinnen. Nach Cäsars jähem Ende tröstet sie sich mit Antonius (Richard Burton). Der muss zwar aus politischen Gründen die Schwester Octavians heiraten, aber an Cleopatras verführerischen Argumenten zerschellt die Staatsräson. Antonius schenkt ihr Roms Ostprovinzen und nimmt sie zur zweiten Frau – was ihm die Truppen Octavians auf den Hals hetzt.

Genre: Historie
Regie: Joseph L. Mankiewicz
Schauspieler: Elizabeth Taylor, Rex Harrison, Richard Burton
Produktionsland: USA
Kinostart: 1963
Laufzeit: 251 Minuten

Ich habe mich hier für den Blu-ray Trailer entschieden, weil er die fantastische Bildqualität zeigt. Eigentlich mag ich diese dauernden Einblendungen in einem Trailer überhaupt nicht.

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Last Boy Scout

Bruce Willis ist einfach eine mega coole Sau :-) Gestern wieder gebrüllt vor Lachen, einfach galaktisch der Film :-) Eines meiner Liebslingsfilm :-)

“Du bist ausgerutscht, auf den Boden gefallen und dabei landete zufällig dein Schwanz in meiner Frau.”

“Sie kriegt ne 3 auf meiner Fingerscala, d.h. ich würde mir 3 Finger abschneiden, wenn ich sie bumsen dürfte.”

“Leder ?” – “Ja.” – “Was kostet sowas ?” – “Sechs fünfzig.” – “650 Dollar ?” – “Ja.” – “Nur die Hose?” – “Ja.” – “Hat die etwa “nen Fernseher eingebaut?

“Ich kann mich garnicht entscheiden, wer von euch beiden meinem Schwanz am ehesten gleicht…!”

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Bruce Willis und Damon Wayans spielen die Hauptrollen als heruntergekommener Detective und in Ungnade gefallener Quarterback, die Kugeln ausweichen, Sprüche klopfen und auch sonst kräftig austeilen. Wenn es hart auf hart geht, werden sie noch härter. Und komischer. Auf jeden Fall bleiben sie im Spiel. Denn abgerechnet wird zum Schluss in diesem hoch explosiven Kracher der Superlative – noch nie waren die Fäuste schneller und die Schurken am Ende toter als in ‘Last Boy Scout’.

Genre: Action
Regie: Tony Scott
Schauspieler: Bruce Willis, Damon Wayans, Chelsea Field
Produktionsland: USA
Kinostart: 1992
Laufzeit: 106 Minuten
FSK: 18

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Zero Dark Thirty

zdt Die Jagd nach Osama bin Laden hielt die Welt mehr als ein Jahrzehnt lang in Atem. Am Ende spürte ein kleines Team von CIA und Navy SEALs den meistgesuchten Terroristen auf. Jeder Aspekt dieser Untersuchung war geheim. Einige Details sind inzwischen veröffentlicht, die entscheidenden Aspekte der Operation werden jedoch erstmals in diesem Film der beiden Oscar-Preisträger Kathryn Bigelow und Mark Boal enthüllt. ‘Zero Dark Thirty’ (der Titel steht für die militärische Zeitangabe von 0.30 Uhr, jenem Moment, als der Angriff der Navy SEALs begann) ist repräsentativ für eine neue Art von Filmkunst, in der investigatives Drama mit Actionelementen kombiniert wird. Dabei steht die Geschichte von Maya (Jessica Chastain), die die Ermittlung leitet, im Mittelpunkt.

Bei mit wollte der Film einfach nicht zünden, dadurch sehr sehr lange 2,5 Stunden.

Genre: Triller, Action
Regie: Kathryn Bigelow
Schauspieler: Jessica Chastain, Jason Clarke, Joel Edgerton
Produktionsland: USA
Kinostart: 2013
Laufzeit: 157 Minuten
FSK: 16

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Antichrist

antichrist
Lars von Trier ist mit ‘Antichrist’ ein intensivstes Arthouse Kunstwerk gelungen. Eine bessere Besetzung als Willem Dafoe und Charlotte Gainsbourg kann es für diesen Film nicht geben. Charlotte Gainsbourg spielt ihre Rolle so derart intensiv, das es einen echt aus dem Kinosessel katapultiert, einfach grandios :-)  Bebildert wird der Film von einer Meisterhaften Kameraarbeit. Bilder die sich tief ins Gehirn einbrennen.

Ein trauerndes Paar (Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe) zieht sich in ihre einsame Hütte, ‘Eden’, in den Wäldern zurück. Sie kämpft nach dem Tod des kleinen Sohnes mit Trauer und Schuldgefühlen, die in ihr eine Depression hervorrufen. Er ist Psychiater und will sie dort im Wald, vor dem sie sich so sehr fürchtet, therapieren. Doch er muss bald erkennen, dass sehr viel mehr hinter dem Verhalten seiner Frau steckt, und beide stürzen in der Abgeschiedenheit der Hütte in eine Spirale aus Sex und Gewalt.

Genre: Drama
Regie: Lars von Trier
Schauspieler: Willem Dafoe, Charlotte Gainsbourg, Storm Acheche Sahlstrøm
Produktionsland: Frankreich , Italien , Polen , Dänemark , Schweden , Deutschland
Kinostart: 2009
Laufzeit: 108 Minuten
FSK: 18

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