ARTHOUSE CINEMA | FILMBLOG


Whisky mit Wodka

WmW Der Schauspieler Otto Kullberg (Henry Hübchen) ist ein Mann, den die Frauen lieben und die Männer mögen. Gelegentlich trinkt er zu viel. Als er deshalb einen Drehtag seines neuen Films verpatzt und auszufallen droht, wird ein jüngerer Kollege (Markus Hering) engagiert, mit dem alle Szenen zur Sicherheit ein zweites Mal gedreht werden. Otto Kullberg, ein Sprücheklopfer und Mittelpunktmensch, muss seine Rolle im Film behaupten, als Mann zwischen zwei Frauen, und er versucht seine Rolle im Leben neu zu verstehen. Viele Filme zurück gab es eine Liebesgeschichte zwischen Otto und seiner Partnerin Bettina (Corinna Harfouch), die jetzt die Frau des Regisseurs (Sylvester Groth) ist. Geraten Kino und Wirklichkeit durcheinander? Im Duell der Darsteller will keiner verlieren. Alle lieben die Wahrheit und jeder lügt. Man soll übrigens Whisky mit Wodka nicht mischen.

Ein Film mit einem tollen Humor ohne dabei Themen wie Älterwerden, Per­s­pek­tiv­lo­sig­keit, Ersetzbarkeit und Liebesbeziehung lächerlich wirken zu lassen. Zitate, um den Humor zu zeigen, wirken aus dem Film herausgestellt nicht. Einfach selber anschauen und ihr werdet sehen was ich meine.

Genre: Tragikomödie
Regie: Andreas Dresen
Schauspieler: Henry Hübchen, Markus Hering, Corinna Harfouch, Sylvester Groth, Tilo Prückner, Peter Kurth
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2009
Laufzeit: 104 Minuten
FSK: 12

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Same Same But Different

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Der junge Deutsche Ben (David Kross aus ‘Krabat’, ‘Der Vorleser’) macht sich zusammen mit seinem besten Kumpel Ed (Stefan Konarske aus ‘NVA’, ‘Knallhart’) auf einen abenteuerlichen Trip durch Asien. Berauschte Party-Nächte, schöne Frauen und Panzerfaust ballern im Dschungel – das undurchschaubare Kambodscha lässt die jungen Männer auf dem schmalen Grad zwischen Lust und Abgrund taumeln. Doch dann lernt Ben in Phnom Penh das geheimnisvolle Bargirl Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk) kennen und die erste gemeinsame Nacht verändert sein Leben. Er verschiebt seinen Heimflug und dringt mit ihr weiter vor in die faszinierende lebensbedrohliche Wirklichkeit Kambodschas bis er sich plötzlich entscheiden muss – wie weit ist er bereit, für seine Liebe zu gehen?

Eine rührende und mitreissende Liebesgeschichte zweier junger Menschen, die in Kulturen leben, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Ben (David Kross) spielt die Rolle des Menschen zwischen den Kulturen, der für die bedingungslose Liebe zu Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk) alles hinter sich lassen müsste, sehr überzeugend. Ben und Sreykeo schaffen es auf der Leinwand, ihre gegenseitige Liebe glaubhaft zu transportieren. Begleitet wird dieses von sehr gekonnten Bildern die uns die  Schönheit aber auch das Unschöne Kambodschas aufzuzeigen, ohne aber dabei mit erhobenem Zeigefinger durch eine fremde Kultur zu wandern.

Ein toller Arthouse Film aus Deutschland mit Nachwirkung, der zum Nachdenken anregt und den es sich lohnt anzuschauen.
 

Genre: Drama
Regie: Detlev Buck
Schauspieler: David Kross, Apinya Sakuljaroensuk, Mario Adorf
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2010
Laufzeit: 107 Minuten
FSK: 6

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Gangster Squad

gangster_squad Los Angeles 1949. Der skrupellose Gangsterboss Mickey Cohen (Sean Penn) aus Brooklyn beherrscht die Stadt und sahnt bei allen illegalen Geschäften ab: Drogen, Waffenhandel, Prostitution. Wenn es nach ihm ginge, würde er auch bei jeder Pferdewette westlich von Chicago seinen Anteil kassieren. Mickeys Imperium gründet sich nicht nur auf die von ihm bezahlte Schlägertruppe – auch die Polizei und die Politik tanzen nach seiner Pfeife. Das reicht, um selbst die unerschrockensten Cops einzuschüchtern. Nur eine kleine geheime Einheit von Außenseitern des LAPD unter der Leitung von Sgt. John O’Mara (Josh Brolin) und Jerry Wooters (Ryan Gosling) versuchen gemeinsam, Cohen von seinem Thron zu stürzen.

Gelungenes Action Popcornkino mit einer tollen Besetzung und einem hohen Spassfaktor :-)

Genre: Action, Thriller, Drama
Produktionsland: USA
Kinostart: 2013
Laufzeit: 113 Minuten
FSK: 16
Regie: Ruben Fleischer
Schauspieler: Josh Brolin, Ryan Gosling, Sean Penn, Nick Nolte, Emma Stone

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Django Unchained

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Quentin Tarantino zu toppen ich denke das kann nur einer, er selbst. Django Unchained ist einfach sowas von Supergeil, ich habe jetzt noch das fette Grinsen im Gesicht und dazu den Ohrwurm Djaaangggoooooooo :-) Dieser Film macht einfach nur Spass, ganz grosses Kino :-) Gegen Ende des Films bin ich aus dem Lachen nicht mehr rausgekommen, einfach nur cool. Ein Meisterwerk von Quentin Tarantino :-) Dr. King Schultz (Christoph Waltz) aus Düsseldorf … :-) 

Genre: Western
Regie: Quentin Tarantino
Schauspieler: Jamie Foxx, Christoph Waltz, Leonardo DiCaprio, Quentin Tarantino :-)
Produktionsland: USA
Kinostart: 2013
Laufzeit: 165 Minuten
FSK: 16

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Mount St. Elias – Dokumentation

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Bei dieser Dokumentation bleibt einem fast der Atem stehen, soviel ist sicher. Hier ist man durch die Helmkameras hautnah dabei, wenn Axel Naglich und Peter Ressmann mit Skiern vom 5600m hohen Mount St. Elias bis ins Tal fahren. Begleitet wird dieses von Aufnahmen die vom Hubschrauber aus aufgenommen werden. Auch für Leute die mit Skifahren nichts am Hut haben lohnt sich das anschauen, einfach schon wegen der unbeschreiblichen Schönheit der Berge :-)

Als Erste den Mount St. Elias zu bezwingen und auf Skiern bis hinab zur Icy Bay auf Meerespiegelniveau zu fahren, war das erklärte Ziel der drei Extremsport-Alpinisten Axel Naglich, Jon Johnston und Peter Ressmann.

“Wenn’s gut geht, bist a Held, wenn’s schiefgeht, bist tot”

Peter Ressmann verstarb am 28. Mai 2010 in der Fischbach-Schlucht in Unken im Pinzgau, als er durch einen Sicherungsfehler 25 Meter tief in ein Bachbett fiel.

Genre: Dokumentation
Regie: Gerald Salmina
Schauspieler: Axel Naglich, Peter Ressmann, Jon Johnston
Produktionsland: Österreich
Kinostart: 2010
Laufzeit: 100 Minuten
FSK: 12

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Departed – Unter Feinden

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Der junge Cop Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) wuchs in einem kriminellen Milieu auf – er bringt also die besten Voraussetzungen mit, um sich als Maulwurf in das Syndikat des Mafiapaten Frank Costello (Jack Nicholson) einzuschleusen: Sobald er Costellos Vertrauen gewonnen hat, soll er zusammen mit seinen Einsatzleitern (Mark Wahlberg und Martin Sheen) den Paten hinter Gitter bringen. Gleichzeitig hat sich Colin Sullivan (Matt Damon) in der Ermittlungsspezialeinheit bestens bewährt – niemand vermutet, dass er Costellos Maulwurf ist.

Vielleicht waren meine Erwartungen an die Film zu hoch, spielt da doch einer meiner Lieblingsschauspieler Jack Nicholson mit. Es reicht halt einfach nicht alleine aus, eine Topp-Besetzung in die Kulisse zu stellen um einen Film mit Wow-Effekt zu erzeugen. Dafür war das Gefühl beim Anschauen zu gross, das alles irgendwie in anderer Form und Farbe schon viel zu oft gesehen zu haben. Ein Film den man einmal anschauen kann und das war es  dann auch.

Genre: Thriller
Regie: Martin Scorsese
Schauspieler: Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Jack Nicholson
Produktionsland: USA
Kinostart: 2006
Laufzeit: 151 Minuten
FSK: 16

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Buried – Lebend begraben

buried-01Stell dir vor: Du öffnest deine Augen. Du wurdest lebendig begraben. Über dir sind mehrere Meter erdrückender Erde. Deine einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein mysteriöses Handy. Jede Sekunde ist eine Sekunde, die dich dem Tod näher bringt. Das ist das Schicksal von Paul Conroy (Ryan Reynolds), einem amerikanischen Lastwagenfahrer und Familienvater, der in einem Holzsarg aufwacht. Er wurde lebendig begraben und weiß weder, wer ihm das angetan hat, noch warum. Seine einzige Chance, diesem Alptraum zu entkommen, ist ein Handy. Schlechter Empfang, ein rapide schwindender Akku und Sauerstoffmangel sind die schlimmsten Feinde in seinem Wettlauf gegen die Zeit.

Ein Film der sich zu 99% der Laufzeit in einem Sarg abspielt, kann sowas spannend sein ? Ja es kann, und zwar sehr. Man sollte sich aber auf die in diesem Fall reduzierte Kulisse einlassen wollen. Die Enge und die Angst dient hier als Futter für den Spannungsbogen, springt man hier auf, ist es ein spannender Thriller der fesselt.

Schauspieler: Ryan Reynolds, Robert Paterson, José Luis García Pérez
Produktionsland: Spanien
Kinostart: 2010
Laufzeit: 95 Minuten
FSK: 16

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Pina 3D – Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren

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Als großer Fan von Wim Wenders war ich natürlich sehr gespannt wie ihm dieser Film für Pina Bausch gelingen wird, hat man in Bezug auf das Gestaltungsmedium 3D, gerade bei Filmen ohne CGI (Computer Generated Imagery), den Eindruck die Regie und/oder die Kameramänner haben dieses Medium 3D nicht verstanden und setzen es einfach nicht richtig ein. Vor dem Einschalten war aber bereits klar für mich, Wim Wenders hätte das Gestaltungsmedium 3D niemals verwendet ohne davon selbst überzeugt zu sein und sich sicher zu sein, dass 3D die fantastischen Tanzchoreographien optimal unterstützen. Der Zuschauer wird in fantastischer Art in die Tanzchoreographien integriert und erlebt, wie sich die tiefe des 3D-Raums mit Tanz erfüllt.

Eine wunderbare Tanz-Dokumentation die Wim-Wenders, die Tänzer und die Kameraleute hier für Pina Bausch geschaffen haben. Ich denke Pina Bausch währe stolz auf das Ergebnis :-)

PINA ist ein abendfüllender Tanzfilm in 3D mit dem Ensemble des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und der mitreißenden, einzigartigen Kunst seiner großen, im Sommer 2009 verstorbenen Choreographin.

PINA ist ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders.

Er lädt die Zuschauer ein auf eine sinnliche, bildgewaltige Entdeckungsreise in eine neue Dimension: mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und mit den Tänzern hinaus aus dem Theater in die Stadt und das Umland von Wuppertal – den Ort, der 35 Jahre für Pina Bausch Heimat und Zentrum ihres kreativen Schaffens war.

Genre: Dokumenation
Regie: Wim Wenders
Produktionsland: Deutschland
Kinostart: 2011
Laufzeit: 100 Minuten
Schauspieler: Pina Bausch, Regina Advento, Malou Airoudo, Ruth Amarante, Jorge Puerta Armanta, Rainer Behr, Andrey Berezin, Damiano Ottavio Bigi

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Cheyenne – This Must Be The Place

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Cheyenne (Sean Penn) war ein gefeierter Rockstar. Er ist 50 Jahre alt und sieht immer noch so aus wie damals, ein Goth mit schwarzen, toupierten Haaren, weiß geschminktem Gesicht und rotem Lippenstift. Seit Jahren lebt er zurückgezogen mit seiner Frau Jane (Frances McDormand) in einer Villa in Dublin, immer sachte schwankend zwischen gepflegter Langeweile und nagender Depression. Der Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren nicht gesprochen hat, führt ihn zurück nach New York. Dort erfährt er von der Besessenheit seines Vaters: Rache zu nehmen für eine schwerwiegende Demütigung, die er erfahren musste. Cheyenne beschließt, die Suche seines Vaters fortzuführen und begibt sich auf eine Reise, die ihn ins Herz der USA und zu sich selbst führt.

Sean Penn in der Rolle des Ex-Rockstars Cheyenne spielen zu sehen, ist ein echter Hochgenuss. Mit einer leisen, leicht bebenden Stimme und einem schlurfenden Gang berichtet er, dass er leicht depressiv sei. Leicht? Teilweise war ich mir nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll. In einem Moment kann man sich über seinen speziellen Humor einfach nur wegschmeißen vor Lachen und im nächsten Moment ist man dann zu Tränen gerührt. Es ist ein Film voller Gegensätze, der mit einer fantastischen Kameraarbeit wunderbare Bilder zaubert. Eine Szene fast am Ende des Films, als seine Suche beendet ist, hat eine unglaubliche Bildkraft.
Genre:  Drama
Regie: Paolo Sorrentino
Schauspieler: Sean Penn, Frances MCDormand, Judd Hirsch, Kerry Condon, Harry Dean Stanton
Produktionsland: Frankreich, Irland, Italien
Kinostart: 2011
Laufzeit: 118 Minuten
FSK: 12

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Eine Leiche zum Dessert | FilmTipp

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Eine Einladung zum Dinner – und die Andeutung über einen kleinen Mord – damit will Lionel Twain, ein exzentrischer Millionär, fünf weltberühmte Detektive auf seinen einsamen, düsteren Landsitz in Nordkalifornien holen. Alle kommen, und das fröhliche Mörderspiel beginnt. James Coco, Peter Falk, Elsa Lanchester, David Niven, Peter Sellers und Maggie Smith sind zum Dinner versammelt, als der heuchlerische Twain mitteilt, dass einer der Anwesenden um Mitternacht ermordet wird… Alec Guinness spielt den blinden Butler. Die Türen sind verschlossen, die Fenster gesichert. Die Uhr schläft zwölf und…

Ein Film mit einem Humor und Wortwitz, wie er galaktischer nicht sein kann. Dieser Film mit einer fantastischen Starbesetzung überbietet alles je gesehene :-) Einer meiner absoluten Lieblingsfilme, den man immer und immer wieder anschauen kann. Dieses fantastische Meisterwerk ist einfach nicht zu toppen :-)

Genre: Krimi, Comedy
Produktionsland: USA
Kinostart: 1976
Laufzeit: 94 Minuten
FSK: 12
Regie:  Robert Moore
Schauspieler: Peter Falk, James Coco, Truman Capote, Eileen Brennan, Peter Sellers, David Niven, Elsa Lanchester, Alec Guinness

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Der Gott des Gemetzels

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Was verbirgt sich hinter der ach so ordentlichen Fassade von Menschen ? Was steckt in unserem tiefsten Inneren ? Eine Welt voller Gesetze und Normen. Anfänglich sehen wir in diesem Art Kammerspiel eine im Grunde ganz banale Situation. Die Kinder der beiden Ehepaare haben sich geprügelt, nun soll das unter zivilisierten Menschen erörtert werden.  Was anfänglich nur ein bestimmtes Korrekturfordern in Bezug auf den Ablauf des Vorfalls ist, entwickelt sich im Laufe des Films zu einem Selenstriptease der Extraklasse. Wir erleben wie das tiefste Innere nach aussen gestülpt wird, man könnte gerade zu sagen ausgekotzt wird. Es entwickelt sich ein galaktisches Wortgefecht bei dem alle Regeln und Normen einfach überfahren werden und mit dem nach außen gestülpten Inneren die Maske der kultivierten Welt abgenommen wirkt , das wahre Gesicht sich zeigend. Sicher ist nur eins, in jedem steckt hinter der Maskierung eine weitere Person, angefeuert durch nicht ausgesprochene Gedanken.

Roman Polanski ist hier mit einer fantastischen Starbesetzung ein absolutes Meisterwerk gelungen. Eine Jodie Foster wie sie galaktischer nicht sein kann. Ich würde Jodie Foster wieder eine Top Hauptrolle wünschen, erinnert man sich doch an die gradiose Meisterleistung in “Das Schweigen der Lämmer”

 

Zwei Elfjährige prügeln sich auf einem Spielplatz, einem der beiden Jungen werden dabei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern des ‘Opfers’, Penelope und Michael (Jodie Foster und John C. Reilly) haben die Eltern des Übeltäters, Nancy und Alan (Kate Winslet und Christoph Waltz), eingeladen, um den Vorfall wie vernünftige Menschen zu klären. Was als friedlicher Austausch über Zivilisation, Gewalt und die Grenzen der Verantwortlichkeit beginnt, entwickelt sich schon bald zu einem Streit voller Widersprüche und grotesker Vorurteile.

Genre: Comedy, Drama
Regie: Roman Polanski
Schauspieler: Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz, John C. Reilly
Produktionsland: Frankreich, Spanien, Polen, Deutschland
Kinostart: 2011
Laufzeit: 79 Minuten
FSK: 12

 

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Der Duft der Frauen

der_duft_der_frauenEine 45er abfeuern. Einen Ferrari fahren. Eine Frau an ihrem Parfum erkennen. Erfahrungen, die Frank Slade (Al Pacino) jetzt weitergeben will. Eine schöne Frau zu erkennen, ist die Kunst, seine Sinne zu öffnen und ihren ganz speziellen Duft einzuatmen. Diese Kunst beherrscht er wie kein Zweiter: Der blinde Ex-Leutnant-Colonel Frank Slade, für den das Leben auf den ersten Blick nur noch aus Alkohol und Erinnerungen zu bestehen scheint. Ein letztes Mal will der zynische Slade das Leben in vollen Zügen genießen, den Luxus und die Frauen auskosten, um sich dann selbst zu töten. Unfreiwilliger Begleiter auf seiner Wochenendreise nach New York ist der junge Charlie Simms (Chris O’Donnell), ein schüchterner und lebensunerfahrener Internatszögling. Die grundverschiedenen Männer begeben sich auf eine berauschende Odyssee durch die Stadt, in deren Verlauf beider Leben eine unerwartete Wendung erfährt.

Hoo-ah :-) Al Pacino in der Rolle des Ex-Leutnant spielen zu sehen ist immer wieder ein Hochgenuss, ganz großes Kino :-) 1993 erhielt er für diese Meisterleistung den Oscar.

Originaltitel: Scent of a Woman
Genre: Drama
Regie: Martin Brest
Schauspieler: Al Pacino, Chris O’Donnell, Gabrielle Anwar, Philip Seymour Hoffman
Produktionsland: USA
Kinostart: 1993
Laufzeit: 157 Minuten
FSK: 12

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Der Verdingbub

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Die Schweiz um 1950. Der zwölfjährige Waisenjunge Max (Max Hubacher) träumt von einer richtigen Familie. Als ihn der Pfarrer (Andreas Matti) auf den Bauernhof der Bösigers verdingt, hofft Max auf Liebe und Zuneigung. Doch der trunksüchtige Bauer (Stefan Kurt) und seine Frau (Katja Riemann) halten ihn wie ein Arbeitstier. Auch der Sohn Jakob (Max Simonschek) setzt dem Verdingbub körperlich und seelisch zu. In der Schule bemerkt die Lehrerin (Miriam Stein) die Spuren der Misshandlungen. Sie verhilft Max zu Selbstachtung, indem sie seine Leidenschaft für das Spielen der Handorgel fördert. Ein Auftritt beim örtlichen Schwingfest sorgt aber für Missgunst und macht das Leben auf dem Bauernhof noch schwerer. Kraft gibt Max neben der Musik die 15-jährige Berteli (Lisa Brand), die ebenfalls an die Bösigers verdingt wurde. Mit ihr träumt er sich in eine Fantasiewelt nach Argentinien, wo man Tango tanzt und immer Fleisch isst. Doch die Realität schlägt schon bald wieder brutal zu.

Zitat über die Verdingkinder in der Schweiz

Verdingkinder, meistens Waisen- und Scheidungskinder, wurden zwischen 1800 und 1960 von den Behörden den Eltern weggenommen und Interessierten öffentlich feilgeboten. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Kinder oft auf einem Verdingmarkt versteigert. Den Zuspruch bekam jene Familie, welche am wenigsten Kostgeld verlangte. Betroffene beschreiben, dass sie auf solchen Märkten “wie Vieh abgetastet wurden”. In anderen Gemeinden wurden sie wohlhabenderen Familien durch Losentscheid zugeteilt. Zugeloste Familien wurden gezwungen, solche Kinder aufzunehmen, auch wenn sie eigentlich gar keine wollten.

Dieser Film erzählt die Geschichte zweier dieser Verdingkinder die auf einem Bauernhof wie Sklaven gehalten werden. Ein Leben voller Menschenverachtung und Schikanen. Der Film schaft es hier sehr gekonnt diese dunkle Geschichte der Schweiz authentisch wirkend aufzuzeichnen und den harten Überlebenskampf des bäuerlichen Lebens zu dokumentieren. Welche überraschende Wendung dieser Film nimmt und welche Rolle dabei die Musik spielt, sei nicht verraten. Ein Film den es sich lohnt anzuschauen.

Genre: Drama
Regie: Markus Imboden
Schauspieler: Max Hubacher, Stefan Kurt, Katja Riemann, Maximilian Simonischek
Produktionsland: Schweiz
Kinostart: 2012
Laufzeit: 103 Minuten
FSK: 12

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Project X

project_xMan nehme als Grundzutaten “American Pi” und “Facebook-Party” im Verhältnis 1:4, würze dieses ordentlich nach mit laut, wild, dreckig, ordinär und heraus kommt dabei ein Film für Genreliebhaber der einfach Spass macht  :-) Für eine optimale Verträglichkeit empfehle ich Vorab die Deaktivierung des Gehirns und als Aperitif eine ordentliche Ladung Hop­fen­kalt­scha­le 😉

Genre:  Comedy
Schauspieler: Thomas Mann, Oliver Cooper, Jonathan Daniel
Regie: Nima Nourizadeh
Produktionsland: USA
Kinostart: 2012
Laufzeit: 88 Minuten
FSK: 16

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Schmetterling und Taucherglocke

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Der ehemalige französische Elle-Chefredakteur Jean-Dominique Bauby (Mathieu Amalric) ist 42 Jahre alt, als er urplötzlich aus seinem gewohnten Leben mit all seinem Glamour und Style gerissen wird. Mit dem Blinzeln seines Auges diktiert Bauby seine Memoiren und lässt darin nicht nur sein Leben Revue passieren, sondern auch ganze Gedankenwelten entstehen, die ihn erkennen lassen: Glück bedeutet zu realisieren, dass man liebt und geliebt wird.

Julian Schnabel ist hier  zusammen mit dem Kameramann Janusz Kaminski (Oscar, Kameraarbeit, Schindlers Liste) ein echtes Meisterwerk gelungen. Es gelingt in fantastischer Art und Weise den Zuschauer die Welt da draußen durch die Augen von Bauby zu sehen und mit Hilfe des Ich-Erzählers seine Gedankenwelt zu teilen. Zusammen mit Bauby reisen wir durch seine Erinnerungen und haben Teil an seiner Fantasie. Ein grandioser Film der einen von der ersten Minute an mitreist, mit auf eine Reise nimmt, und dessen Bilder einem nie wieder aus dem Kopf gehen werden.

Julian Schnabel verfilmte hier das Buch “Schmetterling und Taucherglocke” von Jean-Dominique Bauby (* 1952; † 1997)

Im Alter von 43 Jahren, am 8. Dezember 1995, erlitt Bauby einen massiven Schlaganfall, durch den sein Hirnstamm geschädigt wurde. Als er zwei Wochen danach im Krankenhaus von Berck aus dem Koma erwachte, war er nicht nur stumm, sondern auch komplett gelähmt. Er konnte bloß seinen Kopf ein wenig bewegen sowie grunzen und mit seinem linken Augenlid blinzeln. Dieses seltene Phänomen wird als Locked-in-Syndrom bezeichnet. Über diese Erfahrung schrieb er – in gelähmtem Zustand – das Buch Le scaphandre et le papillon (wörtlich: „Der Taucheranzug und der Schmetterling“), indem er mittels Blinzeln das Buch diktierte, wenn der richtige Buchstabe im Alphabet erreicht wurde. Dafür wurde ein spezielles Alphabet erstellt, welches die Buchstaben nach ihrer Häufigkeit in der Französischen Sprache ordnete. Bauby musste das Buch komplett im Kopf kreieren und redigieren, um es dann Buchstabe für Buchstabe zu diktieren. Das Buch erschien am 6. März 1997 in Frankreich; Bauby starb nur drei Tage später an Herzversagen. Das Buch wurde vom US-amerikanischen Regisseur Julian Schnabel verfilmt, mit Mathieu Amalric und Emmanuelle Seigner in den Hauptrollen: Schmetterling und Taucherglocke feierte im Mai 2007 während der Filmfestspiele von Cannes seine Uraufführung und wurde dort mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.
(Quelle Wikipedia)

Genre: Drama, Biografie
Schauspieler: Mathieu Amalric, Anne Consigny, Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze
Regie: Julian Schnabel
Produktionsland: Frankreich
Kinostart: 2008
Laufzeit: 112 Minuten
FSK: 12

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